Zeitmaschine
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Auto als Zeitmaschine in Zurück in die Zukunft
Eine Zeitmaschine ist eine Maschine zur Durchführung von Zeitreisen. Derartige Maschinen, die ein beliebiges Vor- und Zurückbewegen in der Zeit erlauben sollen, sind Fiktionen: Zwar sind unter Ausnutzung der Zeitdilatation Zeitreisen in die Zukunft nach heutigem Wissen machbar, doch die Konstruktion einer Maschine, die eine Reise in die Vergangenheit vollbringt, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht möglich. Zeitmaschinen sind ein beliebtes Thema der Science-Fiction.
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[Bearbeiten] Beispiele in der Science-Fiction-Literatur
- Der erste Roman, der das Thema behandelte, war Die Zeitmaschine von H. G. Wells.
- In dem Buch 1227 Verschollen im Mittelalter von Pete Smith kreisen gegenläufige Laserstrahlen in einem Bose-Einstein-Kondensat. Die Zeitreisenden sitzen gemütlich auf einem Sofa. Diese Zeitmaschine beruht auf den Forschungen von Ronald Mallett und Lene Hau. Die gegenläufig kreisenden Laserstrahlen erzeugen eine Krümmung der Raumzeit.
- In der Buchreihe Justin Time von Peter Schwindt steht man im „Zeitportal“ auf einem Gravitationsfeld, das den Deckel eines Wurmlochs bildet. Dieses Wurmloch wird durch ein in einer Glaskugel gefangenes Schwarzes Loch geöffnet. Es wird mehrfach betont, dass die Realisierung von Zeitmaschinen erst nach der Entwicklung der allgemeinen Feldtheorie möglich wurde.
Ab dem vierten Band Verrat in Florenz gibt es portable Zeitmaschinen, Wells-Aggregate genannt. Diese können auf die Zeitreise mitgenommen werden, was die Rückkehr bedeutend erleichtert. Zudem können diese Zeitmaschinen als Teleporter verwendet werden.
- Im Roman Briefe in die chinesische Vergangenheit von Herbert Rosendorfer verwendet ein Mandarin aus dem 10. Jahrhundert eine im damaligen Kaiserreich China konstruierte Zeitmaschine, um sich tausend Jahre in die Zukunft zu versetzen. Diese Zeitmaschine transportiert aber jeweils nur einen Menschen; auch die Reisetasche darf nicht zu schwer sein, sonst bleibt der Zeitreisende womöglich unterwegs stecken. Die Zeitreise erfolgt abrupt und ohne Zeitverlust. Wegen der Erdrotation sind jedoch der Ort des Aufbruchs und der Ankunftsort verschieden. Der Zeitreisende kann sich mittels „Zeitreisepapier“, das an einem Kontaktpunkt niedergelegt wird (und wie von Geisterhand entschwindet), mit seiner „Zeitheimat“ verständigen – woher die Energie für die Zeitreise stammt, wird in dem Roman nicht genau gesagt.
[Bearbeiten] Beispiele im Science-Fiction-Film
Siehe auch: Science-Fiction-Film
- H. G. Wells Roman wurde 1960 mit dem Titel Die Zeitmaschine verfilmt.
- In der Filmtrilogie Zurück in die Zukunft spielt der Fluxkompensator (flux capacitor, wörtl. eigentlich „Flusskondensator“, nicht „-kompensator“) eine wesentliche Rolle. Er ist untergebracht in einem Fahrzeug der Marke De Lorean, Modell DMC 12. Die nötige Leistung von 1,21 Gigawatt für eine Zeitreise liefert eine Kernspaltung, wofür die Zeitmaschine Plutonium benötigt. Nach einen Umbau im Jahr 2015 wird die Energie von einem mit Abfall betriebenen Fusionsgenerator geliefert.
- Zeitreisen sind ein zentrales Thema in den Spielfilmen der Terminator-Reihe. Hier wird eine Kampfmaschine aus der Zukunft in die Vergangenheit geschickt, um eine wichtige Person der Geschichte zu eliminieren oder – im zweiten und dritten Teil der Reihe – zu beschützen.
- Im Roman Timeline von Michael Crichton bedient man sich der Quantenmechanik, um durch die Zeit zu reisen. Allerdings können durch die Reise physische und psychische Schäden verursacht werden, wenn die Programmierung nicht fehlerfrei ist.
- 2006 entstand der niederländische Jugendfilm Kreuzzug in Jeans nach dem gleichnamigen Roman von Thea Beckman. Hier fährt ein Jugendfußballspieler in die Vergangenheit, um ein Fußballergebnis zu verändern, landet aber im Mittelalter mitten in einem Kinderkreuzzug.
- 2006 verarbeitete Michael Bully Herbig eine couchähnliche Zeitmaschine in seinen Comedy-Film (T)Raumschiff Surprise.
- Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit ist eine US-Komödie aus dem Jahr 1988, die die verrückten Zeitreisen von zwei Jugendlichen mit einer Zeitmaschine in Form einer Telefonzelle beschreibt.
[Bearbeiten] Literatur zum Thema
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- Für philosophie Fachliteratur siehe Zeitreise
- Paul Nahin: Time Machines: Time Travel in Physics, Metaphysics, and Science Fiction. AIP Press, ISBN 0-387-98571-9.
- Populäre Literatur
- F. Blask und A. Windhorst: Zeitmaschinen – Mythos und Technologie eines Menschheitstraums. Atmospharenverlag, ISBN 3-86533-020-7.
- Paul C. W. Davies: So baut man eine Zeitmaschine - eine Gebrauchsanweisung. Piper, München 2004, ISBN 3-492-04527-8
- J. Richard Gott: Zeitreisen in Einsteins Universum. Rowohlt, ISBN 3-499-61577-0.
- Michio Kaku: Die Physik des Unmöglichen - Beamer, Phaser, Zeitmaschinen. Rowohlt, Reinbek 2008, ISBN 978-3-498-03540-2
- Jim Al-Khalili: Schwarze Löcher, Wurmlöcher und Zeitmaschinen. Elsevier, ISBN 3-8274-1567-5.
- Stefan Thiesen: Trek Science – mit Warpgeschwindigkeit in die Zukunft? MindQuest, Selm 2001, ISBN 978-3837072952.
- Rüdiger Vaas: Tunnel durch Raum und Zeit. Franckh-Kosmos, ISBN 3-440-09360-3.
[Bearbeiten] Weblinks
- John Earman, Christian Wüthrich: „Time Machines“ in der Stanford Encyclopedia of Philosophy (englisch, inklusive Literaturangaben)
- Christian Wüthrich: Zeitreisen und Zeitmaschinen, in: Thomas Müller (Hg.): Philosophie der Zeit: Neue analytische Ansatze, Frankfurt a.M.: Klostermann 2007, 191-219.

