Besenheide

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Hinweis: Den Namen „Heidekraut“ tragen auch Pflanzen der Gattung Erica in der selben Familie (Heidekrautgewächse).


Besenheide
Besenheide (Calluna vulgaris)

Besenheide (Calluna vulgaris)

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Gattung: Besenheide
Art: Besenheide
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Calluna
Salisb.
Wissenschaftlicher Name der Art
Calluna vulgaris
(L.) Hull
Besenheide (Calluna vulgaris), Illustration

Die Besenheide (Calluna vulgaris), auch Heidekraut genannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Calluna, die zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) gehört. Sie ist eine prägende Pflanzenart der Heidelandschaft.

Der Gattungsname leitet sich vom griechischen Wort kallyno für ich reinige, fege ab.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Der niedrige, verholzende und immergrüne Zwergstrauch überschreitet selten Wuchshöhen von 50 Zentimetern. Er wächst relativ langsam und erreicht gewöhnlich ein Alter von 10 bis 15 Jahren. Die Besenheide unterscheidet sich von den verwandten und teilweise recht ähnlichen Erica-Arten durch schuppenförmig an den Ästchen anliegende und nach oben eingerollte, gegenständige Blätter, die nur wenige Millimeter lang sind. Spaltöffnungen befinden sich nur an der Blattunterseite und sind von Haaren geschützt. Diese ledrigen Rollblättchen werden als Anpassungsleistung an stickstoffarme Böden gedeutet (Peinomorphose). Die Besenheide blüht vom Spätsommer bis Herbst weiß und rosa bis purpurn. Die nickenden Blüten stehen in einem dichten, traubigen Blütenstand. Die zwittrigen, vierzähligen Einzelblüten haben eine Länge von etwa 4 mm. Die jeweils vier Kron- und Kelchblätter sind gleich gefärbt; letztere sind doppelt so lang wie die eher unscheinbare Krone. Die Blüte der Besenheide zeichnet sich durch reichlichen Insektenbesuch aus. Als Hauptbestäuber treten vor allem Honigbienen und kleine Falter, wie z.B. der Ockergelbe Blattspanner in Erscheinung. Die Samen der vielsamigen Kapselfrucht werden als Ballonflieger über den Wind verbreitet.

[Bearbeiten] Ökologie

Die Besenheide gilt als Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten und deren Raupen, darunter auch gefährdete Arten, wie den Kiefernheidensackträger, das Heidekrauteulchen, den grünen Moorheidenspanner oder den Komma-Dickkopffalter.

[Bearbeiten] Vorkommen

Natürlich verbreitet ist die Besenheide in ganz Europa mit Schwerpunkt in Mittel- und Nordeuropa, im Osten kommt sie bis West-Sibirien vor. Besonders häufig ist sie in eiszeitlich geprägten Gebieten. Schottische Einwanderer führten die Besenheide im 19. Jahrhundert nach Kanada ein. Seitdem breitet sie sich in Nordamerika aus und gilt dort als Neophyt.

Die Besenheide gilt als Säurezeiger. Sie kommt natürlich auf sonnigen bis lichten Standorten, vornehmlich auf kalkfreien Sanden vor. Sie wächst bevorzugt auf trockenen, aber auch auf wechselfeuchten Böden, beispielsweise in entsprechenden Bereichen von Mooren. Lebensraum sind Heiden, Moore, Dünen, lichte Wälder. Die Vorkommen erstrecken sich vom Flachland bis in Höhenlagen von 2700 m.

[Bearbeiten] Quellen

  • Düll / Kützelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, 6. Auflage, Quelle & Meyer, ISBN 3-494-01397-7

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Besenheide – Bilder, Videos und Audiodateien
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