Wolfgang von Karajan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hedy und Wolfgang von Karajan beim Spielen auf zwei Kleinorgeln (Juni 1953)
Salzburger Kommunalfriedhof, Grab Wolfgang von Karajans, seiner Ehefrau und seiner Eltern

Wolfgang Ritter von Karajan (bürgerlicher Name seit 1919: Wolfgang Karajan; * 27. Januar 1906 in Salzburg; † 2. November 1987 ebenda) war ein Organist und Ensembleleiter aus der Familie von Karajan. Er war der ältere Bruder von Herbert von Karajan.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang von Karajan erhielt eine Ausbildung zum Organisten und schloss an der Technischen Hochschule in Wien sein Studium der Elektrotechnik ab. Er leitete danach in Salzburg sein eigenes technisches Labor, bevor er 1950 mit seiner Frau Hedy und Hans Andreae das „Orgel-Ensemble Wolfgang von Karajan“ gründete, das mit drei Positiven auftrat.

Das Ensemble unternahm weltweit Tourneen und gab viele Konzerte, bei denen es zeitweise auch Portative verwendete; Karajan war auch Orgelbauer. Ein besonderes Glanzstück ihres Repertoires war Bachs Die Kunst der Fuge, die sein Bruder mit ihm bei EMI einspielen wollte; das Projekt wurde aber abgelehnt. Das Verhältnis zwischen den beiden Brüdern war etwas gespannt, da Herbert gegenüber der Frau seines Bruders, Hedy, eine tiefe Abneigung empfand und Wolfgang im Gegensatz zu seinem Bruder ein Leben in fast eigenbrötlerischer Zurückgezogenheit vorzog. In seiner Jugend war er ein begeisterter Motorsportler, der mit seinem Motorrad Douglas-Sport 500 cm³, das er 1926 verkaufte,[1] auch an Bergrennen teilnahm.

Hausorgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hausorgel von Wolfgang Karajan wurde 1960 von E. F. Walcker & Cie. als mechanische Schleifladenorgel gebaut.[2]

Die Disposition lautet:

I Hauptwerk C–g3
Gedackt 08′
Prinzipal 04′
Waldflöte 02′
Sesquialtera II
Mixtur IV
II Positiv C–g3
Rohrflöte 08′
Nachthorn 04′
Prinzipal 02′
Quinte 113
Cymbel II
Regal 08′
Tremulant
Pedal C–f1
Subbaß 16′
Pommer 08′
Gemshorn 04′
Koppelflöte 02′

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KLEINE ANZEIGEN. In: MOTORRAD, 1. Juli 1926, S. 59. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/mot
  2. organindex.de. Abgerufen am 31. Juli 2022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]