Rudelsburg
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| Rudelsburg | ||
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Blick vom Saaletal hinauf zur Burg |
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| Entstehungszeit: | um 1170 | |
| Burgentyp: | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand: | Bergfried, Palas, Umfassungsmauer | |
| Ständische Stellung: | Klerikale, Adlige | |
| Ort: | Saaleck | |
| Geographische Lage | 51° 6′ 32,1″ N, 11° 42′ 24,7″ O51.10890411.706861Koordinaten: 51° 6′ 32,1″ N, 11° 42′ 24,7″ O | |
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Die Burgruine Rudelsburg liegt als Höhenburg am Ostufer der Saale auf einem felsigen Bergrücken aus Muschelkalk, ungefähr 85 Meter über dem Fluss oberhalb von Saaleck, einem Ortsteil der Stadt Bad Kösen im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Erbaut im Hochmittelalter vom Bischof von Naumburg diente sie der Sicherung der Handelswege wie der Via Regia durch das Saaletal.
Sie befand sich im Spannungsfeld der Interessen der Naumburger Bischöfe und der Markgrafen von Meißen aus dem Hause Wettin. Zeitweise diente sie auch verschiedenen Adelsfamilien als Wohnsitz, bis sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde und daraufhin verfiel. Als „schönste aller Saaleburgen“ wurde die Ruine der Rudelsburg schon früh im 19. Jahrhundert im Zuge der Burgenromantik und des Wandertourismus als Ausflugsziel entdeckt. Als alljährlicher Treffpunkt der aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anreisenden Delegierten des Kösener SC-Verbandes, des ältesten Dachverbandes von deutschen Studentenverbindungen, erreichte die Rudelsburg ab 1855 überregionale Bekanntheit. Bis heute stellt sie als Ausflugsziel und Veranstaltungsort eine besondere Attraktion dar und liegt auf der Südroute der Straße der Romanik, einer Ferienstraße in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Beschreibung der Burg
Die Rudelsburg liegt auf einem Westsüdwest-Ostnordost-ausgerichten Höhenrücken, der steil zur Saale und etwas weniger steil zu den übrigen Seiten abfällt. Sie besteht aus einer kleinen Kernburg am westlichen Ende einer großen, sich über die gesamte Hochfläche erstreckenden und etwas höher gelegenen Vorburg. Besonders die Vorburg wurde im 18. Jahrhundert als Steinbruch genutzt und ist heute kaum mehr als solche zu erkennen. Allerdings sind Reste der Ringmauern der Vorburg im Süden und Osten erhalten bzw. wurden diese wiederholt bei Bauarbeiten angeschnitten. Weitere Mauerzüge in der Vorburg sind nur durch Grabungen des 19. Jahrhunderts bekannt. In der mit einer Größe von ca. 22.000 m² außergewöhnlich großen Vorburg lagen die Wohnsitze der Burgmannen (castrenses), aber auch verschienene Produktionseinrichtungen.
Die Kernburg, die durch tiefen Halsgraben von der Vorburg getrennt ist, bildet ein unregelmäßiges Viereck von etwa 40 x 24 m um einen kleinen Innenhof. Der rund 20 Meter hohe romanische Bergfried im Südosten ist älter als die südliche Ringmauer. Er hat einen annähernd quadratischen Grundriss (7,60 mal 8,20 Meter) und ist mit einem steinernen pyramidenförmigen Turmhelm bekrönt, der der Burg ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde auf einem runden Burgturm eine Windmühle errichtet, die auf vielen Darstellungen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu sehen ist. Die Mühle wurde 1864 durch einen Brand zerstört. Im Untergeschoss des Bergfrieds befindet sich ein erst in jüngerer Zeit angelegtes Verlies.
Mit der südlichen Ringmauer baueinheitlich ist der im Westen gelegene querrechteckigen Palas, der nach Bauzier an den Kapitellen um 1200 entstand. Aufgrund der Lage auf einem steilen Felsen über der Saale bot die Westseite potenziellen Angreifern am wenigsten Angriffsfläche. Noch in romanischer Zeit erfolgte der Bau des Palasobergeschosses und der Aufstockung der nördlichen Ringmauer. Diese ist - im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Höhenburgen – nicht bis an den steil abfallenden Felsrand herangebaut worden, vermutlich um bei einem eventuellen Abbrechen der aus brüchigem Kalkstein bestehenden Felskante ein Einstürzen der Ringmauer zu verhindern.
Der im Osten vorgelagerte Zwinger dürfte ebenfalls noch in romanischer Zeit entstanden sein.[1] Die vermutlich erst im mittleren 15. Jahrhundert in größerem Abstand um die Burg angelegten Mauern bildeten mit den als Rondellen ausgeführten Ecktürmen Bastionen einen umlaufenden Zwinger.
