Ferdinand Kobell
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Ferdinand Kobell (* 7. Juni 1740 in Mannheim; † 1. Februar 1799 in München) war ein deutscher Maler, Kupferstecher und Radierer.
[Bearbeiten] Leben
Ferdinand Kobell, Bruder von Franz Kobell, studierte anfangs in Heidelberg, bis er durch ein Landschaftsgemälde dem Kurfürsten von Bayern bekannt und durch denselben in den Stand gesetzt wurde, ausschließlich seiner Neigung zur Malerei zu leben. Er begab sich zur weiteren Ausbildung nach Paris und wurde 1798 Kabinettsmaler und Direktor der Galerie zu Mannheim. Er starb am 1. Februar 1799 in München. Sein Sohn ist der Maler und Radierer Wilhelm von Kobell, geboren am 6. April 1766 in Mannheim.
Seine Gemälde, meist in Berchems Manier gemalt, zeichnen sich durch effektvolle Behandlung, der ein glückliches Naturstudium zu Grunde liegt, wie durch fleißige Ausführung, feine radierte Blätter und durch Leichtigkeit der Darstellung aus. Von seinen etwa 300 Radierungen gab Frauenholz in Nürnberg 1809 eine Sammlung heraus unter dem Titel: "Oeuvre complet de F. K.", eine solche von 178 Blättern Kugler (Stuttg. 1842). Das Verzeichnis seiner Arbeiten verfasste S. v. Stengel (Nürnberg 1822).
In der Staatlichen Gemäldesammlung Aschaffenburg (Schloss Johannisburg) ist ein Aschaffenburg-Zyklus Kobells, bestehend aus Landschaftsbildern und Stadtansichten dauernd ausgestellt. Innerhalb dieses Bilderzyklus´ ergibt sich aus sechs Ölgemälden, die von unterschiedlichen Stockwerken und Fenstern des Schlosses Johannisburg aus gemalt sind, gewissermaßen ein 300-Grad-Panorama der Fluss- und Spessartlandschaft um Aschaffenburg: Es sind dies die Gemälde mit den Inventarnummern 6585 (Titel: Blick vom Aschaffenburger Schloss auf Marstall und Mainbrücke), 9802 (Mainbrücke bei Aschaffenburg, 6544 (Blick von Aschaffenburg auf Schloss Schönbusch), 6545 (Blick vom Aschaffenburger Schloss mainabwärts), 6587 (Blick vom Schloss in Aschaffenburg auf die Stadt gegen Norden) und 6546 (Blick von Aschaffenburg nach Goldbach).
Auf den Panoramacharakter dieser sechs Gemälde wird allerdings im Katalog nicht eigens hingewiesen. Auch erschließt sich der enge Zusammenhang dieser Gemälde dem Betrachter nicht auf den ersten Blick, weil sie an unterschiedlichen Wänden bzw. nicht in der entsprechenden Aneinanderreihung (siehe oben) aufgehängt sind.
Zum Aschaffenburg-Zyklus, der laut I. Coudenhove-Erthal ursprünglich aus 15 Gemälden bestand, zählen weiterhin die Gemälde mit den Inventarnummern 6586 (Titel: Oberer See im "Schönen Busch" bei Aschaffenburg, 9803 (Das Schloss in Aschaffenburg) und 9807 (Blick auf Aschaffenburg von Osten).
[Bearbeiten] Literatur
- Oeuvre complet de Ferdinand Kobell: peintre de la cour electorale bavaro-palatine et graveur a l'eau-forte; contenant 179 planches de paysages et de figures. Frauenholz, Nürnberg 1809.
- Stephan von Stengel: Catalogue Raisonné Des Estampes De Ferdinand Kobell. Riegel et Wiesner, Nürnberg 1822.
- Franz Kugler: Ueber Ferdinand Kobell und seine Radirungen. Göpel, Stuttgart 1842.
- Joseph August Beringer: Ferdinand Kobell: eine Studie über sein Leben und Schaffen. Hahn, Mannheim 1909.
- Ausstellung Ferdinand, Franz u. Wilhelm Kobell - Handzeichnungen, Aquarelle und Graphik. Städtisches Schlossmuseum Mannheim, Mannheim 1931.
- Dorothee Schweizer: Die Graphik von Ferdinand Kobell. Univ., Diss. Tübingen 1962.
- Margret Biedermann: Ferdinand Kobell: 1740 - 1799; das malerische und zeichnerische Werk. Galerie Margret Biedermann, München 1973.
- Brigitte Schad: Aschaffenburg im Spiegel alter Graphik. Stadt Aschaffenburg Stadt- u. Stiftsarchiv, Aschaffenburg 1990.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Ferdinand Kobell im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von Ferdinand Kobell bei Zeno.org
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kobell, Ferdinand |
| KURZBESCHREIBUNG | Maler, Kupferstecher |
| GEBURTSDATUM | 7. Juni 1740 |
| GEBURTSORT | Mannheim |
| STERBEDATUM | 1. Februar 1799 |
| STERBEORT | München |

