Tiefenökologie

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Tiefenökologie (engl. deep ecology) ist eine spirituelle, naturphilosophische Ausdrucksform des Biozentrismus, der den Menschen als Teil der Ökologie/Erde und nicht als außenstehendes Objekt sieht. Entsprechend dem Biologismus geht damit die Erklärung der Wirklichkeit, insbesondere menschlicher Verhaltensweisen und gesellschaftlicher Zusammenhänge, im wesentlichen oder ausschließlich unter Zuhilfenahme biologischer Gesetzmäßigkeiten einher.

Leitgedanke ist die Vereinigung von Denken, Gefühl, Spiritualität und Handlung. Der Mensch soll sich insbesondere seiner Rolle als „Bewahrer“ oder „Zerstörer“ seiner eigenen Welt bzw. Lebensgrundlage bewusst werden. Man soll weg von oberflächlichen Antworten (bezüglich ökologischer und sozialer Probleme), hin zu „tieferen“ Fragen nach möglichen Veränderungen menschlicher Lebensart. Was kann jeder ändern, was ihm persönlich und der ganzen Welt zugute kommt.

Grundideen der Tiefenökologie-Bewegung sind

Als Begründer der Bewegung gilt der norwegische Philosoph Arne Næss (1912-2009), der den Begriff deep ecology ab 1973 im oben genannten Kontext verwendete.

Eine psychologische Variante der Tiefenökologie hat Theodore Roszak in seinem Buch Ökopsychologie – Der entwurzelte Mensch und der Ruf der Erde (1994) entwickelt. Mit der Forderung nach „biosphärischer Gleichheit“ ist der Gedanke einer Empathie für alles Lebendige verbunden. Die Vorstellung, der Mensch befinde sich lediglich in einer Umwelt, wird zurückgewiesen. Die Tiefenökologie sieht nach Roszak „die Wurzel des ökologischen Übels in unserer unausrottbaren Überzeugung, dass Menschen jenseits der Natur und über der Natur stehen, sei es als Herr oder als Wächter“. Als Teildisziplin der Psychologie und Ökologie, überhaupt mit interdisziplinärem Bezug und in Verbindung zu einer neuen Kosmologie, intendiert die tiefenökologische Psychologie, die historisch entstandene Kluft zwischen psychologischer und ökologischer Betrachtungsweise zu schließen und einen neuen Vernunftbegriff zu begründen, der im Zusammenhang mit der Gaia-Hypothese den Standpunkt der nichtmenschlichen Natur einnimmt und den Anthropozentrismus überwindet.

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[Bearbeiten] Literatur

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