Lagodechi-Nationalpark

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Lagodechi-Nationalpark, Ost-Georgien

Der Lagodechi-Nationalpark ist ein Nationalpark in der Region Kachetien im Osten Georgiens. Er liegt auf 300 bis 3.000 m ü. NN. im Großen Kaukasus, im Dreiländereck Georgien, Russland, Aserbaidschan. Der Park wurde in die UNESCO-Liste der Naturdenkmäler aufgenommen.

Der Lagodechi-Nationalpark ist der älteste im Kaukasus und der früheren Sowjetunion. Er wurde 1912 auf Beschluss der Russischen Akademie der Wissenschaften auf 3.500 Hektar in der Lagodechi- und der Schromißchewi-Schlucht gegründet. Der Vorschlag dazu stammte von dem russischen Botaniker Nikolai I. Kusnezow, der die am Ort vorhandene, reichhaltige kaukasische Flora schützen wollte. Die Nutzung als Weideland, das Jagen und Fällen von Bäumen ist seither verboten. 1934 wurde der Nationalpark auf 17.688 Hektar ausgedehnt.

Das Wetter im Nationalpark variiert zwischen feucht-subtropisch in niederen Lagen und gemäßigter Witterung in höheren. Die Sommer sind warm mit durchschnittlich 20-23 Grad Celsius im Juli, die Winter mild aber schneereich mit 0 bis -4 Grad im Januar. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt 1.070 mm pro Jahr, die relative Luftfeuchtigkeit 75-80%.

Der Park gliedert sich in verschiedene Vegetationszonen: Die alpine Vegetationszone zwischen 300 und 2.500 m ü. NN wird von eiszeitlichen Seen, Schwefelquellen und dichten Laubwäldern mit Eulen, Wanderfalken, Wölfen, Luchsen und Braunbären geprägt. In der subalpine Zone auf 2.500 bis 3.000 m ü. NN dominieren Steppen mit alpinen Kräutern. Dort sind Gämsen, Steinadler und Lämmergeier zu Hause. Größter See des Nationalparks ist der Schawiklde See, mit 14 Metern Tiefe und einer 21-Hektar-großen Oberfläche. Nahe der aserbaidschanischen Grenze, in der Mazimi-Schlucht liegt die mittelalterliche Tamara-Festung (auch Matschi-Festung).

Insgesamt wachsen im Park knapp 1.500 verschiedene Pflanzenarten. Hinzu kommen fast 40 verschiedene Säugetier-, 120 Vogel- und 13 Reptilien- vier Amphibien- und 1.300 Insektenarten.

Im Nationalpark sind Autos nicht erlaubt. Besucher können ihn erwandern oder auf Pferden reiten. Neben Zelten kann in einer Pension im Park und in der der Wetterstation Lagodechi auf 2.000 m ü. NN übernachtet werden. Die Parkverwaltung bietet geführte Touren inklusive Übernachtungen und Reitpferden an. In der südlich des Parks gelegenen Stadt Lagodechi gibt es verschiedene Hotels, Restaurants und Cafés.

[Bearbeiten] Literatur

  • Giorgi Nakhutsrishvili: Forêts vierges du réserve naturelle de Lagodekhi. O.O., o.J.

[Bearbeiten] Weblinks

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