Papierformat
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| DIN EN ISO 216 | |
|---|---|
| Bereich | Bürowesen |
| Regelt | Schreibpapier und bestimmte Gruppen von Drucksachen - Endformate - A- und B-Reihen und Kennzeichnung der Maschinenlaufrichtung |
| Kurzbeschreibung | ISO-Papierformate |
| Letzte Ausgabe | 12.2007 |
| ISO | 216 |
Die Standardgrößen für Papierformate (siehe Papier) in Deutschland sind die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) 1922 in der DIN-Norm DIN 476 festgelegten Formate. Entwickelt wurde der Standard vom Berliner Ingenieur Dr. Walter Porstmann. Der Entwurf ähnelt den in Vergessenheit geratenen Entwürfen aus der Zeit der Französischen Revolution.
Die deutsche Norm diente als Grundlage für das europäische bzw. internationale Äquivalent EN ISO 216, das wiederum in fast allen Ländern adaptiert worden ist. Unterschiede gibt es meist nur in den erlaubten Toleranzen. Parallel existieren, etwa in den USA, Kanada und Mexiko, auch traditionelle Systeme.
In der Papier- und Druckindustrie erfolgt die Formatangabe grundsätzlich mit Breite × Höhe, und zwar immer in dieser Reihenfolge. Deshalb lässt sich daraus schließen, ob es sich um ein Hoch- oder ein Querformat handelt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Internationale Papierformate (ISO/DIN)
[Bearbeiten] Übersicht
Benennung und Größe in Millimeter. Die Toleranz beträgt bei Maßen bis 150 mm ±1,5 mm, bei Maßen bis 600 mm ±2 mm und darüber ±3 mm. Die Übergrößen 2A0 und 4A0 gibt es nur in der DIN-, nicht in der ISO-Norm. Für „…“ ist der betreffende Buchstabe der Reihe einzusetzen, z. B. 4A0 = 1682 × 2378 oder B3 = 353 × 500.
| A | B | C | D | |
|---|---|---|---|---|
| 4…0 | 1682 × 2378 | |||
| 2…0 | 1189 × 1682 | 1414 × 2000 | ||
| …0 | 841 × 1189 | 1000 × 1414 | 917 × 1297 | 771 × 1091 |
| …1 | 594 × 841 | 707 × 1000 | 648 × 917 | 545 × 771 |
| …2 | 420 × 594 | 500 × 707 | 458 × 648 | 385 × 545 |
| …3 | 297 × 420 | 353 × 500 | 324 × 458 | 272 × 385 |
| …4 | 210 × 297 | 250 × 353 | 229 × 324 | 192 × 272 |
| …5 | 148 × 210 | 176 × 250 | 162 × 229 | 136 × 192 |
| …6 | 105 × 148 | 125 × 176 | 114 × 162 | 96 × 136 |
| …7 | 74 × 105 | 88 × 125 | 81 × 114 | 68 × 96 |
| …8 | 52 × 74 | 62 × 88 | 57 × 81 | |
| …9 | 37 × 52 | 44 × 62 | 40 × 57 | |
| …10 | 26 × 37 | 31 × 44 | 28 × 40 |
- A0 Doppelbogen
- A1 Bogen
- A2 Halbbogen
- A3 Viertelbogen
- A4 Blatt (Briefbogen)
- A5 Halbblatt
- A6 Viertelblatt (Postkarte)
- A7 Achtelblatt
- A8 Sechzehntelblatt
[Bearbeiten] Herleitung
Die Formate der A-Reihe sind durch folgende Bedingungen eindeutig festgelegt:
- Alle Formate sind einander geometrisch ähnlich
- Halbierung des Formats An an der langen Seite ergibt das Format An + 1
- Das Format A0 hat einen Flächeninhalt von 1 Quadratmeter
Sind mit
,
und
die Höhe, Breite und das Seitenverhältnis des Formats An bezeichnet, so sagt die Bedingung der Ähnlichkeit (1) aus, dass
Die Halbierungsbedingung (2) ergibt
Zusammen folgt daraus, dass
und deshalb
Das Seitenverhältnis beträgt also in jedem Format
(etwa
). Die absoluten Abmessungen des A0-Formats ergeben sich zusammen mit der dritten Bedingung
(alle Größen in Metern und auf ganze Millimeter abgerundet) zu
und
,
woraus die Abmessungen der kleineren Formate rekursiv aus
und ![b_n=\sqrt2^{-n}\cdot \sqrt[4]2](http://upload.wikimedia.org/math/0/4/6/046cb7965444ae84b64b8a540ab33855.png)
abgeleitet werden können.
