Johanna Fischer

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Johanna (Jenny) Fischer: Selbstporträt um 1840

Johanna Fischer, auch Jenny Fischer und Jeny Fischer (geb. 4. Mai 1820 in Wien; gest. 20. April 1888 ebenda), verehelichte Johanna Edle von Strobach, war eine österreichische Malerin des Wiener Biedermeiers.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johanna Fischer wurde laut einer privaten Familienchronik in Wien IX., in der Alservorstadtkaserne am 4. Mai 1820 geboren. Sie war die Tochter von Dr. med. Carl Michael Fischer, k. k. Regimentsarzt und dessen Frau Theresia, geb. Meinong von Handschuchsheim. Am 9. August 1847 heiratete sie den späteren k. k. Statthaltereirat Friedrich Edlen von Strobach, mit ihm hatte sie vier Kinder. Am 20. April 1888 starb sie im Allgemeinen Krankenhaus, Alser Straße 4, in Wien.[1] Ihr Grab befindet sich in Wien am Hernalser Friedhof.[2]

Von Johanna Fischer sind in erster Linie Stillleben und Porträts bekannt. Ab 1840 nahm sie an den Akademieausstellungen zu St. Anna teil, wo sie neben Künstlern wie Franz Eybl, Joseph Nigg, Franz Xaver Petter Blumenbilder, Früchtestücke und Porträts ausstellte (vgl.[3]). „Neben Johanna Fischer signierte sie auch mit Jeny Fischer. Es ist wahrscheinlich, dass [...] sie Schülerin in der Privatklasse Waldmüllers war, da sie als Frau zu einem regulären Studium an der Akademie nicht zugelassen war und sich in ihrem Stil deutlich an Waldmüller anlehnte.“[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute bekannte Werke:

  • Stilleben mit Früchten (Abbildung in [5])
  • Selbstporträt (Privatbesitz)
  • Stillleben mit Rosen und Madonna[6]

In der Kunstausstellung der Österreichisch-Kaiserlichen Akademie der vereinigten bildenden Künste ausgestellte Werke (aufgelistet in [7]):

  • Früchtenstück
  • Rosen und Tauben
  • Weintrauben und Kaninchen
  • diverse Blumenbilder und Porträts

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Blumenstrauß für Waldmüller. Stilleben Ferdinand Georg Waldmüllers und seiner Zeit. Ausstellungskatalog. Österreichische Galerie, Belvedere, Wien, 10. März bis 31. Mai 1993; [anlässlich des 200. Geburtstages von Ferdinand Georg Waldmüller]. Österr. Galerie, Wien 1993.
  • Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Band 1. Selbstverlag, Wien 1973.
  • Werke der Kunstausstellung, welche die Oesterreichisch-kaiserliche Akademie der vereinigten bildenden Künste im Gebäude des k. k. polytechnischen Institutes im Jahre 1843 veranstaltet hat. Wien [1843].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiener Zeitung. 1. Mai 1888, S. 11, abgerufen am 12. April 2017.
  2. Friedhöfe Wien, Verstorbenensuche. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2016; abgerufen am 12. April 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.friedhoefewien.at
  3. Werke der Kunstausstellung, welche die Oesterreichisch-kaiserliche Akademie der vereinigten bildenden Künste im Gebäude des k. k. polytechnischen Institutes im Jahre 1843 veranstaltet hat, Wien.
  4. Ausstellungskatalog Ein Blumenstrauß für Waldmüller. Stilleben Ferdinand Georg Waldmüllers und seiner Zeit; Österreichische Galerie, Belvedere, Wien, 10. März bis 31. Mai 1993; [anlässlich des 200. Geburtstages von Ferdinand Georg Waldmüller]. Österr. Galerie, Wien 1993, S. 151.
  5. Ausstellungskatalog „Ein Blumenstrauß für Waldmüller“. S. 132–133.
  6. Abbildung und Provenienzbeschrieb bei artnet. Abgerufen am 18. April 2017.
  7. Werke der Kunstausstellung, welche die Oesterreichisch-kaiserliche Akademie der vereinigten bildenden Künste im Gebäude des k. k. polytechnischen Institutes im Jahre 1843 veranstaltet hat. S. 8, 10, 25, 27–28.