Heiligenbild

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Christus-Darstellung aus dem 6. Jahrhundert, Ausschnitt aus einem Mosaik in Sant'Apollinare Nuovo, Ravenna

Das zur sakralen Kunst gehörende Heiligenbild als die Abbildung Heiliger ist seit frühchristlicher Zeit nachweisbar. Es zählt zu den Devotionalien. Die ältesten als Heiligenbild zu bezeichnender Darstellungen fand man als Wandmalereien in Katakomben und frühchristlichen Basiliken. Später wurden Heilige auch auf Tafelbildern wiedergegeben, besonders auf Altarbildern von mit dem Grab eines Märtyrers in Verbindung stehenden Altären.

Seit dem Frühmittelalter waren die Kirchenväter bemüht, das Andenken an Heilige in Codices, also in Schriftrollen in Bildform festzuhalten. Eine frühe Tradition, Heiligenbilder zu malen, gab es in der Ostkirche in Form der Ikonen. Während des Ikonoklasmus oder Bilderstreit wurden im 8. und 9. Jahrhundert viele dieser Bilder zerstört. Nach Beilegung des Bilderstreits nahm man die Herstellung von Ikonen wieder auf. Ikonen werden auch heute noch nach tradtionellem Vorbild gemalt, vor allem in den Athosklöstern und in Russland.

Eine weitere Gattung ist hierbei das bereits genannte Altarbild, dass in den Kirchen im Mittelalter jahrhundertelang üblich war. Neben gemalten Heiligenbildern gibt es auch geschnitzte, gewebte und gestickte.

Eine in der römisch-katholischen Kirche entwickelte Variante des Heiligenbildes ist das Andachtsbild. Frühe Beispiele sind als Holzschnitte oder Kupferstiche ausgeführt. Großer Beliebtheit erfreuen sich Heiligenbilder kleinen Formats, die meist in Gebetbücher eingelegt werden (sogenannte Andachtsbildchen). Zudem wurden sie auch zur Buchillustration von Bibelausgaben verwendet.

In der katholischen Kirche zählen Heiligen- und Andachtsbilder zu den Devotionalien, zum Teil auch zu den Sakramentalien.

[Bearbeiten] SIehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen