Hayflick-Grenze
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Die Hayflick-Grenze ist die begrenzte Anzahl von Zellteilungen, denen sich eine Zelle unterziehen kann, bevor das Telomer ihrer DNA zu kurz für weitere Teilungen wird und sie sich selbst tötet (Apoptose).
Benannt wurde sie nach Leonard Hayflick (* 1928), der sie 1965 entdeckte.[1] Mit seinem Beweis, dass sich normale menschliche Zellen (anders als beispielsweise Embryonalzellen) ca. 52-mal teilen, bevor schließlich die Zellalterung einsetzt, widerlegte er die herrschende Meinung nach Alexis Carrel, dass Zellen grundsätzlich unsterblich seien. Hayflick beobachtete die Verkürzung der Telomere durch jede Mitose, welche weiteren Zellteilungen ein natürliches Ende setzt. Die Menge an natürlichen Teilungen und damit die Hayflick-Grenze variiert von Spezies zu Spezies und bestimmt so ihre Lebenserwartung.
In jedem Zellverband des menschlichen Körpers finden sich sogenannte Stammzellen, von denen viele nicht von der Hayflick-Grenze beschränkt werden. Sie bilden das Enzym Telomerase oder nutzen andere Mechanismen zur Aufrechterhaltung der Länge der Telomere. Die Telomerase ist auch in Tumorzellen aktiv, was zu deren unkontrollierter Zellteilung führt.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ L. Hayflick: The limited in vitro lifetime of human diploid cell strains. In: Exp. Cell Res. 37/1965, S. 614–636. PMID 14315085
[Bearbeiten] Weblinks
- Cell immortality and cancer. (englisch)