Die B-, C- und D-Reihen werden aus der A-Reihe abgeleitet. Die Höhen und Breiten und damit auch die Flächen der Formate der B-Reihe errechnen sich aus dem geometrischen Mittel der Werte des entsprechenden und des nächstgrößeren A-Formats. Aus A0 (841 mm × 1189 mm) und 2A0 (1189 mm × 1682 mm) ergibt sich für B0:
Die Abmessungen der C-Reihe ergeben sich wiederum aus dem geometrischen Mittel der A- und B-Formate gleicher Nummer, also:
Die Abmessungen der D-Reihe ergeben sich aus dem geometrischen Mittel der Werte des entsprechenden A-Formates und des nächstkleineren B-Formats. Aus A0 (841 mm × 1189 mm) und B1 (707 mm × 1000 mm) ergibt sich für D0:
Der Größe nach geordnet ergibt sich die Folge
. Je zwei aufeinanderfolgende Formate in dieser Folge stehen im Längenverhältnis ![1:\sqrt[8]2.](http://upload.wikimedia.org/math/a/d/3/ad3ecc4bbabeb9d30a3ec579f867cd6e.png)
[Bearbeiten] Abgeleitete Formate
Aus der A-Reihe werden die Streifen-Formate durch Teilung abgeleitet.
| Bezeichnung | Abmessungen |
|---|---|
| 1⁄4 A3 | 105 mm × 297 mm |
| 1⁄3 A4 | 99 mm × 210 mm |
| 1⁄4 A4 | 74 mm × 210 mm |
| 1⁄8 A4 | 37 mm × 210 mm |
| 1⁄3 A5 | 70 mm × 148 mm |
| 1⁄6 DIN | 200 mm × 210 mm (eigentlich nach DIN 198: 198 mm × 210 mm) |
Weitere Formate für Briefumschläge:
- DL-Umschlag (DIN lang)
- 110 mm × 220 mm – vgl. 1⁄3 A4
- C6/C5-Umschlag
- 114 mm × 229 mm – aus der C-Reihe abgeleitet, etwas größer als DL, fasst größere Blattanzahl
[Bearbeiten] Anwendungen
Für einen Inhalt im A-Format wird typischerweise ein Briefumschlag des entsprechenden C-Formats gewählt, der wiederum in einem Umschlag der B-Reihe Platz findet. Die Höchstmaße von Briefsendungen im Postverkehr orientieren sich an der B-Reihe.
| A0, A1 | Technische Zeichnungen, Fahrpläne, Landkarten, Druckbogen, Poster, Filmplakate, Wahlplakate |
|---|---|
| A1, A2 | Flipcharts, Geschenkpapier, Filmplakate, Fahrpläne, Kalender, Zeitungen, Meisterbrief |
| A2, A3 | Zeichnungen, Diagramme, große Tabellen, Kalender, Filmplakate |
| B4, A3 | Zeitungen, Taschentücher, Noten |
| A4 | Briefpapier, Formulare, Hefte, Zeitschriften |
| A5 | Notizblöcke, Schulhefte, Prospekte |
| D5 | DVD-Hüllen |
| A5, A6, A7, A8 | Karteikarten, selten auch A4 und A9 |
| A6 | Flyer, Postkarten, Taschenbücher, Überweisungsträger, Notizhefte |
| B5, A5, B6, A6, A4 | Bücher (Buchformat) |
| A7 | Flugblätter, Taschenkalender, Personalausweis (ID-2) |
| B7 | Reisepass (ID-3) |
| B8, A8 | Spielkarten, Visitenkarten, Etiketten |
| C4, C5, C6, B4 | Umschläge, (Kontoauszüge meist C6) |
[Bearbeiten] Überformate
Da beim Zuschneiden und Falten Verluste auftreten, wurden die Überformate RA und SRA geschaffen. Das R steht für „Rohformat“, S für „sekundäres“. RA0 hat prinzipiell eine Fläche von 1,05 m², SRA0 1,15 m², Breite und Höhe sind aber auf den ganzen Zentimeter gerundet.