[Bearbeiten] Ur- und frühgeschichtliche Höhensiedlung
Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf der Hochfläche bei Bauarbeiten, unsystematischen Ausgrabungen oder als Lesefunde zahlreiche archäologische Funde geborgen, die heute überwiegend im Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle und der ur- und frühgeschichtliche Sammlung der Universität Jena aufbewahrt werden. Dabei handelt es sich größtenteils um Keramikbruckstücke, aber auch eine Gewandnadel vom Trothaer Typ, die zeigen, dass das Gelände bereits in der späten Bronze- und Eisenzeit intensiv besiedelt und wahrscheinlich bereits befestigt war.[2] In den 1980 und 90er Jahren neu hinzugekommen Lesefunde deuteten darauf hin, dass auf dem Gelände der Rudelsburg bereits eine frühbronzezeitliche Höhensiedlung bestand, die der Aunjetitzer Kultur zuzurechnen ist.[3] Da der Sporn, auf dem der Hauptbereich der aunjetitzzeitlichen Siedlung vermutet wird, von der Rudelsburg besetzt ist, wurden in den Jahren 2005 bis 2007 archäologische Grabungen im Vorburggelände und am Hang im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojektes „Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von Nebra, Sachsen-Anhalt, und ihre Bedeutung für die Bronzezeit Europas“ durch den Bereich für Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt. Unter den stellenweise bis zu 3,50 Meter mächtigen mittelalterlichen Kulturschichten ließen sich in den anstehenden Löß eingetiefte vorgeschichtliche Befunde dokumentieren, so dass die vollständige Zerstörung der frühbronzezeitlichen Siedlungsreste auszuschließen ist. Jedoch weisen Funde von vorgeschichtlichem Keramikmaterial in den mittelalterlichen Schichten auf eine erhebliche Störung der vorgeschichtlichen und damit auch der aunjetitzzeitlichen Horizonte hin. Lediglich am Hang wurde eine Kulturschicht angetroffen, aus der ein Keramikbruchstück der Aunjetitzer Kultur, ein Knochen und etwas Holzkohle geborgen werden konnte. Der Befund endete jedoch unmittelbar hinter dem Grabungsprofil, so dass nur über die Radiokarbondatierung von Knochen und Holzkohle die archäologisch-typologische Datierung abgesichert werden könnte. Die zahlreichen vorgeschichtlichen Befunde stammen wie der größte Teil der verlagerten Funde aus der Spätbronze- und Eisenzeit.[4]
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Adelssitz im Mittelalter und in der frühen Neuzeit
Erst im frühen Mittelalter wurde der Bergrücken erneut genutzt, wie einige Funde von in slawischer Herstellungstradition stehender Keramik der Leipziger Gruppe zeigen. Umfang, Intensität und Zeitdauer der Besiedlung, die nur allgemein in das 10. und 11. Jahrhundert zu setzen ist, kann jedoch nicht bestimmt werden. Die Rudelsburg dürfte jedoch zu den zahlreichen Burgwällen im Gebiet von Saale und Elbe gehört haben wie etwa dem einige Kilometer saaleabwärts gelegenen Johannisberg bei Jena-Lobeda oder der Alte Gleisberg bei Bürgel. Für die von der heimatkundlichen Forschung am Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellte und bis heute häufig fortgeschriebene Behauptung, die Rudelsburg sei im oder um das Jahr 1030 bzw. 1050 als Grenzbefestigung errichtet worden, gibt es dagegen keinerlei historischen Beleg.
In der Mitte des 12. Jahrhundert ließen die Bischöfe von Naumburg auf dem westlichen Ende des Bergrückens eine Burg errichten und mit Ministerialen besetzen. Im Jahr 1171 wird erstmals ein Hugo de Ruthelebesburch urkundlich genannt, der dem Geschlecht der Herren von Schönburg entstammt.[5] Mit dem Ausbau der Burg in ihrer heutigen Gestalt ist etwa zu dieser Zeit begonnen worden. Bereits am Ende des 12. Jahrhunderts war sie in ihren wesentlichen Teilen fertiggestellt.
1238 belehnte der Naumburger Bischof den Markgrafen von Meißen Heinrich den Erlauchten mit oppidum et castrum Ruthleibesberch, der die Herrschaftsausübung vor Ort weiterhin in die Hände von Ministerialen legte.[6]
In einer 1271 ausgestellten Urkunde werden zwölf castellani in Ruthleibisberch, d.h. Burgmannen, namentlich genannt.[7] Im Jahre 1293 wurde erstmals ein Priester auf der Burg erwähnt. Östlich der Burg (castrum) bestand demnach spätestens zu dieser Zeit eine stadtähnliche Siedlung (oppidum). Das ausgedehnte Areal der Vorburg war im Westen, Süden und Osten mit Ringmauer, Graben und Wall befestigt und besaß zwei Tore zur Burg hin und am gegenüberliegenden Ende. Hier hatten vermutlich die Burg- und Dienstmannen ihren Sitz. Bei den archäologischen Ausgrabungen wurden mehrere Reste von Gebäuden aus Stein und Fachwerk angetroffen, die sich bis dicht an die Ringmauer heranzogen.
