Pawiak
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Der Pawiak war ein berüchtigtes Gefängnis im Zentrum der polnischen Hauptstadt Warschau.
[Bearbeiten] Geschichte
Es wurde in den Jahren 1829 bis 1835 zwischen der Dzielna- und der Pawia-Straße (daher der Name) nach Plänen des Architekten Henryk Marconi als russische Haftanstalt erbaut, in der während des Januaraufstands zahlreiche polnische politische Gefangene einsaßen. Im unabhängigen Polen diente der Pawiak als Untersuchungsgefängnis für politische Häftlinge und Kriminelle. Zu einem Symbol der Unterdrückung und Vernichtung wurde er jedoch erst unter der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Zwischen 1939 und 1944 wurden dort insgesamt etwa 100.000 Männer und 20.000 Frauen gefangen gehalten: Mitglieder des polnischen Untergrunds, aber auch bei den täglichen Razzien wahllos Verhaftete. Davon wurden etwa 37.000 Personen erschossen, weitere 60.000 in die Konzentrationslager weitergeleitet. Nach Ausbruch des Warschauer Aufstands am 1. August 1944 wurden alle verbliebenen Häftlinge erschossen und das Gebäude am 21. August in die Luft gesprengt. Erhalten blieben nur einige wenige Mauerreste sowie ein in der Nähe wachsender Baum, an dem Gedenktafeln befestigt wurden. Nachdem der Baum einzugehen drohte, wurde er im Jahre 2005 durch einen Bronzeabguss ersetzt. Außerdem befindet sich heute auf dem Gelände eine Gedenkstätte mit Museum.

