The Black Eyed Peas

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The Black Eyed Peas
The Black Eyed Peas bei einem Konzertwährend ihrer „Monkey-Business“-Tour 2006
The Black Eyed Peas bei einem Konzert
während ihrer „Monkey-Business“-Tour 2006
Gründung 1989 als Atban Klann
1995 als The Black Eyed Peas
Genre Alternative Hip-Hop
Website http://www.blackeyedpeas.com/
Gründungsmitglieder
Gesang Will.i.am
Gesang Apl De Ap
Gesang Dante Santiago (bis 1995)
Aktuelle Besetzung
Gesang Will.i.am
Gesang Apl De Ap
Gesang Taboo (seit 1995)
Gesang Fergie (seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
Gesang Kim Hill (1995-2000)

The Black Eyed Peas [ˌblækaɪdˈpiːz] (dt.: Augenbohne) ist eine Alternative-Hip-Hop-Band aus Los Angeles, USA.

Der Musikgruppe gelang nach dem Einstieg von Stacy Ferguson 2003 mit ihrem dritten Album „Elephunk“ der Durchbruch beim Massenpublikum und konnte auch mit dem 2005 erschienenen Monkey Business große Erfolge feiern. Beide Alben erhielten aufgrund ihrer Verkaufszahlen Platin-Auszeichnungen.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Musikalische Karriere

[Bearbeiten] Anfänge

Nach ersten gemeinsamen Auftritten rund um Los Angeles unterzeichneten die Gründungsmitglieder Apl De Ap, Will.i.am und Dante Santiago 1989 unter dem Namen Atban Klann (A Tribe Beyond A Nation) ihren ersten Plattenvertrag bei Ruthless Records, dem Plattenlabel des früheren Rappers Eazy-E. Das innerhalb mehrerer Jahre zusammen erarbeitete Studioalbum sollte jedoch nie seinen Weg in die Plattenläden finden; die generell positiven Texte des Trios passten nach Ansicht der Vorsitzenden nicht zum Image von Ruthless Records.

Mit dem AIDS-Tod von Eazy-E im Sommer 1995 wich auch die Besetzung Atban Klanns erstmals einer Wandlung. Santiago verließ die Band und wurde von dem Mexikaner Jamie Gomez (später Taboo) ersetzt; mit der Backgroundsängerin Kim Hill stieß die erste weibliche Interpretin zur Band hinzu, welche sich von nun an The Black Eyed Peas nannte. Im Gegensatz zum überaus populären Gangsta Rap zur damaligen Zeit machte die Band sich Mitte der 1990er neben Ozomatli und Jurassic 5 vor allem als reiner Live-Act auf lokaler Ebene einen Namen.

Will.i.am, Apl De Ap und Taboo live im Jahr 2001

1997 gelang es der Band schließlich, einen zweiten Plattenvertrag bei Interscope Records zu unterzeichnen. Nur ein Jahr später erschien mit Behind The Front das Debütalbum der Band. Die Platte entwickelte sich zu einem bescheidenen Erfolg, fuhr der Gruppe jedoch auch Lob für ihre alternative Interpretation von Hip-Hop ein, zu der auch die Singles Joints & Jam und Fallin' Up zählten. 2000 veröffentlichte Interscope schließlich das ähnlich erfolgreiche Nachfolgewerk Bridging The Gap, welches mit der Macy-Gray-Kollaboration Request + Line auch erste kommerzielle Erfolge hervorbrachte.

[Bearbeiten] Elephunk

2003 stieß nach dem Ausscheiden von Kim Hill die Sängerin Stacy „Fergie“ Ferguson zu The Black Eyed Peas. Obwohl Ferguson zunächst nur als Gastinterpretin eingeplant war, überredeten Will.i.am, Apl De Ap und Taboo sie später, der Band als vollwertiges Mitglied beizutreten. Zeitgleich veröffentlichte die Band mit Elephunk nicht nur ihr bereits drittes, sondern ihr bis dato auch erfolgreichstes Album. Die Platte verkaufte sich weltweit mehr als 7 Millionen Mal und machte das Quartett innerhalb weniger Monate zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Acts des Jahres.