Zwischen dem 22. April und dem 30. Juli 1348 belagerten die Naumburger Bürger unter ihrem Capitaneus Johann von Trautzschen auf Beschluss des Stadtrates im Rahmen einer Fehde mit dem Edlen Curtefrund die Rudelsburg. Die Quellen sprechen davon, dass bei der Belagerung ein instrumentum zum Einsatz gekommen sein soll. Dabei bleibt offen, ob es sich um eine Steinschleuder, eine sogenannte Blide, handelte, oder, wie bisweilen angenommen, um eine der ersten Feuerwaffen.[8] Dabei soll die Rudelsburg erstürmt und zerstört worden sein, wobei es auf beiden Seiten Tote und Verletzte gab. Mindestens einer der Kastellane geriet dabei auch in Gefangenschaft. Wesentlich stärker als die Kernburg war offenbar die Vorburg betroffen, die von der Stadt vermutlich als wirtschaftliche Konkurrenz angesehen und ausgeschaltet worden war. Ein bei den jüngsten archäologischen Ausgrabungen untersuchter Steinkeller war vollständig mit Brandschutt verfüllt, in dem zahlreiche Bruchstücke von Tafelgeschirr, Spielzeug und Metallobjekten lagen.
1383 wurde die Familie der Schenken von Saaleck aus dem Haus der Schenken von Vargula als „Herren von der Veste, gesessen zu Rottelsburg“ genannt. Eine Lehnsurkunde der Herzöge von Sachsen aus dem Hause Wettin vom 2. April 1441 weist die Brüder Rudolf, Günther und Heinrich von Bünau als Inhaber der Burg aus. Angeblich hatten sie kein Land außerhalb des Burggeländes.
Im Sächsischen Bruderkrieg zwischen Friedrich und Wilhelm von Sachsen wurde die Rudelsburg 1450 erneut belagert und ein zweites Mal zerstört. Die innere Burg wurde dabei eingeäschert. Bei der Teilung der wettinischen Lande wurde die Rudelsburg 1485 der albertinischen Linie des Hauses zugeschlagen.
Rudolph von Bünau auf Teuchern und Günther von Bünau auf Gröbitz verkauften 1581 die Rudelsburg und die dazugehörigen Vorwerke Kreipitzsch und Krölp oder Krulpe wegen Schulden an Hans Georg von Osterhausen. In dieser Zeit begann der nur notdürftig verzögerte Verfall der Burg. In dem 1584 gedruckten Buch Libellus Continens Salae Flvvii descriptionem, eidemqve adiacentium Oppidorvm, Arcivm, Coenobiorvm Et Episcopalivm sedium, situs, fundationes & antiquitates von Gregor Groitzsch wird die Rudelsburg noch als arx pulcherrima, als „schönste Burg“, bezeichnet.
Ein Protokoll aus dem Jahre 1612 bezeugt, dass der Herr Marschall von Osterhausen zu Dresden einen Ziegeldecker und einen Zimmermann zur „nottdürftigen Unterstüttzung der eingesunkenen Träger, Balken, Stühle und Sparren“ auf der Burg anheuerte. Nach den Angaben in Gerichtsbüchern der Familie von Osterhausen wurde am 4. Juni 1616 auf der Burg ein Gerichtstag gehalten. Zu der Zeit wohnte nur noch ein Hausmann auf der Burg, zu der ein enger Fahrweg führte. Der Hof war grasbewachsen. Außer einer Stube mit einem hölzernen Predigtstuhl gab es noch tiefe Gefängnisse mit sehr starken Türen. 1640 wurde die Rudelsburg gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges von den Schweden niedergebrannt. Nach dieser dritten Zerstörung wurde die Rudelsburg am 14. April 1641 von den Bewohnern verlassen. Die Besitzer zogen auf das Gut Kreipitzsch um.
Von 1671 bis 1771 gelten die Edlen von Creutz(en) als Besitzer der Burg. In einem Prozess vor dem Reichskammergericht in Wetzlar versuchten sie im Jahre 1690, die Reichsunmittelbarkeit der unbewohnten Burg durchzusetzen. Im Jahre 1770 ließ der Besitzer die Mauern der Vorburg abreißen, um Steine für den Bau des Gutes zu gewinnen. Durch einen Arbeitsunfall wurde ein Arbeiter schwer verletzt und trug eine dauerhafte Behinderung davon. Das wurde als böses Omen gewertet und die Arbeiten wurden eingestellt. Die Vorburg war zu dem Zeitpunkt aber bereits fast vollständig vernichtet. Vermutlich nur durch diesen Unfall blieb die Ruine der Kernburg erhalten. Mit dem Tode des hessischen Hauptmanns Friedrich Adolph von Creutz im Jahre 1774 starb die Familie im Mannesstamm aus.
In den folgenden Jahren wurden die Grafen von Zech und die Grafen von Brühl als kurzzeitige Besitzer genannt. Die Familie von Schönberg kaufte die Burg 1797 und errichtete ein Fideikommiss, eine unveräußerliche Adelsstiftung, die das Erbe der Familie zusammenhalten sollte.
[Bearbeiten] Wanderziel und Touristenattraktion
Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Rudelsburg zum Treffpunkt romantisch gesinnter Wanderer, besonders der Studenten aus Jena, Leipzig und Halle.