| RA- | SRA- | |
|---|---|---|
| 0 | 860 × 1220 | 900 × 1280 |
| 1 | 610 × 860 | 640 × 900 |
| 2 | 430 × 610 | 450 × 640 |
| 3 | 305 × 430 | 320 × 450 |
| 4 | 215 × 305 | 225 × 320 |
Unter der inoffiziellen Bezeichnung A4+ (A4 plus) existiert ferner ein auf dem DIN-A4-Format basierendes Überformat, das beim Einsatz in Tintenstrahl- und Laserdruckern Verwendung findet. Es wird für Endkunden speziell von Druckerherstellern angeboten. Durch die fehlende Normierung dieses Überformates existieren verschiedene Formate. So existieren auf DIN-A4 basierende Formate mit einer einheitlichen Beschnittzugabe von jeweils drei Millimetern pro Seite (216 mm × 303 mm) oder randlos bedruckbare Formate mit Abrisskanten. Einige (amerikanische) Anbieter spezifizieren das Format A4+ auch mit dem Maß 9½ Zoll × 13 Zoll (241 mm × 330 mm). Im Foto- und Werbedruck existiert auch das inoffizielle Überformat A3+ (A3 plus), auch unter Super A3 oder Super B bekannt, auch hier gibt es kein festgelegtes einheitliches Maß. Die Abmessungen sind meist so gewählt, dass auf einem Drucker des Papier-Herstellers eine A3-Seite randlos ausgedruckt werden kann.
[Bearbeiten] Anmerkungen
- Entgegen einer verbreiteten Annahme entspricht das Seitenverhältnis der vier DIN-Reihen nicht dem Goldenen Schnitt
(etwa 1 : 1,618), auf dem allerdings das historische Format Oktav basiert.
- Die Idee zu einer durch Halbieren teilbaren Papierformatserie hatte vermutlich zuerst Georg Christoph Lichtenberg [1].
- Die Dicke des Papiers wird üblicherweise als Quadratmetergewicht angegeben. Durch die einfachen Seitenverhältnisse berechnet sich die Masse eines A4-Bogens 80g-Papiers zu exakt 80/16g = 5 Gramm.
- Beim Vergrößern und Verkleinern mit einem Fotokopierer ist die Längen- und nicht die Flächenänderung anzugeben: das nächst größere bzw. kleinere Format ergibt sich durch Skalierungsfaktor 141% [√2] bzw. 70,7% [√½], während 200% und 50% jeweils ein Format überspringen.
- Die in Nordamerika üblichen Papiermaße entstehen zum Teil auch durch Halbierung auseinander, sind aber nicht geometrisch ähnlich.
[Bearbeiten] Andere Formate
Außerdem gab und gibt es natürlich andere Systeme, beispielsweise bei Zeitungen. Manche alten Systeme haben sich zumindest in Teilen bis heute erhalten.
[Bearbeiten] Maschinenformate
Für die Verarbeitung in Druckmaschinen gibt es einen Industriestandard, der folgende maximalen Papiergrößen umfasst.
| Formatklasse | Abmessungen | Formatklasse |
|---|---|---|
| 00 | 35 × 50 | |
| 01 | 46 × 64 | |
| 0b | 52 × 72 | Kleinformat |
| 1 | 56 × 83 | |
| 2c | 64 × 91 | |
| 2 | 61 × 86 | |
| 3 | 65 × 96 | |
| 3b | 72 × 102 | Mittelformat |
| 4 | 78 × 112 | |
| 5 | 89 × 126 | |
| 6 | 102 × 142 | |
| 7 | 112 × 162 | |
| 7b | 120 × 162 | Großformat |
| 8 | 130 × 185 | |
| 9 | 150 × 205 | Supergroßformat |
| 10 | 162 × 224 |
[Bearbeiten] Verpackungsbogen
Im Verpackungsbereich kommen Formate zum Einsatz, die sich vom Ballenformat (75 cm × 100 cm) ableiten. Diese Formate beschränken sich nicht auf Papierbögen, sondern werden auch bei anderen Zuschnitten, z. B. aus Folie, verwendet. Ein Folgeformat entsteht jeweils durch Halbierung der langen Seite.
