Longinus
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Longinus war nach dem Nikodemusevangelium jener römische Centurion, der Jesus nach dessen Tod einen Speer (Lanze) in die Seite gestochen haben soll (Joh 19, 34) und der nach dem Matthäusevangelium (27, 54) sowie dem Markusevangelium (15, 39) die Gottessohnschaft Jesu bezeugte.
[Bearbeiten] Taufe und Märtyrertod
Die Wundflüssigkeit soll sein Augenleiden geheilt haben. Er sammelte das mit Erde vermischte Blut, ließ sich taufen, verließ Palästina und verkündete in Mantua das Evangelium. Um einer Verfolgung zu entgehen, reiste er nach Caesarea in Kappadozien in der heutigen Türkei. Vor seiner Abreise aus Mantua vergrub er das Blut Christi. In Cäsarea soll er den Märtyrertod erlitten haben. Insofern wäre er Märtyrer im doppelten Sinne gewesen: im neutestamentlichen Sinne als einer der ersten Zeugen der Göttlichkeit Christi und im frühchristlichen Sinne als ein Mensch, der um des Bekenntnisses seines Glaubens willen unschuldig getötet wird.
Die Heilige Lanze, die seit dem frühen Mittelalter zu den Herrschaftsinsignien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, den Reichskleinodien, gehörte, wurde erstmals in einem päpstlichen Schreiben aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts mit der Lanze des Longinus identifiziert. Ab dem 14. Jahrhundert setzte sich diese Deutung offiziell durch.
Eine Statue des Longinus, geschaffen von Gianlorenzo Bernini, befindet sich in einer Kuppelpfeilernische im Petersdom.
In der christlichen Ikonographie bildet Longinus zusammen mit dem Schwammträger Stephaton häufig ein Paar zu beiden Seiten des Kreuzes.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Longinus |
| KURZBESCHREIBUNG | römischer Centurion, der Jesus nach dessen Tod einen Speer in die Seite gestochen haben soll |
| STERBEDATUM | 1. Jahrhundert |