Der Zustand des Gebäudes war desolat, Infrastruktur nicht vorhanden. Es gab keine Zufahrt und im Innenhof der Kernburg gab es keine geschlossenen Räumlichkeiten, sondern nur Schutt und Trümmer. Im Jahre 1818 beschrieb der emeritierte Cantor Johann Friedrich Förtsch die Rudelsburg:
- Der innere Hof der Burg ist mit dem Schutt von zusammengestürzten Prunkzimmern, Sälen, Waffen- und Vorrathskammern, Küchen, unterirdischen Gewölben, Kellern und Gängen angefüllt. Daher kann man auch jetzt nicht genau beurteilen, wie Alles angelegt gewesen.
Trotzdem kamen immer mehr Besucher. Die Burgherren aus der Familie der Freiherren von Schönberg bauten damals am Südhang der Burg Wein an (siehe dazu: Weinanbaugebiet Saale-Unstrut-Region). Einer ihrer ehemaligen Weinbergarbeiter, Gottlieb Wagner, genannt „Samiel“, kümmerte sich als Burgwart zuerst um das verfallene Gemäuer und begann im Jahre 1824, die Besucher vom Gut Kreipitzsch aus zu bewirten.
In dieser Zeit, im Jahre 1826, dichtete Franz Kugler, Berliner Student aus Stettin, auf der Burg das berühmte Lied An der Saale hellem Strande, als er während einer Saalewanderung hier Rast machte:
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In diesem Lied sind die Saaleburgen verfallene Ruinen, die nur Phantasien von alten Zeiten wecken. Von Trinken und Feiern und von der Rudelsburg als Veranstaltungsort ist noch nicht die Rede. Wahrscheinlich stammt die Gedenktafel von Oskar Mothes, dem Erbauer der Gefallenensäule, 1872.
Die Attraktivität der Burg wurde aber durch die Bewirtung derart gesteigert, dass im Jahre 1827 der Landrat des Stadtkreises Naumburg beim Gutsbesitzer Friedrich von Schönberg anfragen ließ, ob es nicht möglich sei, die Burg offiziell für Besucher zu öffnen. In Folge wurde sogar wieder ein Fahrweg auf die Burg gebaut.
Ostern 1827 richtete Gottlieb Wagner die erste Schenke auf der Burg ein, die jedoch anfänglich nur sonntags geöffnet war. Als sich diese Neuerung bei den Studenten herumgesprochen hatte, zogen sie von Jena heran und besetzten mit lautem Jubel drei Tage lang die Burg. Dem Burgbesitzer wurde aus Dankbarkeit ein Fackelzug dargebracht.
Die verbesserte Infrastruktur, auch durch die bis 1849 fertiggestellte Thüringer Bahn, und das gastronomische Angebot erhöhte die Attraktivität der Burg weiterhin und lockte auch Besucher aus größerer Entfernung an, so zum Beispiel die Studenten aus Leipzig und Halle an der Saale.
Als im Jahre 1853 ein größeres preußisches Militärmanöver in der Gegend abgehalten wurde, luden die sächsischen Provinzialstände König Friedrich Wilhelm IV. zu einem Frühstück auf die Burg ein. Vermutlich aus diesem Anlass entstand in dem Jahr die Trinkhalle im Innenhof, die aus einer überdachten Sitzfläche bestand, die zum Burghof hin offen war. Diese Halle löste das alte Strohdach ab, das von einfachen Baumstämmen gestützt wurde.
Im Jahre 1863 schuf Hermann Allmers aus Rechtenfleth bei Bremen (kein Student, aber in studentischer Gesellschaft im Saaletal unterwegs) das Studentenlied „Dort Saaleck, hier die Rudelsburg“, in dessen Text schon das neue Leben in den Mauern anklingt. Eine Bronzetafel von 2005 erinnert daran.
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In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rudelsburg zum regelmäßigen Treffpunkt der studentischen Corps, die in Jena 1848 ihren Dachverband, den Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) gegründet hatten, den ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Der Tagungsort wurde bald nach der Gründung nach Bad Kösen verlegt. 1855 fand erstmals ein Treffen der Corpsstudenten auf der Rudelsburg statt. Die Rudelsburg diente von nun an ununterbrochen bis zum Ersten Weltkrieg den Kösener Corpsstudenten als geselliger Treffpunkt während der jährlichen Tagung in Bad Kösen.
[Bearbeiten] Veranstaltungsplattform und studentisches Symbol
[Bearbeiten] (Wieder-)Aufbau in der Kaiserzeit
Nachdem im Jahre 1867 das 800jährige Jubiläum der wiederhergestellten Wartburg gefeiert worden war, begannen die Diskussionen, ob die Rudelsburg nicht auch restauriert werden sollte. Dazu kam der Dezembersturm 1868, der Teile der Umfassungsmauern zum Einsturz brachte. Im Jahre 1870 wurden erste Instandsetzungsarbeiten an der Umfassungsmauer der West- und Südseite vorgenommen. Der eigentliche Teilwiederaufbau begann im Jahre 1871 nach den Plänen des königlich-sächsischen Baurates Oskar Mothes, ausgeführt durch den Maurermeister Werner aus Bad Kösen. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden Eingang und Brücke ergänzt, der Rittersaal mit Vortreppe und Nebenraum wiederhergestellt. An der Nordostecke wurde eine große Mauerbresche ergänzt und in der alten Nordwand wurden Fenster ausgebrochen. Eine im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erbeutete Kanone wurde an der Brücke aufgestellt. Abgeschlossen wurden die Arbeiten zu Ostern 1872.
