Niese (Emmer)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Niese
Niese bei Kreienberg unterhalb Kollerbecks

Niese bei Kreienberg unterhalb Kollerbecks

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4568
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Emmer → Weser → Nordsee
Quelle bei Köterberg
51° 51′ 30″ N, 9° 19′ 1″ O
Quellhöhe 377 m ü. NN[1]
Mündung bei Schieder von rechts in die EmmerKoordinaten: 51° 55′ 3″ N, 9° 8′ 24″ O
51° 55′ 3″ N, 9° 8′ 24″ O
Mündungshöhe ca. 116 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 261 m
Sohlgefälle ca. 10 ‰
Länge 25,7 km[2]
Einzugsgebiet 69,614 km²[2]
Abfluss am Pegel Schieder[3]
AEo: 69,34 km²
Lage: 560 m oberhalb der Mündung
NNQ (26.09.1997)
MNQ 1981/2015
MQ 1981/2015
Mq 1981/2015
MHQ 1981/2015
HHQ (28.10.1998)
101 l/s
189 l/s
762 l/s
11 l/(s km²)
12 m³/s
31,5 m³/s

Die Niese ist ein 25,7 km langer, orographisch rechter bzw. östlicher Zufluss der Emmer im Kreis Lippe und im Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie entwässert einen Teil des Lipper Berglands.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niese entspringt auf einer Höhe von etwa 377 m ü. NN westlich des Dorfs Köterberg an Westhang des 495,8 m hohen Köterbergs. Von seiner Quelle aus fließt das Gewässer Richtung Westen durch den gleichnamigen Ort Niese (zu Lügde) hinunter nach Kollerbeck. Nach Durchfließen von Kollerbeck wendet sich die Niese dem Nordwesten zu und fließt südlich an Schwalenberg vorbei und tangiert Lothe, bevor sie in das Steinheimer Holz, ein großes Waldstück, eintritt. Nach Verlassen des Steinheimer Holzes mündet die Niese westlich von Schieder bei km 33,7 auf einer Höhe von 116 m ü. NN rechtsseitig in den Weser-Nebenfluss Emmer, die wenige hundert Meter weiter östlich durch den Schiedersee strömt.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserqualität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niese wurde 2001 im Oberlauf der Gewässergüteklasse II–III zugeordnet. Im weiteren Verlauf besserte sich die Gewässergüte auf Güteklasse II (mäßig belastet).[4] 2008 wurde der ganze Flusslauf der Güteklasse II zugerechnet.[5] Die Niese wird mit Nitrat und Phosphaten durch die Einleitungen der Kläranlagen Kollerbeck und Niese und durch Viehhaltung in unmittelbarer Nähe zum Gewässer belastet.[4]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Niesetal bei Lothe, Schieder-Schwalenberg

Das Tal der unteren Niese und die Mündung der Niese wurden im Jahre 1994 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das 240 ha große Naturschutzgebiet „Nieseniederung mit Mündungsbereich“ „erstreckt sich auf etwa 12,5 km Länge von der Grenze zum Kreis Höxter südöstlich von Schwalenberg vorbei an dem Ortsteil Lothe bis zum Mündungsbereich der Niese in die Emmer nördlich von Schieder in unmittelbarer Nähe zum Emmerstausee.“[6] Es handelt sich dabei um ein naturnahes Bachtal „mit dem überwiegend naturnahen Fließgewässerverlauf der Niese, ausgeprägten Talkanten und ausgedehnten Grünlandbereichen unterschiedlicher Feuchtestufen.“[6]

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niese besitzt einige Zuflüsse, die im Folgenden flussabwärts betrachtet aufgelistet werden:

  • Papenhöfener Bach: 2,944 km langer, linker Nebenfluss, Einzugsgebiet: 2,979 km²
  • Steinbach: 6,073 km langer, rechter Nebenfluss, Einzugsgebiet: 7,054 km²
  • Kleinenbredener Bach: 7,43 km langer linker Nebenfluss, Einzugsgebiet: 12,636 km²
  • Kotherbach: 2,867 km langer, rechter Nebenfluss
  • Lippebach: 4,368 km langer, rechter Nebenfluss
  • Bärentalbach: 1,097 km langer, rechter Nebenfluss
  • Bennersiek: 1,396 km langer, rechter Nebenfluss

Alle Längenangaben gemäß Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen[7]

Hydrologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW betreibt einen Pegel an der Niese in Schieder unweit der Mündung und stellt aktuelle Pegeldaten online. Dieser Pegel ist zugleich ein gewässerkundlicher Pegel. Die mittlere Abfluss (MQ) an diesem Pegel beträgt 0,826 m³/s, der Niedrigwasserabfluss (MNQ) 0,182 m³/s und der mittlere Hochwasserabfluss 15,3 m³/s. Am 28. August 2008 wurde mit 0,053 m³/s der geringste und am 28. Oktober 1998 mit 44,2 m³/s der höchste Abfluss gemessen.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Weser-Ems 2015. Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, S. 160, abgerufen am 7. März 2021 (PDF, deutsch, 6395 kB).
  4. a b Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (2001) (Memento des Originals vom 25. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lanuv.nrw.de (PDF; 941 kB)
  5. Gewässergütekarte Kreis Lippe 2008
  6. a b Naturschutzgebiet „Nieseniederung mit Muendungsbereich“ im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
  7. Landesvermessungsamt NRW
  8. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Weser-Ems-Gebiet 2003