Elgin Marbles
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Unter Elgin Marbles versteht man die Teile des Skulpturenschmuckes von Bauten der Akropolis von Athen, die heute im British Museum in London ausgestellt sind. Es handelt sich dabei u.a. um Teile des Panathenäen-Frieses, einige Metopen und Stücke vom Ost- und Westgiebel des Parthenon, außerdem eine der Mädchenfiguren aus der Korenhalle des Erechtheion. Lord Elgin, damals Botschafter im Osmanischen Reich, brachte die Stücke 1801 in Begleitung des badisch-russischen Malers Feodor Iwanowitsch Kalmück in sein Heimatland.
Seit 1939 werden sie in einem eigenen Raum präsentiert.
2009 konnten mit Hilfe einer hochsensitiven Methode auf manchen Skulpturen der Elgin Marbles Spuren des Pigments Ägyptisch Blau nachgewiesen werden. Seit längerem vermuten Forscher, dass der heute in reinweißem Marmor erstrahlende Parthenon ursprünglich zumindest teilweise bemalt war, was durch diesen Fund nun als gesichert angesehen werden kann.[1]
Sowohl in der britischen wie in der griechischen Öffentlichkeit wird seit langem diskutiert, ob die Elgin Marbles sich zu Recht in England befinden oder ob sie von Griechenland beansprucht werden können.
Die Diskussion um die Rückgabe der Elgin Marbles wurde 2006 durch einen Präzedenzfall der Heidelberger Universität erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Die Universität übergab im September 2006 ein kleines Bruchstück aus dem Parthenon, 8 x 11 cm groß, dem Neuen Akropolismuseum, Athen. Das Bruchstück kam vermutlich 1871 als Mitbringsel eines Reisenden in die Heidelberger Sammlung.
[Bearbeiten] Literatur
- William St. Clair: Lord Elgin and the marbles. Oxford University Press, London 1967, 1998. ISBN 0-19-288053-5
- Ian Jenkins: Die Parthenonskulpturen. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2008. ISBN 978-3-8053-3905-6
- Amir Sobati: The Parthenon marbles and Lord Elgin. London 2002. ISBN 960-92071-0-3 (Comic-Geschichte für Kinder)
- Klaus-Dieter Linsmeier: „Stein des Anstoßes“. In: Abenteuer Archäologie 2/2006, S. 46-47. Spektrum der Wissenschaft Verl.-Ges., Heidelberg. ISSN 1612-9954 (PDF-Datei; 88 kB)
[Bearbeiten] Weblinks
- Die Elgin Marbles auf der Seite des Britischen Museums (engl.)
- Restore the Parthenon Marbles, durch Nicolas Mottas, OpEdNews.com (englisch)
- Das ganze Parthenonfries als digitale Repräsentation, eine Website des griechischen Kulturministeriums
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Nature, Onlinedienst, doi: 10.1038/news.2009.574: Traces of paint confirmed on Parthenon sculptures (15. Juni 2009); siehe auch: wissenschaft.de: Parthenon in Farbe

