Burg Breuberg
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| Burg Breuberg | ||
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Burg Breuberg im Sommer 2006 |
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| Entstehungszeit: | um 1150 | |
| Burgentyp: | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand: | Erhalten oder wesentliche Teile erhalten | |
| Ort: | Neustadt | |
| Geographische Lage | 49° 49′ 13″ N, 9° 2′ 24″ O49.8202777777789.04306Koordinaten: 49° 49′ 13″ N, 9° 2′ 24″ O | |
| Höhe: | 306 m ü. NN | |
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Die Burg Breuberg ist eine Burg auf dem im Gebiet der Stadt Breuberg (Odenwaldkreis) gelegenen Burgberg. Sie gehört wegen ihres guten Erhaltungszustands zu den eindrucksvollsten Burganlagen in Südhessen bzw. im Odenwald.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Burg Breuberg steht im hessischen und somit nördlichen Teil des Odenwalds auf dem 306 m hohen Breuberg, unmittelbar nördlich bzw. oberhalb von Neustadt, das ein Stadtteil von Breuberg ist. Sie erhebt sich auch oberhalb eines Abschnitts des Main-Zuflusses Mümling, der den Burgberg in einem weiten Linksbogen in West-Nord-Richtung umfließt.
[Bearbeiten] Geschichte der Burg
- Die Burg Breuberg wurde gegen Mitte des 12. Jahrhunderts (ebenso wie die Veste Otzberg) von der Reichsabtei Fulda gegründet, um ihre Besitztümer im Odenwald zu sichern.
- Um etwa 1200 wurde die Vogtei von den Herren von Lützelbach übernommen, die sich daraufhin Herren von Breuberg nannten. Bereits 1323 starb das Geschlecht der Breuberger mit Eberhard III. von Breuberg im Mannesstamm aus.
- So kam es, dass der Besitz mehrfach zersplittert wurde, bis die Burg schließlich im Jahre 1497 an die Grafen von Wertheim ging.
- Nach dem Aussterben dieser Linie fiel die Burg 1556 je zur Hälfte an die Grafen von Erbach und von Stolberg-Königstein.
- Anfang des 17. Jahrhunderts fällt der Stolberg-Königsteinische Anteil an der Burg an die Grafen von Löwenstein.
- 1940 erwarb das Deutsche Jugendherbergswerk die Anlage. 1949 ging Burg Breuberg in den Besitz des Landes Hessen über. Die Burg wird weiterhin als Jugendherberge genutzt.
[Bearbeiten] Architektur der Burg
- Der älteste Teil der Burganlage aus dem 12. Jahrhundert ist der etwas verschobene rechteckige Grundriss der Hauptburg mit Resten des Burggrabens und der Ringmauer, der quadratische Bergfried mit Buckelquadern und das Säulenportal am Torbau der Kernburg.
- Unter den Grafen von Wertheim und später den Grafen von Erbach wurden mehrere Umbauten vorgenommen. So entstand Ende des 14. Jahrhunderts das Vorwerk mit doppeltem Vortor, das ursprünglich mit einer hölzernen Zugbrücke versehen war, die im Jahre 1812 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Die vier mächtigen Geschütztürme wurden zwischen 1480 und 1507 erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch der „Spottkopf“, im Volksmund „Breilecker“ genannt, zu finden am Torbau der Vorburg über der Steinbrücke.
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Spottkopf „Breilecker“ |
Wappen über dem Torbau |
- Die Gebäude aus romanischer und gotischer Zeit sind der langgestreckte „Föppelsbau“ und das angrenzende Zeughaus. An der Nordseite, neben dem Tor, findet sich der „Altbau“ mit Treppenturm und Brunnenhalle, dessen hölzernes Schöpfwerk aus dem Jahr 1560 stammt. Östlich schließt sich die bereits 1357 erwähnte Kapelle an. An der Schmalseite des Hofes liegt der dreigeschossige „Herrschaftliche Bau“, in dessen zweitem Geschoss der Festsaal liegt. In der Mitte der Südseite steht das „Erbachsche Herrenhaus“ von 1568 mit gewölbtem Saal im Erdgeschoss und Wohnräumen im Obergeschoss. Im westlichen Anschluss wurden die Rentschreiberei (Ende des 15. Jahrhunderts), die Burgküche (15. bis 16. Jahrhundert) und – neben dem Torbau – die Münze errichtet.
- Im 17. Jahrhundert kamen weitere Sicherungen durch eine 10 bis 14 m hohe Ringmauer, Zwinger und tiefem, trockenen Ringgraben hinzu. Zwischen 1606 und 1613 wurde der „Johann-Casimir-Bau“ mit gut erhaltener Steingalerie errichtet, in dessen Obergeschoss sich der Rittersaal befindet. Er ist mit einer reichlich stuckierten Decke ausgestattet, die neben der Wappenfolge der Ahnen des Grafen Johann Casimir zwischen Leisten und Rankenwerk allegorische Figuren und Szenen der klassischen Mythologie enthält. Die Stuckaturen zählen zu den bedeutendsten Arbeiten der Spätrenaissance und des Manierismus im süddeutschen Raum. Sie wurden vermutlich von Eberhard Fischer aus Babenhausen (Hessen) zwischen 1610 und 1624 geschaffen, der auch die Decke des Einhard-Hauses in Seligenstadt stuckierte. Ein Figurenfries an den Wänden zeigt antike Gottheiten.
[Bearbeiten] Literatur
- Winfried Wackerfuß (Hrsg.): Burg Breuberg im Odenwald. Breuberg-Bund, Breuberg-Neustadt 1979.
- Wolfram Becher und Alfred F. Wolfert: Die Stuckdecke im Rittersaal des Johann Casimir-Baus auf Burg Breuberg. Breuberg-Bund, Neustadt im Odenwald 1979.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Burg Breuberg auf der privaten Burgen-Projektseite burgenwelt.de
- Burg Breuberg auf der privaten Webseite „Burg Breuberg“
- Burg Breuberg – Zankapfel der Konfessionen im privaten Burgerbe-Blog
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