Piaster

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Kirchenstaat 1690 - Piaster - Papst Alexander VIII.
Ägypten 1840 - 100 Piaster - Sultan Abdülmecid I.
Zypern 1901 - 36 Piaster - Eduard VII.

Piaster ist die Bezeichnung einer alten spanischen Münze von hohem Wert. Es handelte sich um eine Bezeichnung des Peso, der Acht-Reales-Münze. Durch Handel verbreitete sich die Münze und die Bezeichnung im arabischen und nordafrikanischen Mittelmeerraum. Dort ging die Bezeichnung dann auch auf andere silbernen Großmünzen über. Auch die großen Silbermünzen italienischer Staaten wurden Piastra genannt. So wurden Ende des 16 Jahrhunderts erstmals im Kirchenstaat Piaster geprägt. Auch die Dänische Ostindien-Kompanie prägte ab 1624 Münzen mit dieser Bezeichnung, die insbesondere in Grönland im Umlauf waren.

Die Währungsbezeichnung Piaster war darüber hinaus im ehemals spanischen Amerika und im Osmanischen Reich gebräuchlich. Auch Ägypten und Jordanien benutzen diese Währungsbezeichnung (arabischقرش‎ qirsch, Plural ‏قروش‎ qurūsch), jedoch als Währungsuntereinheit für das Ägyptische Pfund bzw. den Jordanischen Dinar. Hundert Piaster ergeben ein ägyptisches Pfund. Auch in Marokko, Tunesien und Zypern wurden Piaster ausgegeben. Der im Rahmen des Goldstandards festgelegte Wechselkurs[1] gegenüber der Mark betrug 1912[2] für den türkischen Piaster 5,715 pro Mark, für den ägyptischen 4,83. 1 Lira (= 100 Gold-Piaster) entsprach 18,45 M.

Piastre ist die französische Bezeichnung für diese Münze. Unter diesem Namen gab Frankreich ab 1880 Handelsmünzen, angelehnt an den US-amerikanischen Handelsdollar, in Indochina aus. Der Kanadische Dollar wird in Quebec teilweise auch noch so genannt. Ebenso der US-Dollar im französisch sprechenden Teil Louisianas (Akadien/Acadiana), in Cajun french.

[Bearbeiten] Weblinks


  1. vgl.: Liste der Wechselkurse (Goldstandard)
  2. Otto, Carl; Der Haussekretär; Berlin 1913, S 485, 3. Umschlagseite
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