| Kennung | Gebräuchlicher Name | Abmessungen (mm × mm) | Verwendungsbeispiele |
|---|---|---|---|
| 1/1 | Ganzer Bogen | 750 × 1000 | Verpackungspapiere, Stopfpapier |
| 1/2 | Halber Bogen | 500 × 750 | Brotseidenpapier, Bäckereipapiere |
| 1/4 | Viertelbogen | 375 × 500 | Frischhaltepapier in Metzgereien, Käsereien |
| 1/8 | Achtelbogen | 250 × 375 | Frischhaltepapier in Metzgereien, Käsereien |
| 1/16 | Sechzehntelbogen | 180 × 250 | Frischhaltepapier in Metzgereien, Käsereien |
| 1/32 | Zweiunddreißigstelbogen | 125 × 180 | Zwischenlagen, z. B. bei Wurst, Käse, Konditoreiprodukten |
| 1/64 | Vierundsechzigstelbogen | 90 × 125 | Zwischenlagen, z. B. bei Wurst, Käse, Konditoreiprodukten |
[Bearbeiten] Historische Papierformate
| Bezeichnung | Abmessungen |
|---|---|
| Oktav | 142,5 × 225 |
| Quart | 225 × 285 |
| Folio | 210 × 330 |
| Brief | 270 × 420 |
| Kanzlei, Doppelfolio | 330 × 420 |
| Propatria | 340 × 430 |
| Groß Patria | 360 × 430 |
| Bischof | 380 × 480 |
| Register, Löwen | 400 × 500 |
| Median I | 420 × 530 |
| Median | 440 × 560 |
| Post | 460 × 560 |
| Median II | 460 × 590 |
| Klein Royal | 480 × 640 |
| Royal | 480 × 650 |
| Lexikon | 500 × 650 |
| Super Royal | 500 × 680 |
| Imperial | 570 × 780 |
| Olifant | 675 × 1082 |
Bedeutsam beim Aufstellen von Büchern in einer Bibliothek. "bis/ab Großoktav" (8°), "Folianten".
[Bearbeiten] Notendruck
| Formatklasse | Abmessungen |
|---|---|
| Großpartitur | 420 × 680* |
| 300 × 420 | |
| 300 × 400 | |
| 285 × 400 | |
| 300 × 390 | |
| 290 × 350 | |
| Quartformat | 270 × 340 |
| Bachformat | 240 × 325 |
| N4 | 231 × 303 |
| Oktavformat | 170 × 270* |
| Studienpartitur | 170 × 240 |
| Salonorchester | 190 × 290 |
| Klavierauszug | 190 × 270 |
| Klavierformat | 235 × 310 |
| Großmarsch | 135 × 190 |
| Marschformat | 135 × 170 |
[Bearbeiten] China
| Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst gelöscht. Hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. Siehe Diskussion. |
| Name | Format | Größe |
|---|---|---|
| mm × mm | ||
| Kai | 8 | 260 × 370 |
| 16 | 185 × 260 | |
| 32 | 130 × 185 | |
| 32 groß | 140 × 203 |
[Bearbeiten] Japan
Die japanische Norm JIS P 0138-61 übernimmt die A- und C-Serien von ISO bzw. DIN, definiert aber eine leicht andere B-Serie: JIS B0 hat eine Fläche von 1,5 m², dem arithmetischen und nicht geometrischen Mittel der Flächen von A0 und 2A0, Breiten und Höhen werden analog zu A ermittelt und entsprechend gerundet.