Im Jahre 1872 wurde auch das erste Denkmal der Corpsstudenten auf dem Gelände der Rudelsburg eingeweiht, die Gefallenensäule zu Ehren der im Deutsch-Französischen Kriege gefallenen Corpsstudenten. Im Jahre 1890 wurde der Kaiser-Wilhelm-I.-Obelisk eingeweiht, 1896 folgte das Jung-Bismarck-Denkmal. Das vorerst letzte corpsstudentische Denkmal entstand 1926 zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. (Siehe unten: Denkmäler)
Der Teilaufbau der Rudelsburg durch Mothes, die Reichsgründung 1871 und die Errichtung der Denkmäler im Bereich der Vorburg markierten eine völlig neue Phase der studentischen Nutzung der Rudelsburg. Während in der ersten Hälfte des Jahrhunderts noch die jugendliche Freude an der Natur und der romantischen Kulisse im Vordergrund gestanden hatten, wurde die Rudelsburg nun zum Repräsentationsobjekt der Corpsstudenten des Kösener SC-Verbandes. Der Verband wurde zum wichtigen staatstragenden Element des Kaiserreichs, was auch dadurch unterstützt wurde, dass die wichtigsten politischen Entscheidungsträger der Kaiserzeit, Otto von Bismarck und Kaiser Wilhelm II., Kösener Corps angehörten. Durch die Gründung des Verbandes Alter Corpsstudenten (VAC) entstand dem vorher rein studentischen Verband jetzt auch eine neue Finanzquelle, gespeist durch die Beitragszahlungen der so genannten Alten Herren. Die Rudelsburg wurde zur Plattform, auf der dieses neue Selbstbewusstsein zelebriert wurde.
Das hatte auch zur Folge, dass die jährliche Veranstaltung auf der Rudelsburg gesetzter und feierlicher wurde. Festreden bei den Denkmälern und das Singen vaterländischer Lieder gehörten in der Kaiserzeit zum jährlichen Pfingstprogramm auf dem Gelände der Vorburg.
Im Kaiserreich und in der Weimarer Republik wurden vielfach maßstabsgetreue Modelle der Rudelsburg-Denkmäler angefertigt und an Interessenten in ganz Deutschland und Österreich verkauft. Noch heute (Stand 2007) werden diese aufwändig gefertigten Stücke von Zeit zu Zeit im Antiquitätenhandel angeboten.
Im Jahre 1913 schrieb Paul Schreckenbach den historischen Roman Die letzten Rudelsburger, dessen Handlung im 14. Jahrhundert angesiedelt ist und in dem sich die preußisch-konservative Wertvorstellungen der wilhelminischen Epoche spiegeln.
[Bearbeiten] Weimarer Republik und Nationalsozialismus
Während des Ersten Weltkriegs fanden keine studentischen Veranstaltungen auf der Rudelsburg statt, sie wurden aber nach Kriegsende wieder aufgenommen. Im Jahre 1926 wurde mit großem Aufwand das Löwendenkmal eingeweiht. Dieser Festakt galt als Bekenntnis der Corpsstudenten zum alten System des Kaiserreichs und wurde in ganz Deutschland, teilweise sogar im Ausland, von der Presse wahrgenommen.
Die letzte Rudelsburg-Veranstaltung der Kösener Corpsstudenten vor dem Zweiten Weltkrieg fand im Jahre 1934 statt. Im Jahre 1935 endete der Kösener Kongress mit der Auflösung des Verbandes durch die Nationalsozialisten. Die Rudelsburg wurde nicht mehr besucht.
Während des Zweiten Weltkriegs gab es an einigen Universitätsorten Bestrebungen, entgegen den Weisungen der NSDAP die einzelnen Corps heimlich wiederzubegründen. Dabei sollte auch der Dachverband, der Kösener SC-Verband, wiederentstehen. Zu diesem Zwecke wurde 1944 ein Treffen auf der Rudelsburg vereinbart, das dort mit einem Kommers beendet wurde. Sowohl diese Neugründung als auch die Verfolgung durch die Gestapo blieben aufgrund des Chaos der letzten Kriegsmonate ohne Folgen.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte die Burg zur Sowjetischen Besatzungszone und später zur DDR. Der adlige Grundbesitzer wurde enteignet, die Burg kam in den Besitz der Stadt Bad Kösen.
[Bearbeiten] In der DDR
Die studentischen Corps auf dem Gebiet der DDR verlegten sich in den Westen. Der Kösener Congress tagte 1953 in Bonn und dann von 1954 bis 1994 in Würzburg mit Blick auf die Festung Marienberg, die Rudelsburg und Bad Kösen blieben für die Corpsstudenten in der Bundesrepublik eine Erinnerung an alte Zeiten.