Mit den ausgekoppelten Singles Shut Up, Hey Mama und Let’s Get It Started hielt man sich indes bis Ende 2004 regelmäßig in den oberen Charträngen. Insbesondere aber die erste Single Where Is The Love?, eine Kollaboration mit Justin Timberlake, trug maßgeblich zum Erfolg des Albums bei, entwickelte sich der Anti-Kriegs-Song doch geradewegs zu einem weltweiten Hit, der in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und einer Reihe weiterer Nationen unmittelbar Platz 1 der Singlecharts erreichte. Letztlich wurde der Song sogar mit zwei Grammy-Nominierungen bedacht, darunter in der Kategorie Record of the Year.

[Bearbeiten] Monkey Business

2005 veröffentlichte die Band ihr viertes Album Monkey Business. Die Platte übertraf den Erfolg der Vorgänger mit 10 Millionen verkaufter Einheiten ein weiteres Mal und bescherte The Black Eyed Peas auch in den USA den langersehnten Durchbruch. Mit Don't Phunk With My Heart, Don't Lie, My Humps und Pump It verbuchte die Gruppe indes vier weitere Top-10-Hits bzw. regionale Nummer-1-Hits. Für Don't Phunk With My Heart, Don't Lie, My Humps und Gone Going wurden sie insgesamt für fünf Grammys nominiert, wobei sie zwei gewannen. Im Jahr 2005 startete die Monkey-Business-Tour, bei der die Band auf der ganzen Welt in ausverkauften Hallen spielte.

Im Juni 2006 veröffentlichten The Black Eyed Peas gemeinsam mit Labelkollege Sergio Mendes schließlich eine Neuinterpretation des Klassikers Mas Que Nada. Die von Will.i.am produzierte Neuauflage entwickelte sich im Laufe des Sommers insbesondere in Europa zu einem weiteren Erfolg für die Band, deren Mitglieder sich in der Zeit danach in erster Linie auf Soloprojekte konzentrierten.

[Bearbeiten] The E.N.D.

Das fünfte Studioalbum der Black Eyed Peas The E.N.D. (Abkürzung für The Energy Never Dies) erschien am 5. Juni 2009. Als erste Single wurde vorab Boom Boom Pow veröffentlicht, das erneut international zu einem Hit avancierte.

Musikkritiker werten die fortgeführte Entwicklung der Band von einer „einstmals interessanten Crew“[2] hin zu einer „radiotauglichen“[3] Mainstream-Popgruppe[4] eher negativ.[5] Das partytaugliche Album werde zwar sicherlich kommerziell erfolgreich sein[4], die Texte aber seien „sinnentleert“, die Auto-Tune-Gesänge schon längst „überstrapaziert“.[2]

[Bearbeiten] Bandmitglieder

[Bearbeiten] Will.i.am

Will.i.am wurde am 15. März 1975 unter dem Namen William Adams in Los Angeles geboren. Neben seiner Arbeit als Mitglied von The Black Eyed Peas ist er auch als Produzent für andere Künstler tätig, besitzt eine eigene Modemarke und ist politisch aktiv. Auch als Solokünstler feierte er Erfolge.

[Bearbeiten] Apl De Ap

Apl De Ap wurde am 28. November 1974 in Angeles City/Philippinen geboren. Sein richtiger Name ist Allen Pineda-Lindo. Apl wurde gleich nach seiner Geburt in Manila adoptiert. Mit seiner Adoptivmutter Christina Pineda kam er mit 14 Jahren nach Los Angeles. Als er 17 war, suchte er auf eigene Faust seine leibliche Mutter und fand sie schließlich in Manila.

[Bearbeiten] Taboo

Taboo wurde am 14. Juli 1975 in Los Angeles geboren. Sein richtiger Name ist Jamie Luis Gómez. Taboo ist ein Mexikaner mit Wurzeln in dem Chaconey-Stamm. 2005 war Taboo als Gast auf Ricky Martins Album Life beim Song Drop it on me vertreten.

[Bearbeiten] Fergie

Stacy Ann „Fergie“ Ferguson (* 27. März 1975) stieß 2002 zu den Black Eyed Peas; mit ihr stellte sich der große Durchbruch der Band ein. Sie ist mit einigen Soloprojekten beschäftigt und hat in Deutschland am 19. September 2006 ihr Album The Dutchess veröffentlicht. Als Schauspielerin war sie in verschiedenen Filmen wie zum Beispiel Poseidon und Grindhouse zu sehen.

