Hélène Cixous

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Hélène Cixous (* 5. Juni 1937 in Oran, Algerien) ist eine französische Schriftstellerin. Die Mutter, in Deutschland geboren, stammt aus einer aschkenasischen Familie, die Familie des Vaters, der früh verstirbt, ist sephardisch.

1955 kommt Cixous nach Frankreich, wo sie 1959 ihre agrégation besteht. Nach Stationen als maître de conférences an verschiedenen Universitäten in Bordeaux und Paris promoviert sie 1968 mit der Arbeit L'Exil de James Joyce ou l' art du remplacement. In Folge der Studentenproteste gründet sie mit anderen das experimentelle Studienzentrum in Vincennes (heute Paris VIII St. Denis), wo sie von nun an lehrt und 1974 ein Zentrum für Études Féminines gründet - das erste seiner Art in Europa.

Ihre Werke umfassen Romane, Theaterstücke und Dichtungen. Zentrale Themen ihrer sich an der Sprache abarbeitenden und mit der Sprache spielenden Schriften gestaltet sie in der Arbeit mit Psychoanalyse, Traum, Mythologie, wo sie Begriffe wie Identität, Liebe, Tod, Männlichkeit, Weiblichkeit, die Schrift, das Schreiben, den Körper schreibend berührt und nahezu 'umrührt', 'aufrührt'.

Diese Thematiken wurden in ihren Forschungsgruppen an der Universität weiterverfolgt, wo es unter anderem auch um Themen wie: das Imaginäre, den weiblichen Körper, Ausdrucksweise und Verbindungsweise von Trieb-Ökonomie und politischer Ökonomie geht, um Analyse und Praxis des Schreibens, um weibliche Schrift.

[Bearbeiten] Werke

  • Innen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1971.
  • Weiblichkeit in der Schrift. Berlin: Merve Verlag, 1980. ISBN 3-88396-014-4
  • Die schreckliche, aber unvollendete Geschichte von Norodom Sihanouk, König von Kambodscha. Köln: Prometh-Verl., 1988. ISBN 3-922009-90-5
  • Die unendliche Zirkulation des Begehrens. Berlin: Merve Verlag, 1977. ISBN 3-920986-90-3
  • Veils. Gem. mit Jacques Derrida (in engl. Sprache). Stanford University Press, 2001. ISBN 0-8047-3795-9
  • Voiles. Schleier und Segel, gem. mit Jacques Derrida (dt. Übersetzung von Markus Sedlaczek), Wien: Passagen Verlag, 2007. ISBN 978-3-85165-782-1
  • Benjamin nach Montaigne. Was man nicht sagen darf. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2008 (Originaltitel: Benjamin à Montaigne, übersetzt von Helmut Müller-Sievers), ISBN 978-3-85165-844-6.
  • Der Tag, an dem ich nicht da war. 1. Auflage. Passagen Verlag, Wien 2009 (Originaltitel: Le jour où je n'étais pas là, übersetzt von Esther von der Osten und Elisabeth Güde), ISBN 978-3-85165-878-1.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen