Burg Breuberg

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Burg Breuberg
Burg Breuberg im Sommer 2006

Burg Breuberg im Sommer 2006

Entstehungszeit: um 1150
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ort: Neustadt
Geographische Lage 49° 49′ 13″ N, 9° 2′ 24″ O49.8202777777789.04306Koordinaten: 49° 49′ 13″ N, 9° 2′ 24″ O
Höhe: 306 m ü. NN
Burg Breuberg (Hessen)
DEC
Burg Breuberg
Burg Breuberg
Burg Breuberg mit Bergfried
Burg Breuberg, Merian-Stich 1648

Die Burg Breuberg ist eine Burg auf dem im Gebiet der Stadt Breuberg (Odenwaldkreis) gelegenen Burgberg. Sie gehört wegen ihres guten Erhaltungszustands zu den eindrucksvollsten Burganlagen in Südhessen bzw. im Odenwald.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Burg Breuberg steht im hessischen und somit nördlichen Teil des Odenwalds auf dem 306 m hohen Breuberg, unmittelbar nördlich bzw. oberhalb von Neustadt, das ein Stadtteil von Breuberg ist. Sie erhebt sich auch oberhalb eines Abschnitts des Main-Zuflusses Mümling, der den Burgberg in einem weiten Linksbogen in West-Nord-Richtung umfließt.

[Bearbeiten] Geschichte der Burg

[Bearbeiten] Architektur der Burg

  • Der älteste Teil der Burganlage aus dem 12. Jahrhundert ist der etwas verschobene rechteckige Grundriss der Hauptburg mit Resten des Burggrabens und der Ringmauer, der quadratische Bergfried mit Buckelquadern und das Säulenportal am Torbau der Kernburg.
  • Unter den Grafen von Wertheim und später den Grafen von Erbach wurden mehrere Umbauten vorgenommen. So entstand Ende des 14. Jahrhunderts das Vorwerk mit doppeltem Vortor, das ursprünglich mit einer hölzernen Zugbrücke versehen war, die im Jahre 1812 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Die vier mächtigen Geschütztürme wurden zwischen 1480 und 1507 erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch der „Spottkopf“, im Volksmund „Breilecker“ genannt, zu finden am Torbau der Vorburg über der Steinbrücke.
Die Gebäude aus romanischer und gotischer Zeit sind der langgestreckte „Föppelsbau“ und das angrenzende Zeughaus. An der Nordseite, neben dem Tor, findet sich der „Altbau“ mit Treppenturm und Brunnenhalle, dessen hölzernes Schöpfwerk aus dem Jahr 1560 stammt. Östlich schließt sich die bereits 1357 erwähnte Kapelle an. An der Schmalseite des Hofes liegt der dreigeschossige „Herrschaftliche Bau“, in dessen zweitem Geschoss der Festsaal liegt. In der Mitte der Südseite steht das „Erbachsche Herrenhaus“ von 1568 mit gewölbtem Saal im Erdgeschoss und Wohnräumen im Obergeschoss. Im westlichen Anschluss wurden die Rentschreiberei (Ende des 15. Jahrhunderts), die Burgküche (15. bis 16. Jahrhundert) und – neben dem Torbau – die Münze errichtet.
  • Im 17. Jahrhundert kamen weitere Sicherungen durch eine 10 bis 14 m hohe Ringmauer, Zwinger und tiefem, trockenen Ringgraben hinzu. Zwischen 1606 und 1613 wurde der „Johann-Casimir-Bau“ mit gut erhaltener Steingalerie errichtet, in dessen Obergeschoss sich der Rittersaal befindet. Er ist mit einer reichlich stuckierten Decke ausgestattet, die neben der Wappenfolge der Ahnen des Grafen Johann Casimir zwischen Leisten und Rankenwerk allegorische Figuren und Szenen der klassischen Mythologie enthält. Die Stuckaturen zählen zu den bedeutendsten Arbeiten der Spätrenaissance und des Manierismus im süddeutschen Raum. Sie wurden vermutlich von Eberhard Fischer aus Babenhausen (Hessen) zwischen 1610 und 1624 geschaffen, der auch die Decke des Einhard-Hauses in Seligenstadt stuckierte. Ein Figurenfries an den Wänden zeigt antike Gottheiten.

[Bearbeiten] Literatur

  • Winfried Wackerfuß (Hrsg.): Burg Breuberg im Odenwald. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1979.
  • Wolfram Becher und Alfred F. Wolfert: Die Stuckdecke im Rittersaal des Johann Casimir-Baus auf Burg Breuberg. Breuberg-Bund, Neustadt im Odenwald 1979.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Breuberg Castle – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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