[Bearbeiten] Sonstiges

Im Jahr 2006 erschien im Internet ein Video der chinesischen Playback-Boygroup Back Dorm Boys, in welchem sie das Lied Don’t Lie parodierten. Ein Jahr später folgte eine Parodie der Sängerin Alanis Morissette auf „My Humps.“

Im Vorwahlkampf für die US-Wahlen im November 2008 unterstützte die Band den Kandidaten der Demokraten Barack Obama mit den Songs Yes We Can und We Are The Ones.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Alben

Jahr Titel Chartplatzierungen[6] Verkäufe weltweit[7]
DE AT CH UK US
1998 Behind the Front
Erstes Studioalbum
129 300.000
2000 Bridging the Gap
Zweites Studioalbum
67 500.000
2003 Elephunk
Drittes Studioalbum
6 3 1 3 14 9.000.000
2005 Monkey Business
Viertes Studioalbum
1 2 1 4 2 11.000.000
2009 The E.N.D.
Fünftes Studioalbum
2 5 4 3 1 984.000+[8]

[Bearbeiten] EP

  • 2006 Renegotiations: The Remixes

[Bearbeiten] Singles

Jahr Titel Chartpositionen Verkaufszahlen[9] Album
DE AT CH US UK
1998 Joints & Jam 53 Behind the Front
2000 Weekends (feat. Esthero) 100 34 Bridging the Gap
2001 Request Line (feat. Macy Gray) 85 63 31
2003 Where Is the Love? 1 1 1 8 1 5.800.000[10] Elephunk
Shut Up 1 1 1 2 4.650.000
2004 Hey Mama 5 4[11] 3 23 6 2.100.000
Let's Get It Started 18 18 13 21 11 3.300.000
2005 Don’t Phunk with My Heart 8 5 3 3 3 6.000.000 Monkey Business
Don’t Lie 12 6 11 14 6 4.060.000
My Humps 4 6 3[12] 3 3 5.585.000
2006 Pump It 17 14 8 18 3 3.210.000
Mas Que Nada (feat. Sergio Mendes) 9 8 4 38 6 1.550.000 Timeless (Sergio Mendes)
2009 Boom Boom Pow 3 3 4 1 1 4.434.000+[13] The E.N.D.
Imma Be 50 -
I Gotta Feeling 7 11 1 39 741.000 +[14]

[Bearbeiten] DVDs

  • 2004: Behind the Bridge to Elephunk
  • 2005: Live 8 - One Day One Concert One World
  • 2006: Live from Sydney to Vegas

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Jahr Award Kategorie Genre Song/Album
2005 Grammy Best Rap Performance by a Duo or Group Rap Let's Get It Started
2005 EMA Best Pop Artist
2006 Grammy Best Rap Performance by a Duo or Group Rap Don't Phunk With My Heart
2005 NRJ Internationales Album des Jahres Elephunk
2006 VMA Best Hip-Hop Video Hip-Hop My Humps
2006 NRJ Internationales Album des Jahres Monkey Business
2006 NRJ Internationale Gruppe des Jahres
2007 Grammy Best Pop Performance by a Duo or Group Pop My Humps

[Bearbeiten] weitere Auszeichnungen

  • 2003 - Bravo Otto in Gold in der Kategorie HipHop International
  • 2004 - Bravo Otto in Silber in der Kategorie HipHop International
  • 2005 - Bravo Otto in Bronze in der Kategorie HipHop International

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. musikindustrie.de: Gold/Platin-Datenbank
  2. a b Dani Fromm auf laut.de über „The E.N.D“, Juni 2009
  3. burnermag.ch: „Review: Black Eyed Peas - The E.N.D. (The Energy Never Dies)“, 8. Juni 2009
  4. a b The L.A. Times music blog: „Album review: Black Eyed Peas' 'The E.N.D.'“, 2. Juni 2009
  5. newsday.com: „Music review - The Black Eyes Peas' The E.N.D“, 8. Juni 2009
  6. Chartquellen: DE AT CH UK US
  7. http://www.worldwidealbums.net/
  8. http://www.mediatraffic.de/albums.htm
  9. Index
  10. http://www.mediatraffic.de/singles-2003.htm
  11. >
  12. The Black Eyed Peas - My Humps - swisscharts.com
  13. http://www.mediatraffic.de/tracks-week25-2009.htm
  14. http://www.mediatraffic.de/tracks-week25-2009.htm
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