Campanile

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Hilfe:Begriffsklärung
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Campanile (Begriffsklärung) aufgeführt.
Campanile am Markusdom in Venedig

Ein Campanile (abgeleitet von ital. campana, Glocke) ist ein neben einem Kirchengebäude stehender Glockenturm, der nicht in selbiges integriert ist. In Italien und Litauen ist die freistehende Anordnung des Kirchturms relativ verbreitet.

Als bekanntester Campanile gilt der Schiefe Turm von Pisa. Bekannt sind weiter der Campanile von Venedig (Markusturm) und Giottos Campanile des Florentiner Doms sowie der Campanile der Kathedrale Sankt Stanislaus in Vilnius.

In Deutschland ist bei Neubauten der Nachkriegszeit oft die freistehende Anordnung anzufinden, manchmal dadurch bedingt, dass der Turm aus Kostengründen erst später dazugefügt wurde. Zuvor war es in Deutschland üblich den Glockenturm an das Kirchengebäude zu bauen oder ihn zu integrieren. Es gab nur sehr wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel die Kirchen des Reinhold Persius. Außerdem findet man in Deutschland besondere Formen vom Campanile, die durch historische Ereignisse zustande kamen. Beispiele hierfür sind der Rote Turm in Halle an der Saale, der ein Relikt der alten Marienkirche ist und der Gmünder Glockenturm der nach Einsturz der Türme des Heilig-Kreuz-Münsters 1497 in einem Wohnturm neben dem Kirchengebäude errichtet wurde.

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen