Crypto AG
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Die Crypto AG ist eine Schweizer Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Steinhausen, Zug. Gegründet wurde die Crypto AG am 15. Mai 1952 durch den schwedischen Kryptographen Boris Hagelin. Die Crypto AG hat eine Schwestergesellschaft namens InfoGuard. Die Crypto AG bietet unter dem Slogan Total Information Security Sicherheitslösungen für Militärs, Firmen, Privatpersonen, Banken und Regierungen. Die Crypto AG bietet Verschlüsselungen für Funk, Telefon, VPN und Lichtwellenleiter. Gross geworden ist die Crypto AG durch den Verkauf von Funkgeräten an Regierungen für den Botschaftsfunk.
Die verwendeten Verschlüsselungsalgorithmen sind nicht publik und nur wenigen Mitarbeitern des weltweit tätigen Unternehmen in genaueren Details bekannt. Die Implementierung der Algorithmen erfolgt demnach nach dem Security through Obscurity-Prinzip. Eine Bewertung der Sicherheit durch jedermann ist daher (mangels offengelegtem Quellcode) nicht abschliessend möglich.
Die Crypto AG hat Niederlassungen in Argentinien, der Elfenbeinküste, Malaysia, Oman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Crypto AG geriet 1996 in die Schlagzeilen, da die Firma in den Verdacht geriet bis Ende der achtziger Jahre - unter Mitwirkung Deutscher und Amerikanischer Geheimdienste - manipulierte Schutzgeräte vertrieben zu haben. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" widmete in seiner Printausgabe Nr. 36 (1996) unter dem Titel "Wer ist der befugte Vierte? Geheimdienste unterwandern den Schutz von Verschlüsselungsgeräten" dem Geschäftsgebaren der Crypto AG einen Artikel.[1] In einem weiteren kritischen Bericht befasst sich MediaFilter.org mit den Verflechtungen zwischen der Crypro AG und dem amerikanischen Geheimdienst NSA[2].
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ "Wer ist der befugte Vierte? Geheimdienste unterwandern den Schutz von Verschlüsselungsgeräten"
- ↑ "Cryptogate - Crypto AG: The NSA's Trojan Whore?"