Die Rudelsburg verfiel weiter, ebenso die Denkmäler. Größere Metallteile wurden zum Teil eingeschmolzen.
Da es üblich war, die Namen von Touristenattraktionen zur Bezeichnung von in der Gegend hergestellten Waren und Handelsmarken zu nehmen, wurde auch der Name „Rudelsburg“ derart verwendet, so zur Bezeichnung eines Autoradios des VEB Funkwerk Halle und verschiedener Kalkprodukte des VEB Kalkwerk Rudelsburg, Bad Kösen.
In der DDR regten sich in den 1960er Jahren erste Bestrebungen, alte studentische Traditionen wieder zu beleben. Das Wissen darüber war weitgehend verschwunden. Heimlich wurden Informationen und Material gesammelt. Zu Beginn der 1980er Jahre kam es dann sogar zu ersten Gründungen von neuen Verbindungen auf dem Gebiet der DDR, zuerst im Geheimen, später immer offener. Die Rudelsburg stand dabei – wie auch andere traditionelle Veranstaltungsorte – durchaus im Blickfeld der DDR-Studenten.
Am 20. Juni 1987 richtete die Verbindung (später K. D. St. V.) Salana Jenensis den ersten Allianzkommers der DDR-Studentenverbindungen auf der Rudelsburg aus. Bei der ersten Veranstaltung dieser Art waren nur 19 Teilnehmer anwesend, die teilweise mit Flößen und in Zinkbadewannen auf der Saale angereist waren. Damit sollte Bezug genommen werden auf die auf alten Darstellungen ersichtliche Tradition der Bootsfahrten auf der Saale. Dieser Kommers war die erste offizielle, bei der Polizei angemeldete traditionelle Studentenveranstaltung in der Geschichte der DDR.
Seit diesem Jahr ist die Rudelsburg der jährliche Treffpunkt der vor 1990 in der DDR gegründeten Studentenverbindungen, die sich 1990 zur Rudelsburger Allianz zusammengeschlossen haben.
[Bearbeiten] Wiederaufbau nach der Wiedervereinigung
Im Jahre 1990 kehrte das Corps Thuringia Jena, das in der Nachkriegszeit seinen Sitz nach Hamburg verlegt hatte, als erste der „vertriebenen“ Studentenverbindungen wieder zurück in seine alte Universität Jena. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als die DDR noch bestand. Nach und nach kehrten fast alle Corps wieder an ihre angestammten Universitäten zurück. Schon 1992 hatte die Gemeinde Bad Kösen den Kösener SC-Verband eingeladen, seinen Kongress nicht mehr in Würzburg, sondern wieder in Bad Kösen auszurichten. Eine erste Arbeitstagung zu diesem Thema fand 1992 statt. Der erste Kösener Congress in Bad Kösen nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1995 bezog dann auch die Rudelsburg als Veranstaltungsort mit ein. Diese Rückkehr war mit umfangreichen Instandsetzungsarbeiten in der Burg verbunden[9], die in den Jahren 1990 und 1991 gezielte bauarchäologische Dokumentationen durch Reinhard Schmitt ermöglichten.
Seit der Wiedervereinigung werden auch sukzessive die corpsstudentischen Denkmäler auf dem Gelände der Vorburg wieder hergestellt. Finanziert werden diese Aktionen durch den Kösener SC-Verband, durch Spenden einzelner Corps, aber auch durch Privatspenden einzelner Corpsstudenten. Bis heute gilt das Lied Dort Saaleck, hier die Rudelsburg den Kösener Corpsstudenten sowie den Allianzverbindungen als Erkennungslied.
Die Ruine der Rudelsburg wird nach wie vor gastronomisch genutzt. Der Innenbereich der Burg und der Bergfried sind während der Öffnungszeiten der Gaststätte zugänglich. Vom Bergfried bietet sich eine Aussicht über das Tal der Saale. In den unteren Räumen des Bergfrieds sind einige Vitrinen mit Ausstellungsstücken über Corpsstudenten angebracht.
In der Burg befindet sich für Trauungen eine Außenstelle des Standesamts der Stadt Bad Kösen, die sich und ihre Burg gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden neuzeitlich als Thüringer Toskana und über den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland vermarktet.
[Bearbeiten] Denkmäler
Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehrere Denkmäler an der Rudelsburg errichtet. Allein die Kösener Corpsstudenten erbauten auf dem Weg von der Stadt Bad Kösen zur Rudelsburg, auf dem ehemaligen Gelände der Vorburg, vier bedeutende Denkmäler.
[Bearbeiten] Gefallenensäule
Zu Pfingsten 1872 wurde die Gefallenensäule zu Ehren der im Deutsch-Französischen Kriege 1870/71 gefallenen Corpsstudenten geweiht. Die aktiven Studenten errichteten dieses Denkmal noch ohne die Hilfe der „Alten Herren“, deren Verband noch nicht gegründet war. Es handelt sich dabei um das erste studentische Denkmal Deutschlands überhaupt. Es bestand aus einem Unterbau aus Treppen, einer Plattform mit Balustrade, einem vier Meter hohen, quadratischen Postament und einer Säule mit gekröntem Reichsadler. 1953, während der Zeit der DDR, wurde das Denkmal zerstört.