| DIN/ISO | JIS | |
|---|---|---|
| B0 | 1000 × 1414 | 1030 × 1456 |
| B1 | 707 × 1000 | 728 × 1030 |
| B2 | 500 × 707 | 515 × 728 |
| B3 | 353 × 500 | 364 × 515 |
| B4 | 250 × 353 | 257 × 364 |
| B5 | 176 × 250 | 182 × 257 |
| B6 | 125 × 176 | 128 × 182 |
| B7 | 88 × 125 | 91 × 128 |
| B8 | 62 × 88 | 64 × 91 |
| B9 | 44 × 62 | 45 × 64 |
| B10 | 31 × 44 | 32 × 45 |
| Name | Format | mm × mm | sun × sun |
|---|---|---|---|
| Shiroku-ban | Basis | 788 × 1091 | 26 × 36 |
| 4 × 6/4 | 264 × 379 | 8,7 × 12,5 | |
| 4 × 6/5 | 191 × 259 | ||
| 4 × 6/5 | 189 × 262 | ||
| Kiku-ban | Basis | 636 × 939 | 21 × 31 |
| Kiku 4 | 227 × 306 | 7,5 × 10 | |
| Kiku 5 | 151 × 227 | 5 × 7,5 |
[Bearbeiten] USA, Kanada und Lateinamerika
Die in Nordamerika noch üblichen Papierformate folgen keinem einheitlichen Muster und sind ursprünglich zollbasiert (in). Die Reihe A bis E entstammt dem Standard ANSI/ASME Y14.1, andere Größen sind in ANSI X3.151-1987 festgelegt.
Die kanadischen Größen P1–P6 aus dem Standard CAN 2-9.60M sind in Millimetern spezifiziert und auf halbe Zentimeter gerundet. Näherungsweise entsprechen sie Zoll-Pendants. Sie lassen sich durch Verdopplung bzw. Halbierung ableiten. Ihre Bedeutung ist auch in Kanada selbst eher gering.
Sowohl die nordamerikanische ANSI-Reihe als auch die kanadischen Größen haben jedoch nicht die Vorteile des konstanten 1,414-Verhältnisses der DIN-Reihen (statt dessen abwechselnd ca. 1,30 und 1,55).
| Name | ANSI | in × in | mm × mm | CAN | mm × mm |
|---|---|---|---|---|---|
| P6 | 107 × 140 | ||||
| Invoice | 5½ × 8½ | 140 × 216 | P5 | 140 × 215 | |
| Executive | 7¼ × 10½ | 184 × 267 | |||
| Legal | 8½ × 14 | 216 × 356 | |||
| Letter | A | 8½ × 11 | 216 × 279 | P4 | 215 × 280 |
| Ledger, Tabloid | B | 11 × 17 | 279 × 432 | P3 | 280 × 430 |
| Broadsheet | C | 17 × 22 | 432 × 559 | P2 | 430 × 560 |
| D | 22 × 34 | 559 × 864 | P1 | 560 × 860 | |
| E | 34 × 44 | 864 × 1118 | |||
| F | 28 × 40 | 711 × 1116 |
Eine besondere Bedeutung hat hier das Letter-Format mit 8½ × 11 Zoll (216 × 279 mm), da dieses durch den Schriftverkehr auch nach Europa gelangt. Das Blatt ist etwa 6 mm breiter und 18 mm kürzer und mit einer Fläche von 602,7 cm² etwas kleiner als das A4-Blatt mit 625 cm².
| in × in | mm × mm | |||
|---|---|---|---|---|
| Name | Ing. | Arch. | Ing. | Arch. |
| A | 8½ × 11 | 9 × 12 | 216 × 279 | 229 × 305 |
| B | 11 × 17 | 12 × 18 | 279 × 432 | 305 × 457 |
| C | 17 × 22 | 18 × 24 | 432 × 559 | 457 × 610 |
| D | 22 × 34 | 24 × 36 | 559 × 864 | 610 × 914 |
| E | 34 × 44 | 36 × 48 | 864 × 1118 | 914 × 1219 |
| F | 44 × 68 | 1118 × 1727 | ||
Stellenweise, z. B. im Bibliothekswesen, sind noch heute Formate aus dem 19. Jahrhundert in Gebrauch. Einige Werte haben sich über die Zeit um teilweise mehr als ein Zoll verändert.
