Langschwarza

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Langschwarza (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Langschwarza
Langschwarza (Österreich)
Langschwarza (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmünd (GD), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Gmünd in Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schrems
Koordinaten 48° 46′ 37″ N, 15° 6′ 54″ OKoordinaten: 48° 46′ 37″ N, 15° 6′ 54″ Of1
Höhe 553 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 245 (1. Jän. 2023)
Fläche d. KG 9,4 km²
Postleitzahl 3944f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03666
Katastralgemeinde-Nummer 07228
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
245

BW

Langschwarza ist ein Ort und eine niederösterreichische Katastralgemeinde, die der Stadtgemeinde Schrems im Bezirk Gmünd angehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Langschwarza

Das Gemeindegebiet von Langschwarza umfasst 9,4 km² und wird von 303 Einwohnern[1] bewohnt.

Langschwarza grenzt direkt an Kurzschwarza, getrennt durch den Schwarzabach (Schwarzaha), an und liegt an der E49 (Waldviertler-Bundesstraße (B2)) zwischen Vitis und Schrems.

Der höchste Punkt von Langschwarza ist der Standort der Pfarrkirche Langschwarza mit 553 m ü. A.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine gesicherte Erstnennung ist durch eine Urkunde belegt, die 1429 anlässlich der Belehnung von Thomas, dem Richter von Schrems und seinen Brüdern Andre und Hans mit Zehentrechten in Swarcza ausgestellt wurde. 1499 verzeichnet das Schremser Urbar in „Schwartzbach“ 17 Lehen, 13 Hofstätten und eine Herberg „aufm Perg“.

Bis 1848 war der Schwarzabach die natürliche Grenze zwischen den Herrschaften Hirschbach, Kirchberg am Walde und Schrems.

Zum Ende des 16. Jahrhunderts umfasste die Herrschaft Schrems 35 Häuser in Schwarza, während 11 Häuser zur Herrschaft Hirschbach und 7 Häuser der Herrschaft Kirchberg gehörten. 1595 wurden die Anteile der Herrschaft Schrems an die Herrschaft Meires verkauft. Diese wiederum wurden im 17. Jahrhundert an die Herrschaft Hirschbach weiter veräußert. 1761 wurde Langschwarza wieder an die Herrschaft Schrems verkauft.

1751 wurde der Name Langschwarza erstmals urkundlich erwähnt. In der Ortsgemeinde Langschwarza schlossen sich 1850 Langschwarza, Kurzschwarza und Pürbach zusammen.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Langschwarza ein Drechsler, ein Gastwirt mit Gemischtwarenhandel, ein Schmied, eine Schneiderin, ein Schuster, eine Sparkasse, drei Tischler, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.[2]

Die Ortsgemeinde Langschwarza schloss sich 1972 der Stadt Schrems an.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 5. Band: Herrschaft Drosendorf bis Strahlbach. Anton Benko, Wien 1840, S. 238 (Schwarza (Lang-)Internet Archive).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Langschwarza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. STATISTIK AUSTRIA (Hrsg.): Volkszählung vom 15. Mai 2001 – Schrems. Einwohner nach Ortschaften. 2009 (statistik.at [PDF; 100 kB; abgerufen am 31. Juli 2010]).
  2. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 335
  3. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 46. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 8. Juni 2022.