Singakademie
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Eine Singakademie - ursprünglich eine Besonderheit des deutschsprachigen Raums - bezeichnet eine größere gemischte Chorvereinigung, deren eigentlicher Zweck darin besteht, zunächst im internen Kreis große, bedeutende Musikwerke - meist Oratorien bekannter Meister - zu studieren, sich daran zu bilden und eine gehobene Geselligkeit zu pflegen. Die Veranstaltung von öffentlichen Konzerten war dabei eher zweitrangig.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es in vielen Städten Deutschlands zur Gründung von Singakademien. Die Bildung derartiger Vereinigungen stand im engen Zusammenhang mit der Entwicklung eines bürgerlichen Musiklebens. Die erste Singakademie (Sing-Akademie zu Berlin) gründete Carl Friedrich Christian Fasch im Jahre 1791.
Die Bezeichnung Singakademie ist ursprünglich mit der Historie dieses weltweit ersten gemischten Chores verbunden und entstand, nachdem die Berliner Chorvereinigung unter Fasch ihren Probenraum 1793 in die Königliche Akademie der Künste verlegte.
Weitere gemischte Chöre, die die Bezeichnung Singakademie übernahmen, entstanden u. a. in Leipzig (1802), Dresden (1807), Halle & Hamburg (1814), Frankfurt am Main (1818), Breslau (1825) und Wien (1858).
Es existieren heute folgende bedeutende Singakademien im deutschsprachigen Raum:
- Berliner Singakademie von 1963
- Frankfurter Singakademie, (Frankfurt am Main)
- Linzer Singakademie
- Mainzer Singakademie
- Singakademie Halle
- Rostocker Singakademie
- Sing-Akademie zu Berlin von 1791
- Singakademie Chemnitz
- Singakademie Dresden
- Singakademie Frankfurt (Oder)
- Singakademie Stralsund
- Wiener Singakademie
Singakademie oder Sing-Akademie ist zudem - wegen des Bezugs auf Erbauer und Eigentümer Sing-Akademie zu Berlin - eine oft verwendete Bezeichnung für das Gebäude, in dem heute in Berlin das Maxim-Gorki-Theater Berlin residiert.

