Mauerspecht

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Ein kleiner „Mauerspecht“
Grenzsoldat hinter Loch in Mauer
Mauerspechtloch in der Berliner Mauer mit Blick auf Todesstreifen und Wachturm
Mauerteile, zum Teil mit Farbresten

Als Mauerspechte wurden im Volksmund diejenigen Menschen bezeichnet, die seit Ende 1989 die Berliner Mauer bearbeiteten und zerkleinerten.

Deren Motivation war grundlegend verschieden. Es gab zahlreiche

Regelmäßige Durchsagen der Polizei (Berlin (West)) „Unterlassen Sie sofort das Mauerklopfen…“ zeigten kaum Wirkung. Besonders beliebt bei Souvenirjägern und teuer bei Händlern waren Außenstücke mit Bemalungsresten (vgl. Abb. „Mauerteile“). Hierbei wurde aber von namentlich Unbekannten in der Mauerspechte-Spitzenzeit auch nachts an der Mauer „nachgefärbt“. Der Wert der entsprechenden Mauerteile, die die Farbe auch auf tags zuvor erzeugten Bruchflächen trugen, lag daher hinsichtlich des historischen Wertes bei fast Null. Und - ob gefärbt oder nicht - die Echtheit von als „Mauerstücke“ angebotenen Steinen ist oft zweifelhaft, auch wenn sie angeblich durch „Zertifikate“, die in der Regel von den Händlern selbst angefertigt worden sind, belegt wird. Das aber interessiert viele Sammler und Touristen der Beobachtung zufolge wenig.

Zeitweise fand auch ein florierender Verleih von Hämmern und Meißeln statt. John Runnings hatte bereits 1986 die Mauerkrone mit einem Vorschlaghammer bearbeitet und wird neben „Mauerläufer“ auch „Vater der Mauerspechte“ genannt.

Am 12. Juni 1987 sagte der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan vor dem Brandenburger Tor folgenden Satz: „Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!“

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