[Bearbeiten] Kaiser-Wilhelm-I.-Obelisk
Am 25. Mai 1890 wurde der Kaiser-Wilhelm-I.-Obelisk zu Ehren des im Jahre 1888 verstorbenen ersten Deutschen Kaisers Wilhelm I. übergeben. Zu Zeiten der DDR 1953 zerstört, wurde dieses Kaiser-Wilhelm-Denkmal nach der deutschen Wiedervereinigung jedoch wieder errichtet.
Siehe auch: Kaiser-Wilhelm-Denkmäler.
[Bearbeiten] Jung-Bismarck-Denkmal
Das Jung-Bismarck-Denkmal von 1895/96 wurde als erste Gemeinschaftsleistung des Verbandes Alter Corpsstudenten (VAC) errichtet, und zwar aus Anlass des 80. Geburtstages von Fürst Otto von Bismarck, selbst Alter Herr des Corps Hannovera Göttingen. Von den unzähligen Bismarck-Denkmälern Deutschlands war dies das einzige, das den ersten kaiserlichen Reichskanzler in Bronze als lässig dasitzenden jungen Mann mit dem Couleurband um die Brust und einem studentischen Korbschläger in der Hand zeigte. Dazu gehörte natürlich auch sein Hund in Studentenzeiten, eine deutsche Dogge namens Ariel. Das Konzept, Bismarck als jungen Mann in legerer Haltung darzustellen, erzeugte kontroverse Diskussionen, war aber von ihm selbst am 27. April 1895 genehmigt worden. Die Ausführung erfolgte durch den Bildhauer Prof. Norbert Pfretzschner. In der DDR wurde dieses Denkmal 1951/1952 durch die FDJ zerstört. Der Grundstein mit Urkunden und der Studentenmütze Bismarcks wurde noch zu DDR-Zeiten von ostdeutschen Verbindungsstudenten aus dem Sockel geborgen und nach der Wiedervereinigung dem Kösener SC-Verband übergeben. Am 29. Mai 1998 haben Corpsstudenten des Corps Hannovera Göttingen an der Stelle des alten Bismarck-Denkmals ein Erinnerungsmal gestiftet.
Ein Nachguss des ursprünglichen Denkmals wurde am 1. April 2006 durch den KSCV in Beisein von Curt Becker, dem Justizminister von Sachsen-Anhalt, eingeweiht. Bildhauer war Andreas Belser aus Traunstein, die Gussarbeiten hatte die Kunstgießerei Otto Strehle in Winhöring bei Altötting ausgeführt. Bei der feierlichen Einweihung waren zahlreiche Mitglieder des Corps Hannovera anwesend, die auch maßgeblich an der Realisierung und der Finanzierung des Nachgusses beteiligt waren. Durch Souvenirjäger oder Vandalismus wurde das Denkmal jedoch bereits wieder beschädigt.
In den Zaun um das Denkmal sind alle Wappen derjenigen Corps eingelassen, die für den Nachguss gespendet haben, der Zaun gehört also zum Werk dazu.
Siehe auch: Bismarck-Denkmal, Reichshund.
[Bearbeiten] Löwendenkmal
Im Jahre 1926 wurde das Löwendenkmal errichtet zum Andenken an die 2.360 Kösener Corpsstudenten, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Es zeigt im Relief einen überdimensionalen von Lanzen getroffenen, sterbenden Löwen. Geschaffen wurde das Löwendenkmal durch den Berliner Bildhauer Professor Hermann Hosaeus (1875–1958). Nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde das eingewachsene Denkmal wieder restauriert und mit neuen Gedenktafeln für die Gefallenen beider Weltkriege versehen.
[Bearbeiten] Allianzstein
Von den Mitgliedsverbindungen der Rudelsburger Allianz wurde 1997 ein Gedenkstein zum zehnjährigen Jubiläum des ersten öffentlichen Auftritts von Studentenverbindungen in der DDR auf der Rudelsburg errichtet. Bereits 1987 war neben dem Bismarck-Denkmal ein kleiner Betonstein gegossen worden. Dieser „alte Allianzstein“ befindet sich auch heute noch an der ursprünglichen Stelle.
Siehe auch: Liste der Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt, Tourismus in Sachsen-Anhalt
[Bearbeiten] Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Der Zwinger der Rudelsburg, der sich zwischen Kernburg und Vorburg befindet, war offensichtlich bereits von Anfang an beim Bau der Burg mit angelegt und gilt in der Literatur als Beleg dafür, dass die Idee des Zwingers nicht erst durch die Kreuzzüge nach Europa gelangt ist.
- ↑ Martin Claus: Die Thüringische Kultur der älteren Eisenzeit. Grab-, Hort- und Einzelfunde (Irmin 2/3), Diederichs-Verlag, Jena 1942, S. 149; Klaus Simon: Höhensiedlungen der Urnenfelder- und Hallstattzeit in Thüringen. In: Alt-Thüringen 20, 1984, ISSN 0065-6585, S. 23-80.
