Blätter für deutsche und internationale Politik
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Die Blätter für deutsche und internationale Politik ist eine 1956 gegründete politische Zeitschrift, die monatlich erscheint. Auf rund 120 Seiten finden sich Analysen und Alternativen, Kommentare und Informationen, mit Chronik und Dokumenten zum Zeitgeschehen und aktuellen Debatten.
Der Herausgeberkreis bestand 2006 aus Norman Birnbaum, Micha Brumlik, Dan Diner, Jürgen Habermas, Detlef Hensche, Rudolf Hickel, Jörg Huffschmid, Walter Jens, Reinhard Kühnl, Claus Leggewie, Ingeborg Maus, Klaus Naumann, Jens Reich, Rainer Rilling, Irene Runge, Karen Schönwälder, Friedrich Schorlemmer, Gerhard Stuby und Rosemarie Will. Zu den ehemaligen Herausgebern zählen Wilfried von Bredow, Helga Deppe-Wolfinger, Günter Gaus, Urs Jaeggi, Gerhard Kade, Walter Kreck, Marie Veit, Hermann Rauschning, Helmut Ridder, Manfred Pahl-Rugenstein, Reinhard Opitz.
Die Zeitschrift wurde 1956 unter anderem aus dem Umfeld des neutralistischen Deutschen Klub 1954 des Publizisten Karl Graf von Westphalen gegründet. Die Zeitschrift wurde in den ersten Jahren ihres Bestehens finanziell von der DDR unterstützt, konnte jedoch ähnlich wie die Zeitschrift konkret schnell einen unabhängigen Weg finden. Seit 1989 wird sie in eigener Regie von dem von den Redakteuren gegründeten Blätter-Verlag herausgebracht. Zuvor erschien sie im DKP-nahen Pahl-Rugenstein Verlag. Aus den ersten Jahren stammt die Einschätzung des Theologen Karl Barth, der sie „eine Insel der Vernunft in einem Meer von Unsinn“ nannte. 1968 bezeichnete sie der Bayernkurier als „Zentralorgan der APO“. Sie ist eines der wichtigsten Presseorgane, das der heutigen Friedensbewegung nahesteht. Die verkaufte Auflage betrug Ende 2004 6.729 Exemplare (IVW).
In einer Erklärung von Intellektuellen, publiziert in der ZEIT vom 27. Juni 1996, heißt es: „Diese Zeitschrift steht für republikanisch-demokratische Grundsätze, für eine über bündnispolitische und ökonomische Bindungen hinausgehende Westorientierung des Landes wie für soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.“
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[Bearbeiten] Demokratiepreis
Die Zeitschrift ehrt mit einem „Blätter“-Demokratiepreis Menschen, „die mit ihrem praktischen Einsatz für die Beendigung von Gewalt und Gegengewalt sowie für die Einhaltung der Menschenrechte und demokratische Grundrechte eintreten.“ Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
[Bearbeiten] Liste der letzten Preisträger des Demokratiepreises
- 1997 – Daniel Goldhagen [1]
- 2000 – Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte und sein Sprecher Lothar Evers [2]
- 2003 – Amira Hass [3]
- 2007 – Seymour Hersh [4]
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
ISSN: 0006-4416

