Anthropogen

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Der Begriff anthropogen (vom griechischen anthropos = Mensch und von genese = Erzeugung/Erschaffung) bezeichnet alles vom Menschen Beeinflusste, Verursachte oder Hergestellte. So sind z. B. Kunststoffe anthropogen, da sie nur existieren, weil sie vom Menschen hergestellt werden und nicht in der Natur vorhanden sind.

Kalkmagerrasen als Bestandteil anthropogener Landschaften

Bei Eingriffen des Menschen in die Umwelt und bei vom Menschen verursachten Umweltproblemen wird häufig der Begriff anthropogen verwendet, z. B.

Als Gegensatz zu anthropogen wird häufig der Begriff natürlich verwendet. Viele Einflüsse auf die Umwelt können sowohl anthropogen als auch natürlich bedingt sein, wobei eine eindeutige Abgrenzung nicht immer möglich ist. So kann ein Waldbrand beispielsweise sowohl durch Menschen als auch durch eine natürliche Ursache (z. B. Blitzschlag) verursacht worden sein.

Die insbesondere seit der Industrialisierung gestiegenen Bedürfnisse der Menschen in den sog. Industrieländern haben weltweit anthropogene Veränderungen bis hin zu Schädigungen von Ökosystemen bewirkt und auch zu einem Rückgang der Artenvielfalt und damit der Biodiversität geführt. Diese Zeit der menschlichen Einwirkungen wird auch Anthropozän genannt.

Die Bedürfnisse der Menschen haben verschiedene Einflüsse auf die Umwelt. So kann es zu anthropogen bedingten Veränderungen oder gar Schädigungen von Ökosystemen kommen, wodurch wiederum die Artenvielfalt verringert werden kann. Einige Einflüsse des Menschen führen aber auch direkt zu einer Verringerung der Artenvielfalt.

Anthropogene Veränderungen müssen aber nicht unbedingt zur Verringerung der Biotop- oder Artendiverstität führen. So entstehen durch extensive menschliche Nutzung Kulturlandschaften die eine Vielzahl von wertvollen Biotopen beherbergen. Die so entstandenen artenreichen Magerrasen sind auf Nutzung durch den Menschen angewiesen.

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