Zitterrochen

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Zitterrochen
Kalifornischer Zitterrochen  (Torpedo californica)

Kalifornischer Zitterrochen (Torpedo californica)

Systematik
Klasse: Knorpelfische (Chondrichtyes)
Unterklasse: Plattenkiemer (Elasmobranchii)
ohne Rang: Neoselachii
ohne Rang: Rochen (Batoidea)
Ordnung: Zitterrochenartige (Torpediniformes)
Familie: Zitterrochen
Wissenschaftlicher Name
Torpedinidae
Bonaparte, 1838

Die Elektrischen Rochen, Torpedorochen oder Zitterrochen (Torpedinidae) sind eine Familie innerhalb der Ordnung der Rochen.

Zitterrochen verfügen über ein elektrisches Organ (Elektroplax) aus umgewandelten Muskeln, mit dessen Hilfe sie Beutefische durch elektrische Entladungen von 60 bis 230 V und über 30 Ampere lähmen können. Taucher vergleichen das Gefühl eines solchen Unterwasser-Elektroschocks mit dem eines sehr kräftigen Faustschlags. Taucher könnten dadurch bewusstlos werden, allerdings gibt es bis jetzt keine bestätigten Berichte über derartige Fälle.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verbreitung

Zitterrochen leben küstennah und küstenfern in allen gemäßigten und tropischen Meeren. Sie halten sich meist in Tiefen von 1 bis 250 m auf. Einige Arten, wie der Atlantische Zitterrochen (auch als Schwarzer Zitterrochen, Torpedo nobilana, bezeichnet) kommen auch in größeren Tiefen von bis zu 600 m vor.

[Bearbeiten] Arten

Die Familie der Zitterrochen umfasst 23 Arten. Die wahrscheinlich bekanntesten sind der Marmor-Zitterrochen (Torpedo marmorata), der Bogenstirn-Zitterrochen (Torpedo panthera), sowie der Gefleckte Zitterrochen (Torpedo torpedo), der die häufigste Spezies der Zitterrochen darstellt. Der größte Vertreter der Zitterrochen ist der Atlantische Zitterrochen (Torpedo nobiliana), der eine Länge von bis zu 1,80 m erreicht. Die Gattung Hypnos ist monotypisch und enthält nur die Art Hypnos monopterygium, die in Tiefen bis 240 Metern an der Australischen Küste lebt.

Torpedo fuscomaculata
Torpedo sinuspersici

[Bearbeiten] Kulturgeschichtliches

Platon lässt Menon in seinem gleichnamigen Dialog den Sokrates mit einem Zitterrochen vergleichen: Wie dieser betäube Sokrates alle, die sich ihm nähern. Mit der Betäubung ist das Hineinführen in Aporie gemeint (vgl. Menon 80a-c u. 84b-c).

Bereits im Jahre 76 nach Christus soll Pedanios Dioscurides versucht haben, über 'Elektrostimulationen' durch die Entladungen des Fisches epileptische Anfälle zu behandeln.

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Zitterrochen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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