Benutzer:Chriz1978/Rückpumpkette (Ruhr)

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„Das Zauberwort heißt Strömung. Denn ohne sie finden die Fische gar nicht erst den Weg in den Lift. Die ersten Untersuchungen dazu liefen bereits im Sommer dieses Jahres und nun steht fest: Es könnte funktionieren. Gleich neben dem RWE-Wasserkraftwerk existiert im Wehr ein ehemaliges Rückpumpwerk, das Wasser in dürren Zeiten wieder Ruhr aufwärts pumpen sollte. Das ist heute nicht mehr notwendig. Und so könnte an dieser Stelle der Fischlift gebaut werden, denn die Strömungsverhältnisse dort sind zumindest vielversprechend.“

Janet Lindgens: Fischaufzug am Baldeneysee soll zwei Millionen Euro kosten. In: NRZ/WAZ. Essen 15. November 2013 (nrz.de [abgerufen am 4. Februar 2022]).

„Eine geeignete Stelle ist längst gefunden: Das Rückpumpwerk neben dem Wehr. Das wird seit Jahren nicht mehr genutzt. Früher sollte es Wasser aus dem Rhein nach Essen pumpen – über acht weitere Stationen. „Das mussten wir aber nur ein mal im Sommer 1959 machen“, sagt Knotte. Denn: Der Wasserverbrauch in Essen geht zurück – das Pumpwerk ist nicht mehr notwendig. Hier sollen stattdessen zwei Zylinder stehen: 8,70 Meter hoch mit einem Durchmesser von drei Metern.“

Julia Gresförder: Fischaufzug am Baldeneysee in Essen soll 2016 kommen. In: NRZ/WAZ. Essen 29. April 2015 (nrz.de [abgerufen am 4. Februar 2022]).

„Die Bauarbeiten am Fischaufzug sollen im Sommer beginnen, wenn die Sanierung einer Betonwand am ehemaligen Rückpumpwerk beendet ist. Letzteres sollte in früheren Jahren dazu dienen, im Notfall bei Niedrigwasser Wasser aus dem Rhein in die Ruhr zu pumpen. Inzwischen hält man dies beim Ruhrverband nicht mehr für erforderlich. Vor zwei Jahren wurde die Anlage demontiert. An gleicher Stelle sollen nun die beiden kommunizierenden Röhren installiert werden, jede davon ausgestattet mit einem Fahrkorb, so dass Fische nie vergebens nach einem Einlass suchen müssen.“

Marcus Schymiczek: Land rechtfertigt Millionen für Fischlift am Baldeneysee. In: NRZ/WAZ. Essen 7. Mai 2018 (nrz.de [abgerufen am 4. Februar 2022]).

„1959: Wieder einmal sorgt ein Trockenjahr für Wasserknappheit, die dadurch verschärft wird, dass die Sorpetalsperre zur grundlegenden Beseitigung der Kriegsschäden vollständig entleert ist. Die Rückpumpkette in der Ruhr wird um drei Werke bis Bochum-Dahlhausen erweitert. Zur Fertigstellung der im Bau befindlichen Rückpumpwerke Winz, Hattingen und Blankenstein und der geplanten Werke Herbede I und Herbede II kommt es nicht mehr“

„Die Wasserversorgungsunternehmen an der Ruhr haben auf den gesunkenen Wasserbedarf reagiert und seit 1980 mehrere Wassergewinnungen stillgelegt (u. a. Ergste, Steele, Sundern, Stiepel, Soest, Westhofen II). Ebenso wurde eine vom Ruhrverband betriebene Rückpumpkette aufgegeben, die in Trockenzeiten Wasser aus dem Rhein ruhraufwärts bis Essen-Horst förderte, um die Wasserführung an der unteren Ruhr zu stützen.“

„Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister rief daher im Herbst 1947 einen Ausschuss der Ruhrwasserwerke ins Leben, der nach Auswegen aus der Notlage suchen sollte. Die Leitung des Gremiums, aus dem später die Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) hervorging, übertrug er Gelsenwasser-Direktor Fritz Imhoff. Mittel zur Linderung des akuten Wassermangels waren das Einspeisen von Wasser aus dem Wesel-Datteln-Kanal in die Wassergewinnungsanlagen in Haltern sowie das Rückpumpen von Rheinwasser in die Ruhr. Gelsenwasser sorgte mit dem Bau eines Pumpwerks in Horst für die Verlängerung der Rückpumpkette, sodass Rheinwasser bis zu den Wassergewinnungsanlagen in Altendorf (heute Essen-Burgaltendorf) gelangen konnte.“

Geschäftsbericht Gelsenwasser 2011

„Im Jahr 1965, als der Einstau der Biggetalsperre das zur Verfügung stehende Talsperrenvolumen auf einen Schlag um 40 Prozent vergrößerte, war der Durchbruch bei der Versorgungssicherheit geschafft. Auf Notmaßnahmen wie das Rückpumpen von Wasser aus dem Rhein konnte seither verzichtet werden“

Geschäftsbericht Ruhrverband 2013

„Noch eine weitere investitionsintensive Baumaßnahme sollte in Trockenzeiten Abhilfe schaffen . Eine mit kapazitätsstarken Leitungen verbundene Kette von Rückpumpwerken, „Ruhrschlauch“ genannt, sollte es ermöglichen, Wasser aus dem Rhein in höhere Abschnitte der Ruhr zu pumpen . Schon im Trockenjahr 1911 gab es dafür erste Überlegungen und Vorbereitungen, 1929 wurde die Anlage erstmals in Betrieb genommen . Nach dem Zweiten Weltkrieg baute man bis zum Jahr 1950 weitere Staustufen . Die Pumpwerke befanden sich in Duisburg, Raffelberg, Kahlenberg, Kettwig, am Baldeneysee, in Spillenburg und bei Horst; weitere waren flussaufwärts geplant, wurden aber nie realisiert . Der Bergbau, für den eine ausreichende Wasserversorgung unverzichtbar war, unterstützte den Bau.“

S. 15

„Durch die in den 1930er-Jahren eingerichtete Pumpwerkskette war eine Notreserve zur Versorgung der Wasserwerke an der unteren Ruhr mit Wasser aus dem Rhein geschaffen worden, wenn in Zeiten ungewöhnlicher Trockenheit oder wegen dringend erforderlicher Reparaturarbeiten an den Sperrbauwerken der Talsperren im Sauerland nicht genügend Zuschusswasser aus den Talsperren zur Verfügung stand . Durch die Rückpumpkette konnte der Fluss im Bedarfsfall „rückwärts“ fließen . Litern pro Sekunde konnten im Bedarfsfall das Wasser über eine Höhe von 7,95 Meter zurück ins Oberwasser pumpen . Zuletzt war die Rückpumpwerkskette Duisburg, Raffelberg, Kahlenberg, Kettwig, Baldeney, Spillenburg und Steele-Horst im Trockenjahr 1959 im Einsatz . Mit dem Bau der Bigge-Talsperre 1965 als Bedarfswasserspeicher für das Flusssystem der Ruhr war die nur mit großen Aufwand zu betreibende Rückpump-Kette allerdings überflüssig geworden, so dass auch eine ursprünglich geplante Verlängerung aufwärts der Ruhr nicht realisiert wurde.“

S. 87