Diskussion:Digital Audio Broadcasting/Archiv/2017

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Letzter Kommentar: vor 7 Jahren von 84.179.158.232 in Abschnitt DAB Surround
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Nur sieben deckende Sender?

Diese Angabe ist totaler Unsinn. sie stammt wohl aus der Zeit, als die Kanäle in einem Raster von 300 kHz platziert waren. Diese 300kHz sind längst Geschichte. Zuerst gab es eingefügte Kanäle, also ein Raster von 150kHz, inzwischen liegt das Raster bei 100kHz. 300kHz stammen aus dem vorigen Jahrhundert... Man versuche doch mal, mit einem alten für das 300 kHz-Raster ausgelegen (Röhren-) UKW-Radio heute Sender zu empfangen. Man bekommst mehrere Sender gleichzeitig herein, weil die Geräte nicht genau genug trennen können. Es gibt heute also 205 Kanäle und nicht mehr nur 68. Eine grobe Überschlagsrechnung zeigt bereits auf, dass es mehr Möglichkeiten gibt:

Nehmen wir mal grob vereinfacht an, die Senderstandorte sind wie Bienenwaben im Land verteilt. Ein Sender hat dann im Schnitt sechs räumliche Nachbarsender. Nehmen wir weiterhin an, der nächste Sender gleicher Frequenz muss mind. zwei "Waben" anderer Frequenz dazwischen haben, dann benötigt ein Sender mind. zehn verschiedene Kanäle, um gegenseitig nicht zu stören, wobei bereits ein Unsicherheitsfaktor von 1,7 enthalten ist. Daraus ergeben sich bei nur 68 Kanälen in der Tat ca. 6 bis 7 mögliche Abdeckungen. Bei der heutigen Kanaldichte sind ca. zwanzig flächendeckende Systeme möglich. ÅñŧóñŜûŝî (Ð) 15:35, 15. Jan. 2017 (CET)
Ich habe revertiert, weil die Angabe belegt war und 1996 gerade mal 20 Jahre her ist (das erscheint mir bei der Entwicklung von Analog-UKW, das in den 50er Jahren entwickelt wurde, keine so arg lange Zeit zu sein). Außerdem bezieht sich der Abschnitt "Idee und Systementwicklung" ja sowieso nicht auf die heutige Zeit, sondern wahrscheinlich auf so etwa Mitte/Ende der 80er Jahre, als das System mit konkreten Normierungen entwickelt wurde. Der Literaturvergleich bezieht sich hier offenbar auf den Beginn des Privatfunks 1983. Wenn der Kontext so zusammengehört, wie es hier den Anschein macht, dann ist die heutige Situation sowieso egal, es geht hier um den Vergleich zu dem hier dargestellten Zeitpunkt, un der dürfte wohl plausibel sein. --H7 (Diskussion) 15:48, 15. Jan. 2017 (CET)
PS: Ich hab mal den historischen Bezug der Aussage etwas deutlicher herausgestellt. --H7 (Diskussion) 16:02, 15. Jan. 2017 (CET)
PS: Kann es evtl. sein, dass Lauterbach sogar selbst bei der DAB-Entwicklung mit Anfang der 80er Jahre vergleicht und er deshalb eine UKW-Skala zugrunde gelegt hat, die zu dieser Zeit vielleicht nur bis 102 oder 104 MHz gereicht hat? Wäre ja denkbar. --H7 (Diskussion) 16:05, 15. Jan. 2017 (CET)

DAB Surround

DAB Surround Sound ermöglicht 5.1-Raumklang ... - ja und was wird nun real gemacht? In den Sendertabellen Deutschlands steht dann konkret "HE-AAC v1 Stereo". Ich nehme mal an das schließt ein, dass bei entsprechendem mehrkanaligem Material dann über diese beiden HE-AAC v1 Stereokanäle Dolby-kodiert wird, genauso wie auf den UKW-Sendern, und dass die Empfänger das dann auch genauso wie ein FM-Tuner beim Verstärker abliefern. Aber das real existierende DAB+ liefert wohl eben auch nicht mehr - also kein Dolby Digital - 84.179.148.143 20:53, 14. Feb. 2017 (CET)

TF: Ich vermute, dass das genau wie bei DVB-S-Radio nur eine Möglichkeit darstellt. Mein Lieblingsradiosender bot beispielsweise auf der Website einige Inhalte in 5.1 an, ohne den für ihn reservierten 5.1-Kanal im ARD-Hörfunktransponder (DVB-S auf Astra) wirklich mit 5.1 zu bespielen. Nachfrage beim Sender stellte klar, dass der 5.1-Kanal auf Astra auch in Zukunft reserviert bleibt und nicht bespielt wird, da die Studiotechnik nur 2.0 unterstützt. Dolby Surround (3.0 analog) kann aber durchrutschen, da nicht gesondert geblockt. 5.1 bietet der Sender nur über die Website an und auch nicht das Liveprogramm, sondern nur einzelne Angebote. --Rôtkæppchen₆₈ 01:49, 15. Feb. 2017 (CET)
Interessant. Aber "durchrutschen" durch die beiden Stereokanäle wird wohl auch das heute übliche Dolby Prologic II, und daraus macht der Prologic-II-Decoder dann sogar echtes 5.1 - wenn die Aufnahme Prologic-II-codiert ist. Insofern ist es bis einschließlich 5.1 kein Nachteil, dass die Studiotechnik "nur" Stereo kann, 5.1 (nicht nur 3.0) reicht sie mittels Prologic II durch. Insofern ist es wohl für die Sender nicht sinnvoll, digitales 5.1 zu senden.
Man müsste vielleicht einen PrologicII-Decoder haben, der anzeigen kann, ob er Stereo oder ProLogicI oder PrologicII empfängt und was er dann evt. als "Pseudo" ergänzt - z.B."Surround Simulation" gar aus Nur-Stereo-Aufnahme.
Das ist nun alles so kompliziert und wird von den Sendern schlecht/nicht kommuniziert - so war das wohl dem Nachfrage-Beantworter beim Sender auch nicht umfassend klar. Wenn jemand das alles so bestätigen kann oder mehr weiß, bitte hier diskutieren oder gleich in den Artikel fundiert einarbeiten. - 84.179.158.232 10:43, 18. Feb. 2017 (CET)