- ↑ Klaus Simon und Manfred Böhme: Älterbronzezeitliche Neufunde von der Rudelsburg bei Bad Kösen. In: Ausgrabungen und Funde 35, 1990, ISSN 0004-8127, S. 174-179; Klaus Simon: Ur- und frühgeschichtliche Höhensiedlungen auf der Rudelsburg bei Bad Kösen. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 74, 1991, ISSN 0075-2932, S. 59-130.
- ↑ Die Bearbeitung der vorgeschichtlichen Funde und Befunde erfolgt derzeit durch Christiane Schmidt im Rahmen ihrer Dissertatiosnschrift "Die prähistorische Besiedlung der Rudelsburg und die bronzezeitliche Besiedlung im Mittelelbe-Saale-Gebiet unter besonderer Berücksichtigung der Höhensiedlungen".
- ↑ UB Naumburg Nr. 279.
- ↑ Karl Richard Lepsius: Kleine Schriften. Beiträge zur thüringisch-sächsischen Geschichte und deutschen Kunst- und Alterthumskunde. Creutz, Magdeburg 1854/55, S. 16 und Anm. 32.
- ↑ UB Pforte I, Nr. 230; Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae IV, Nr. 653
- ↑ Früher belegt ist nur der Gebrauch eines Geschützes bei der Belagerung von Burg und Stadt Meersburg am Bodensee durch Ludwig den Bayern im Jahre 1334. Aus Italien (Florenz 1326, Cividale del Friuli 1331) und von der französischen Flotte (1338-1346) stammen die ältesten europäischen Berichte.
- ↑ Reinhard Rüger: Zur Instandsetzung der Rudelsburg in den Jahren 1991/92. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt Bd. 2, 1993, S. 58-67.
Als Rudelsburg waren noch zwei weitere, abgegangene Burgen benannt, von denen nichts mehr erhalten ist: In Crimmitschau-Russdorf/Sachsen oberhalb vom Am Lindenberg 1 (Dehio2, Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath u.a., Sachsen II: Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, München 1998) und in 83259 Schleching/Chiemgau/Oberbayern (Dehio2, Werner A. Widmann, Der Chiemgau. Land der Berge und Seen zwischen Inn und Salzach. August Sieghardts Heimat- und Reisetagebuch vollständig neu verfasst, illustriert und herausgegeben von Werner A. Widmann, Regensburg 1977).
[Bearbeiten] Literatur
- Carl Peter Lepsius: Die Ruinen der Rudelsburg. Bürger, Naumburg 1824.
- Johannes Stangenberger: Gedenkbuch der Rudelsburg: Topographisch-historische Monographie mit einem Auszuge aus dem Fremdenbuche der Rudelsburg, veröffentlicht von Ferdinand Kesselring, Hildburghausen 1853
- Paul Wilhelm Corssen: Die Rudelsburg: Den Besuchern der Burg zur Nachricht. 2. verbess. Aufl. H. Sieling, Naumburg 1869.
- Paul Salvisberg: Die Rudelsburg: Eine Reisestudie mit Text und Original-Zeichnungen, nebst einer Einleitung über die Entwicklung der Mittelalterlichen Militair-Architectur in Deutschland. Commissionsverlag bey Konrad Wittwer, Stuttgart 1879.
- Otto Piper, Burgenkunde. Bauwesen und Geschichte der Burgen zunächst innerhalb des deutschen Sprachgebietes, 3. Auflage, Würzburg 1912, Seiten 10, 12, 13, 85, 134, 149, 192, 223, 249, 289, 293, 391, 392, 401, 454, 456, 584
- Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.): Burgen in Mitteleuropa. Ein Handbuch. Stuttgart 1999
- Band I Bauformen und Entwicklung, Seiten 227, 244, 272, 275
- Band II Geschichte und Burgenlandschaften, Seiten 190, 192, 193, 201, Abb. 84
- Reinhard Schmitt: Zur Geschichte und Baugeschichte der Rudelsburg, Burgenlandkreis. In: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 14 (2005), S. 75-153.
- August von Cohausen: Die Befestigungsweisen der Vorzeit und des Mittelalters, Würzburg 2003
- III. Teil Mittelalterliche Befestigungen deutscher Burgen, Seite 156; Figur 196
- Rüdiger Kutz: Die Chronik der Rudelsburg und ihrer Denkmäler, München 1993. In: Einst und Jetzt. Sonderheft 1993. (Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung)
- Paul Schreckenbach: Die letzten Rudelsburger. Roman aus dem Mittelalter. Staackmann, Leipzig 1913.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Website der Rudelsburg
- Literatur über Rudelsburg in Bibliothekskatalogen: DNB, GBV
- Informationen zu Rudelsburg im BAM-Portal
- Ein Jahrtausend Rudelsburg mit Rittergut Kreipitzsch und ihre Besitzer Eine historische Video-Dokumentation
- Rudelsburg in www.burgenwelt.de
- Friedrich-Schiller-Universität Jena: Die Funde von Nebra, Höhensiedlungen
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