| Name | in × in | mm × mm |
|---|---|---|
| Post | 15½ × 19¼ | 394 × 489 |
| Large Post | 16½ × 21 | 419,1 × 533,4 |
| Elephant | 23 × 28 | 584 × 711 |
| Medium | 18 × 23 | 457,2 × 584,2 |
| Crown | 15 × 20 | 381 × 508 |
| Double Crown | 20 × 30 | 508 × 762 |
| Royal | 20 × 25 | 508 × 635 |
| Quarto | 8 × 10 | 203 × 254 |
| Foolscap | 8 × 13 | 203 × 330 |
| Demy | 17½ × 22½ | 444,5 × 571,5 |
| Double Demy | 22½ × 35 | 571,5 × 889 |
| Quad Demy | 35 × 45 | 889 × 1143 |
| Dollar Bill | 2 9/16 × 6 | 76 × 178 |
[Bearbeiten] Zeitplansysteme
Bei Zeitplansystemen (Kalender- und Zeitplan-Ringordner) sind weitere Formate üblich, die je nach Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen und Lochungen besitzen. Zum Beispiel
| Name | Firma | Abmessungen | |
|---|---|---|---|
| mm × mm | in × in | ||
| WT | tempus. | 86 × 145 | |
| Monarch | Franklin-Covey | 216 × 279 | 81⁄2 × 11 |
| Deskfax | Filofax | 176 × 250 | |
| Classic | Franklin-Covey | 140 × 216 | 51⁄2 × 81⁄2 |
| Compact | Franklin-Covey | 108 × 171 | 41⁄4 × 63⁄4 |
| Time/System | 85 × 169 | ||
| Time/System | 100 × 172 | ||
| Franklin-Covey | 89 × 152 | 31⁄2 × 6 | |
| Filofax | 81 × 120 | ||
| Midi | Chronoplan | 96 × 172 | |
| Personal, Slimline | Filofax | 95 × 171 | |
| Mini | Chronoplan | 79 × 125 | |
| Filofax | 67 × 105 | ||
| Partner | Time/System | 75 × 130 | |
| M2 | Filofax | 64 × 103 | |
[Bearbeiten] Triviales
Europäischen Nutzern begegnet das US-Letter-Format mitunter – wenn auch in eher lästiger Form: Amerikanische Computersoftware ist oft als Standardvorgabe auf das Druckformat US-Letter eingestellt und muss angepasst werden. Auch Motorradfahrer kennen das Problem, dass die Kartenfächer von Tankrucksäcken oft nur selbstausgedruckte Karten im US-Letter-Format ungefaltet aufnehmen können.
Scheckkarten, andere Plastik- und Kartonkarten, wie Telefonwertkarten, kleine Z-cards (gefaltet) und viele Visitenkarten messen nach ISO 7810 als Format ID-1 85 mm × 54 mm; real jedoch knapp 86 mm × 54 mm.
Lochkarten mit 187 mm × 83 mm wurden in der elektronischen Datenverarbeitung bis etwa 1985 zur Datenein- und -ausgabe genutzt. Sie dienten mit Aufdruck gelegentlich auch als Rechnung oder Zahlschein (Stromrechnungen E-Werk Wels (A), um 1970).
Als Format für Radtourenbücher mit Spiralbindung zum Umblättern hat sich das Querformat mit 220 mm × 120 mm (+ halbe Spiralbreite) seit 1990 weitgehend durchgesetzt. Es passt in die Deckeltaschen vieler Lenkertaschen, die auch zu Rennlenkern passen, sowie hochkant in (große) Jackeninnentaschen. Gefaltete Wanderkarten weisen ähnlich große Hochformate mit Leporellofaltung auf. Genaue, große Straßenkarten und Stadtpläne sind für weniger windige Umgebung gedacht und daher häufig höher, also 11–12 cm × 25–27 cm. Pläne mit 10 cm × 16 cm und kleiner sind gut brust- und handtaschengängig.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Bildformat (Seitenverhältnis) – Papierformate für Kleinbildfotografie
- Buchformat
- Zeitungsformat
- Weltformat
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Brief von Georg Christoph Lichtenberg an Johann Beckmann vom 25. Oktober 1786; in: Briefwechsel, Band III (1785–1792), Verlag C. H. Beck, 1990
[Bearbeiten] Literatur
- Deutsches Institut für Normung e.V. (Hrsg.): DIN EN ISO 216:2007-12 : Schreibpapier und bestimmte Gruppen von Drucksachen – Endformate – A- und B-Reihen und Kennzeichnung der Maschinenlaufrichtung (ISO 216:2007); Deutsche Fassung EN ISO 216:2007. Beuth Verlag, Berlin 2007.







