Freilichtmuseum am Kiekeberg

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Das Eingangsgebäude des Museums
Selbiges
Fachhallenhaus aus dem 17. Jahrhundert
Pferdegöpel im Freilichtmuseum am Kiekeberg
links vorn das Göpelgetriebe, im Hintergrund eine Häckselmaschine, die über eine Welle angetrieben wird

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist ein im Naturpark Harburger Berge am Kiekeberg im Ortsteil Ehestorf der Gemeinde Rosengarten im Landkreis Harburg gelegenes ehemals hamburgisches Museum.

Das Museum, das derzeit 33 historische Gebäude des 17. bis 20. Jahrhundert auf einem 12 Hektar großen Areal umfasst, beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der nördlichen Lüneburger Heide und der angrenzenden Elbmarschen. Darüber hinaus verfügt das Museum über ein modernes Ausstellungsgebäude mit der Dauerausstellung "Petticoat und Frontlader. Das Wirtschaftswunder auf dem Land" zum Landleben in den 1950er Jahren und einem Sonderausstellungsbereich. Noch bis Januar 2009 ist dort die Ausstellung "Einkaufen. Eine Geschichte des täglichen Bedarfs" zu sehen. Im Außengelände gibt es neben einer Reihe von historischen Gärten auch verschiedene alte Haustierrassen zu bewundern. Dazu gehören Bunte Bentheimer Landschweine, Ramelsloher Blaubeine (Hühner), Schleswiger Kaltblüter, Bentheimer Landschafe und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind. Im "Haus des Handwerks" werden auf 500 m² die wichtigsten ländlichen Gewerke präsentiert. Ferner gibt es regelmäßig Vorführungen traditioneller Handwerkskunst, wie beispielsweise Schmieden und Spinnen.

Das ganze Jahr über finden auf dem Museumsgelände Veranstaltungen wie ein historischer Jahrmarkt, ein Handwerkertag, zwei Pflanzenmärkte, ein Traktoren- und ein Oldtimertreffen sowie mehrere Konzerte statt.

Eine besondere Attraktion des Freilichtmuseums am Kiekeberg ist das Living History Programm "Gelebte Geschichte 1804". An einer Reihe von Wochenenden werden einige der historischen Gebäude von geschulten Darstellern in historischer Kleidung belebt, die einen Eindruck davon vermitteln wie die Bauern in der Lüneburger Heide um das Jahr 1804 lebten.

Im gutsortierten Museumsshop können historische Haushaltsartikel, Textilien, Kinderbücher, Fachliteratur, Spielzeug, Naturkosmetika, ausgefallene Spezialitäten und der in der museumseigenen Schnapsbrennerei hergestellte "Alte Haidmärker" erworben werden.

Das in der Museumsbäckerei hergestellte Brot kann man ebenfalls kaufen. Im Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" gibt es leckere Bratkartoffelgerichte, und im nebenan gelegenen Gasthof zum Kiekeberg kann man deftige Leckereien wie Kassler im Brotteig probieren.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Umgebung des Museums war schon zur Kaiserzeit ein beliebtes Ausflugsziel für die Hamburger und Harburger Bevölkerung. Auf dem Berg befand sich bis 1945 ein Aussichtsturm zum Gedenken an Otto von Bismarck, der allerdings 1945 von deutschen Truppen gesprengt wurde.

Das Freilichtmuseum wurde 1953 von Prof. Willi Wegewitz als Außenstelle des Helms-Museums gegründet. Im Jahr 1987 erwarb der Landkreis Harburg, der damals über noch kein Museum verfügte, das Freilichtmuseum von der Stadt Hamburg. Nun ist es das Kreismuseum des Landkreises Harburg.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende Veranstaltungen des Kiekeberg-Museums haben in Fachkreisen auch überregional große Bedeutung.

[Bearbeiten] Förderverein

1989 wurde der "Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e.V." gegründet. Er ist gemeinnützig. Mitglieder haben freien Eintritt in das Museum, in die Außenstellen sowie in das Helms-Museum in Harburg. Der Verein unterstützt das Museum bei seiner Arbeit und betreibt beispielsweise den Museumsbauernhof Wennerstorf, den Museumsladen und die Museumsbrennerei. Darüber hinaus vertreibt er die im Freilichtmuseum entwickelte Software FirstRumos.

[Bearbeiten] Außenstellen

Das Museum betreibt diverse Außenstellen:

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks


53.4402777777789.9019444444444Koordinaten: 53° 26′ 25″ N, 9° 54′ 7″ O

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