Schwarznuss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Schwarznuss
Schwarznuss, Blätter und Früchte

Schwarznuss, Blätter und Früchte

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)
Gattung: Walnüsse (Juglans)
Art: Schwarznuss
Wissenschaftlicher Name
Juglans nigra
L.
Schwarznussbaum
Furniermaser einer Schwarznuss, unbehandelt
Frucht einer Schwarznuss

Der Schwarznussbaum (Juglans nigra) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Die Schwarznuss wächst im östlichen Nordamerika und in Texas und dient dort als Lieferant von Nutzholz. Seine Früchte sind essbar. In Europa wird er als Zierbaum, oder als Unterlage für veredelte Walnussbäume verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Schwarznussbaum ist ein 20 bis 30 Meter hoher Baum. Er besitzt gefiederte Laubblätter mit je zwölf oder mehr paarigen, eirund lanzettförmigen, gezahnten, unterseits fein weichhaarigen, Blättchen.

Der Kern der Frucht ist eine runde, glatte Nuss mit vier Scheidewänden und nicht buchtigem Kern. Im botanischen Sinn handelt es sich eigentlich um keine Nuss.


[Bearbeiten] Verbreitung

Die Schwarznuss hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet in der Osthälfte der USA. Um 1900 wurden Schwarznussbäume in den Rhein- und Donauauwäldern angesiedelt, heute bilden sie dort nennenswerte Bestände.

[Bearbeiten] Inhaltsstoffe

Die Schwarznuss enthält Polyphenole, Gerbstoffe, Naphthochinonfarbstoffe wie Juglon und Hydrojuglon-Glykosid. Ätherisches Öl, Fettsäuren und Alkane. Juglon bewirkt die Schwarzfärbung der absterbenden Pflanzenorgane, es hat eine phytotoxische Wirkung auf umstehende Pflanzen und ist auch für Fische und Pilze giftig.

[Bearbeiten] Verwendung

Die Schwarznuss ist ein eindrucksvoller Parkbaum, wenn er frei steht. Dann entwickelt er eine mächtige, runde Krone. Neuerdings wird die Schwarznuss auch forstlich kultiviert. Das Holz wird verwendet zur Herstellung von Möbeln sowie zum Schnitzen und Drechseln. Durch den Einsatz von Spezialknackern lässt sich die harte Steinschale der Früchte öffnen. Die dabei freigesetzten Embryonen werden in den USA in der Konditorei und bei der Speiseeisherstellung eingesetzt. Der Embryo ist reich an fetten Ölen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Kosmos Naturführer, Aichele/Schwegler: Welcher Baum ist das?
  • Schmeil-Fitschen: Die Flora von Deutschland interaktiv, ISBN 3-494-01368-3
  • Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde, Georg Thieme-Verlag 6. Auflage

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Schwarznuss – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Holz: [1] [2]

Bilder: [3]

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen