Burgstall Tollberg

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Burgstall Tollberg
Lageplan von Burgstall Tollberg auf dem Urkataster von Bayern

Lageplan von Burgstall Tollberg auf dem Urkataster von Bayern

Alternativname(n) Dollberg, Thalberg
Staat Deutschland
Ort Siegsdorf-Traundorf-„Tollberg“
Entstehungszeit Hoch- oder spätmittelalterlich
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Burgstall, Wall- und Grabenreste
Geographische Lage 47° 50′ N, 12° 39′ OKoordinaten: 47° 50′ 18,9″ N, 12° 38′ 38,7″ O
Höhenlage 630 m ü. NHN
Burgstall Tollberg (Bayern)
Burgstall Tollberg (Bayern)

Der Burgstall Tollberg, auch Dollberg oder Thalberg genannt, bezeichnet eine abgegangene Spornburg auf einem 630 m ü. NHN hohen Sporn des „Tollberges“ etwa 1000 Meter südlich am Traunhochufer bei Traundorf, einem Ortsteil der Gemeinde Siegsdorf im Landkreis Traunstein in Bayern.[1] Heute ist die Stelle als Bodendenkmal D-1-8141-0078 mit der Bezeichnung „Burgstall des hohen oder späten Mittelalters ("Lenzisburg")“ vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erfasst.[2]

Erbaut wurde die Burg Tollberg während des Hoch- oder des Spätmittelalters, im Zeitraum zwischen den Jahren 1180 und 1195 wurde mit „Siboto von Toleberch der Wahe“ eine sich nach der Burg benennende Adelsfamilie erwähnt.[3]

Von der Burg, einer ausgeprägten Abschnittsbefestigung zwischen der Traun und der Schlucht des Tollberger Grabens mit dreifacher Wall-Graben-Anlage, ist nur noch die dreiseitig steil abfallende und dreieckige Burgfläche erhalten.

  • Gotthard Kießling: Die Burgen und Schlösser im Landkreis Traunstein. In: Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern e. V. (Hrsg.): Burgen im Alpenraum. (= Forschungen zu Burgen und Schlössern. Band 14). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-760-9, S. 77.
  • Michael W. Weithmann: Inventar der Burgen Oberbayerns. 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Herausgegeben vom Bezirk Oberbayern, München 1995, S. 260.

Einzelnachweise

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  1. Lage des Burgstalles im Bayern Atlas
  2. Denkmalliste für Siegsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 150 kB)
  3. Michael W. Weithmann: Inventar der Burgen Oberbayerns, S. 260.