Kevin Rudd

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Kevin Rudd (2005)

Kevin Michael Rudd (* 21. September 1957 in Nambour, Queensland, Australien) ist ein australischer Politiker, ehemaliger Diplomat und seit Dezember 2007 der 26. Premierminister Australiens. Seit Dezember 2006 ist er Vorsitzender der Australian Labor Party.

Bei der Parlamentswahl vom 24. November 2007 gelang der Labor Party ein deutlicher Wahlsieg, und am 3. Dezember 2007 wurde Rudd als Nachfolger John Howards als 26. Premierminister Australiens vereidigt. Sein Kabinett umfasst 29 Ministerien. Rudd ist studierter Sinologe und spricht fließend Hochchinesisch.

Im November 2007 kündigte Rudd an, zu Beginn seiner Amtszeit eine förmliche Entschuldigung für die Kindsentführungen, Massaker und Misshandlungen an den australischen Aborigines seit der britischen Kolonialisierung 1788 vorzubringen.[1] Am 13. Februar 2008 machte er seine Ankündigung wahr und bat im Namen der australischen Regierung in einer Rede vor dem australischen Parlament für das während zwei Jahrhunderten angetane Unrecht um Entschuldigung.[2] Rudds Vorgänger John Howard hatte eine solche Entschuldigung stets abgelehnt.[3]

Die erste Amtshandlung seiner Regierung war die Ratifizierung des von seinem Vorgänger abgelehnten[4] Kyoto-Protokolls.[5]

Ein weiteres wichtigsten Anliegen Rudds ist die Verteidigungspolitik. Nach seiner Amtsübernahme beauftragte er seinen Verteidigungsminister Joel Fitzgibbon mit der Erstellung eines neuen Weißbuches, welches die Regierung am 2. Mai 2009 veröffentlichte. In diesem spiegelt sich unter anderem Rudds Wahlversprechen wider, den Verteidigungsetat des Landes dauerhaft zu vergrößern und die australische Position im pazifischen Raum zu stärken. Im Zusammenhang mit Letzterem kühlten sich die Beziehungen zu China ab, da das Dokument die Volksrepublik China als potenzielle Bedrohung auffasste.[6]

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Kevin Rudd – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Financial Times Deutschland: Australiens Regierung will sich bei Aborigines entschuldigen, 10. Februar 2008
  2. Swissinfo: Australien entschuldigt sich erstmals formell bei Ureinwohnern, 13. Februar 2008
  3. Nick Squires: New PM Kevin Rudd to apologise to Aborigines The Telegraph, 27. November 2007
  4. Sydney Morning Herald: Kyoto Protocol 'next to useless': PM 16. Februar 2005
  5. http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/australien_aid_227916.html
  6. vgl dazu o. V.: Sharpening the koala's claws, in: The Economist Online, 7. Mai 2009. Zugriff am 13. Mai 2009.
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