Diskussion:GNU/Linux-Namensstreit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] (K)Ubuntu & Co.
Wird diese namensproblematik nicht etwa mit dem Begriff Ubuntu aufgehoben? Ubuntu basiert doch auf Gnu/Linux, oder?
Gruß Dr.Ummer (nicht signierter Beitrag von 193.174.238.115 (Diskussion | Beiträge) 13:44, 20. Jul 2009 (CEST))
[Bearbeiten] glibc
@Liquidat: ich denke, die Tatsache, dass fast alle GNU/Linux Programme von der glibc abhängig sind, sollte im Sinne des Namensstreites hervorgehoben werden. Torvalds sagt ja immer „nur weil ich den Compiler verwende...“. Aber andere Systeme, wie *BSD nehmen auch standardmäßig den GNU Compiler - aber sie haben eine eigene libc, eine eigene Shell, ein eigenes ls und so weiter... Da liegt der Unterschied; nicht beim Compiler, der beim fertigen System nichtmal beigefügt werden muss. --akf
- Bist du sicher, dass die Distributionen, die nicht mit dem gcc kompiliert werden, wie Red Flag Linux Intel C Compiler), auch von der glibc abhängen? Abgesehen davon finde ich, dass das schon im ersten Teil mit drin steckt: das eben sehr viel Software vom Gnu-Projekt mit drin steckt. Das umfasst meiner Meinung nach die meisten Bibliotheken, und ich sehe keinen Grund, warum man jetzt diese noch mal einzeln aufführen sollte. --Liquidat, Diskussion, 18:22, 25. Apr 2006 (CEST)
-
- Sicher bin ich natürlich nicht. Es spielt aber doch auch keine Rolle. Wenn es tatsächlich eine vollständige Linux Distribution geben sollte, die nicht primär auf dem GNU System aufsetzt (was mich sehr überraschen würde), dann wäre es okay, wenn man die nicht als GNU/Linux bezeichnet. Die meisten Distributionen enthalten aber weit mehr GNU Code als Linux Code. Und hier halte ich es für unangebracht GNU nicht zu erwähnen. Man sollte die Bestandteile meiner Meinung nach aufführen, weil der Anteil von GNU häufig sehr stark unterschätzt wird. Viele denken, „das sind ja nur ein paar Tools...“, sehen aber nicht, dass es sich um grundlegende Bestandteile handelt, ohne die Linux relativ nutzlos wäre. --akf 22:06, 25. Apr 2006 (CEST)
- Ich stimme akf da vollständig zu und unterstütze damit, dass seine Erweiterung wieder hergestellt wird. Zwar steht zu Beginn "... auch sehr viel Software des GNU-Projekts einsetzen.", aber das beeindruckt niemanden. Es müssen konkrete und glaubhafte Beispiele dafür genannt werden. Seine Nennung, sehr viele GNU-/Linux-Programme hingen von der glibc ab, finde ich sehr gut. -- Ri st 23:55, 25. Apr 2006 (CEST)
- Ich sage ja nicht, dass nicht sehr viel GNU-Software in den meisten Distributionen besteht, es ging mir nur darum, klar zu stellen, dass gerade die glibc, so wie ich es verstanden haben, nicht zwingend notwendig ist (siehe angebrachtes Beispiel). Ein ganz anderer Punkt ist dabei auch noch, dass die Einleitung möglichst knapp, übersichtlich und *neutral* gehalten werden sollte. Wenn man schon dort einzelne Punkte anspricht, findet eine vor-Wertung statt, die ja gerade mit diesem Artikel vermieden werden soll. Sonst kann man ja gleich alle Gründe reinschreiben, und das bringt es auch nicht. --Liquidat, Diskussion, 02:38, 29. Apr 2006 (CEST)
[Bearbeiten] Linus' Markenrechte / Revert von Holgers Änderung
@liquidat: Ich finde, dass Holger Recht hat. Das mit den Rechten mag ja stimmen, ist hier aber nicht wichtig. Holger meinte (du hast ihn in seiner Absicht nicht ganz verstanden, glaube ich), dass der Fakt, dass Linus das ganze OS Linux nennt, kein Argument dafür sei, dass ganze OS auch so zu nennen. Es ist ja nur (s)eine Meinung, und die hat ja (bzgl. des "Namensstreits") als Argument nicht mehr Gewicht als jede andere. Sonst müsste in der Tat auch als Argument für GNU/Linux genannt werden, dass rms es so nennt. Gruß -- Ri st 23:55, 25. Apr 2006 (CEST)
@Liquidat: Ich finde auch, dass die Rechte am Namen Linux hier keine Rolle spielen. Er kann zwar über die Nutzung verfügen, aber das heißt doch nur, dass ich jetzt meine neu Router-Modellreihe nicht Linux nennen darf, oder? Vielleicht kannst du uns das noch etwas besser erklären? --Thornard, Diskussion, 18:55, 26. Apr 2006 (CEST)
- Mir ging es bei dem Teil darum, dass Torvalds es eben auch verbieten dürfte, wenn er wollte, und dass er den Markennamen aber für den Bereich nutzt. Außerdem erachte ich es als sinnvoll, durchaus klar zu stellen, wie Torvalds die Situation sieht, da sich vieles ja auch um ihn dreht. --Liquidat, Diskussion, 02:38, 29. Apr 2006 (CEST)
-
- Ein eingetragenes Warenzeichen hat kein Definitionsmonopol zur Folge. Da RMS das GNU-Projekt gegründet hat und die FSF es heutzutage verwaltet, sind die Meinungen von RMS und der FSF viel relevanter als die von Linus Torvalds.
- „Giving the Linus Torvalds Award to the Free Software Foundation is a bit like giving the Han Solo Award to the Rebel Alliance.“ ─ Richard Stallman upon receiving the Linus Torvalds Award at Linuxworld, 1999.
- --Mms 22:56, 29. Jul. 2007 (CEST)
- Ein eingetragenes Warenzeichen hat kein Definitionsmonopol zur Folge. Da RMS das GNU-Projekt gegründet hat und die FSF es heutzutage verwaltet, sind die Meinungen von RMS und der FSF viel relevanter als die von Linus Torvalds.
[Bearbeiten] "andere Organisationen und Projekte" und "wichtig"
Was soll der Satz aussagen? Das ist eine klare Vor-Einflussnahme, die ohne reale, fassbare, neutrale Quellen in einer Einleitung schlichtweg nicht zu stehen hat. Die Zahl der Projekte, die den Namen nicht benutzen, ist ebenfalls zahlreich. Was soll das wieder einfügen?
Zum "wichtig": wie weit ist das vereinbar mit dem NPOV? Adjektive gerade solcher Art, die kaum zu fassen sind, sollten im besten Falle außen vor bleiben, im schlimmsten Falle mit neutralen Quellen belegt werden. Umgekehrt gefragt: was nützt einem Leser dieses Wort? --Liquidat, Diskussion, 00:54, 5. Mai 2006 (CEST)
[Bearbeiten] Das widerspricht doch dem eigentlichen Linux-Artikel
- "1991 veröffentlichte Linus Torvalds dann den Linuxkernel unter der GNU General Public License."
Korrekt ist: Linux wurde zu dieser Zeit noch unter einer eigenen Lizenz veröffentlicht, die die kommerzielle Nutzung verbot. Schnell merkte Torvalds aber, dass diese hinderlich war, und entschied sich dazu, allen Entwicklern möglichst großen Freiraum zu geben. Er stellte daraufhin 1992 Linux unter die GPL.
Also war die GPL weder die erste Lizenz noch wurde diese 1991 angewendet. (Vorstehender nicht signierter Beitrag stammt von 151.136.100.2 (Diskussion • Beiträge) Skyman gozilla 14:04, 19. Okt. 2006 (CEST))
[Bearbeiten] Argumente + Gegenargumente + Argumente für die Gegenseite?
Die Argumentstruktur dieses Artikels erschließt sich nicht: bei zwei klar abgegrenzten Meinungen ohne dritte Position gibt es keinen unterschied zwischen einem Argument der Gegenseite und einem Argument, dass gegen meine Seite spricht. Gegenargumente gegen Position A sind ganz automatisch Argumente für Position B. Alles andere erscheint komisch. --141.35.185.149 23:15, 19. Apr. 2007 (CEST)
- Das empfinde ich genauso. Mich haben die jeweiligen Gegenargumente ziemlich überrascht. Ich setze mal einen Überarbeiten-Baustein in diesen Teil. Mir ist klar, dass dies ein brisantes Thema ist, daher wäre es am besten, wenn sich jemand darum kümmert, dem die Sache am Herzen liegt. Andernfalls werde ich mich (von einem ziemlich neutralen Standpunkt her) daran machen. -- G.kunter 00:24, 18. Mai 2007 (CEST)
-
- So klar sehe ich das nicht. Gegenargumente gegen Position A sind ganz automatisch Argumente für Position B. Das setzt vorraus, dass es nur diese beiden Positionen gibt. --Thornard, Diskussion, 22:13, 19. Jul. 2007 (CEST)
- Ich hab mir der Sache mal angenommen. Die Gegenargumente sind jetzt direkt in den Argumenten für oder dagegen. Desweiteren habe ich zwei Aspekte, nämlich "A kommt nicht ohne B aus" sowie "nur den Namen GNU" gesondert herausgestellt. Ich denke das ist jetzt so ok, den Überarbeiten-Baustein habe ich entfernt. Über Meinungen wäre ich erfreut :) --Church of emacs Talk ツ 19:22, 31. Aug. 2007 (CEST)
- Ja, ich finde das so schon viel besser. Nur das "Strohmann-Argument" unter "Pro Linux" mit den Namenszusätzen verstehe ich so eigentlich noch nicht so ganz. Stallman sagt im verlinkten FAQ, dass es natürlich gerechtfertigt sei, das System "X11/GNU/Linux/whatsoever" zu nennen, man aber pragmatisch eine Grenze ziehen soll. Und da er GNU als Hauptentwickler sieht, muss diese pragmatische Grenze auf jeden Fall so gezogen werden, dass GNU mit dabei ist. Der Strohmann ist doch, dass niemand ein derartiges Ungetüm überhaupt vorschlägt, oder? --G.kunter 21:43, 21. Okt. 2007 (CEST)
- Genau. Das mit dem Ungetüm wäre eigentlich ein "Pro Linux"-Argument, weil keiner solch ein Ungetüm will, während "Linux" hingegen schön kurz ist. Aber das Ungetüm wird ja gar nicht vorgeschlagen, sondern es wird vorgeschlagen, nur die wichtigsten Bestandteile zu nennen. Und das sind eben GNU und Linux. Ich habe das Argument deshalb nach "Pro GNU/Linux" verschoben. --Tillmo 11:05, 22. Okt. 2007 (CEST)
- Ja, ich finde das so schon viel besser. Nur das "Strohmann-Argument" unter "Pro Linux" mit den Namenszusätzen verstehe ich so eigentlich noch nicht so ganz. Stallman sagt im verlinkten FAQ, dass es natürlich gerechtfertigt sei, das System "X11/GNU/Linux/whatsoever" zu nennen, man aber pragmatisch eine Grenze ziehen soll. Und da er GNU als Hauptentwickler sieht, muss diese pragmatische Grenze auf jeden Fall so gezogen werden, dass GNU mit dabei ist. Der Strohmann ist doch, dass niemand ein derartiges Ungetüm überhaupt vorschlägt, oder? --G.kunter 21:43, 21. Okt. 2007 (CEST)
[Bearbeiten] Der Kernel Linux war ursprünglich proprietär
Mir geht es um diesen Editwar. Freie Software, die unter einer Copyright-Lizenz steht, ist eine Erfindung des GNU-Projekts bzw. Richard Stallmans. Demnach gäbe es im fiktiven Fall, wenn Stallman nie geboren worden wäre, zwar eventuell einen Kernel namens Linux, aber er wäre sehr wahrscheinlich nicht freie Software. Torvalds stellte Linux (das ist der Kernel) zunächst unter eine proprietäre Lizenz. Später schlug er den Mitautoren vor, die Software unter der GNU GPL v2 zu lizenzieren. Auch die Unices waren in den 1980er Jahren proprietarisiert worden. Dass es heute auch freie Unices gibt, ist auch ein Erfolg von Stallmans Lobbyarbeit. Er sagt in seinem GNU/Linux FAQ ganz klar, dass es ohne ihn vermutlich keine freie Software geben würde:
„In dieser alternativen Welt gäbe es heute nichts vergleichbares wie das GNU/Linux-System, wahrscheinlich gäbe es überhaupt kein freies Betriebssystem. In den 1980ern versuchte niemand außer dem GNU-Projekt (und später Berkeley CSRG, die ausdrücklich vom GNU-Projekt gefragt worden waren, ihren Code frei zu geben), ein freies Betriebssystem zu entwickeln.“
– Richard Stallman: GNU/Linux-FAQ
Deswegen muss meine Version der Auflistung der Argumente wieder hergestellt werden. Es ist keine Bedingung zur Aufnahme der Argumente, dass Jeder jedes teilt. Die Argumente sind korrekterweise auch im Konjunktiv geschrieben. --Mms 16:08, 2. Dez. 2007 (CET)
- Genau richtig. Ob nicht vielleicht doch irgendjemand anderer freie Software „erfunden“ hätte, ist eine ganz andere Frage. Stallman glaubt das nicht; dies wird daher als Argument in Diskussionen geführt, also kommt es zu den Pro-GNU/Linux-Argumenten --Church of emacs ツ 18:24, 2. Dez. 2007 (CET)
Ich schon. Wäre es nicht "Linux" gewesen dann irgendjemand anders. Es gibt auch andere nicht-linux quelloffene Betriebssysteme, die Aussage trifft also so oder so nicht zu. Um es korrekt zu formulieren darf es nicht als Faktum darstehen, sondern müsste etwa als Zitat geschrieben werden, dass das jemands persönliche Meinung ist. Zu sagen dass es heute ohne Linux kein einziges freies Betriebssystem gäbe kann man nicht wissen, es sei denn jemand reist in die Vergangenheit, ändert die Geschichte und reist in den parallelen Zeitstrang zurück um uns davon erzählen zu können. --T0ast3r 19:16, 2. Dez. 2007 (CET)
- Von mir aus können wir irgendwas wie „nach Ansichten von XY“ hinzufügen, damit das klarer wird. Könnte man sich darauf einigen? --Church of emacs ツ 20:28, 2. Dez. 2007 (CET)

