Jürgen Brötz

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Jürgen Brötz (* 7. Juli 1963) ist ein Generalmajor (TR) des Heeres der Bundeswehr.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und erste Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beförderungen

Brötz trat 1984 als Grundwehrdienstleistender in die Bundeswehr ein. 1987 wechselte er in die Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes und absolvierte als Offizieranwärter der Panzergrenadiertruppe die Offizierausbildung. Von 1988 bis 1993 wurde er als Zugführer beim Panzergrenadierbataillon 142 in Neustadt verwendet. Es folgten 1993 und 1994 weitere Verwendungen als Zugführer beim Panzergrenadierbataillon 152 in Schwarzenborn und bei der Luftlandebrigade 31 unterstellten Fallschirmjägerbataillon 314 in Oldenburg. Von 1994 bis 1995 wurde er beim Fallschirmjägerbataillon 314 weiter als S2-Offizier (Militärisches Nachrichtenwesen) und von 1995 bis 1998 als Kompaniechef eingesetzt. Im Anschluss absolvierte er von 1998 bis 2000 den 41. Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.

Dienst als Stabsoffizier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Verwendung als Stabsoffizier führte Brötz von 2000 bis 2001 als G2 (Beurteilung der Feindlage, Nachrichtengewinnung und Aufklärung, Targeting, Militärische Sicherheit, Geo-Information) zur 7. Panzerdivision nach Düsseldorf. Von 2001 bis 2002 wurde er als G3 (Operationsführung, Planung, Ausbildung, Organisation) und Chef des Stabes der Panzerbrigade 42 in Potsdam eingesetzt. Darauf folgte von 2002 bis 2004 eine Truppenverwendung als Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 212 in Augustdorf. 2004 wurde er nach Bonn versetzt wo er als Referent im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung tätig war. Es folgte von 2005 bis 2008 eine erneute ministerielle Verwendung, diesmal als Stellvertretender Büroleiter beim Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und Berlin. Hierauf wurde Brötz nach Hannover versetzt, wo er 2008 bis 2010 als Abteilungsleiter G2 bei der 1. Panzerdivision Verwendung fand. Von 2010 bis 2012 wurde Brötz als Gruppenleiter (Chief of Branch) im Bundesnachrichtendienst in Berlin eingesetzt. Es folgte 2012 bis 2016 eine erneute ministerielle Verwendung, diesmal als Referatsleiter Strategie und Einsatz im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Dienst als General[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 wurde Brötz Unterabteilungsleiter Strategie und Einsatz I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Damit verbunden war auch die Beförderung zum Brigadegeneral. Den Dienstposten als Unterabteilungsleiter gab Brötz im Juli 2019 an Oberst Achim Werres ab, um sich auf den Auslandseinsatz vorzubereiten.[1] Am 21. August 2019 wurde Brötz, als Nachfolger von Brigadegeneral Gerhard Klaffus, Kommandeur Train Advise and Assist Command North (TAAC-N) und Kontingentführer des deutschen Einsatzkontingents Resolute Support in Masar-e Scharif (Afghanistan).[2] Diesen Dienstposten übergab er am 20. August 2020 an Brigadegeneral Ansgar Meyer, um zur Vorbereitung auf eine NATO-Verwendung im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Schwielowsee eingesetzt zu werden.[3] Von 1. Oktober 2020 bis 1. September 2023 war Brötz, unter temporärer Ernennung zum Generalmajor, Deputy Assistant Secretary General Intelligence, Joint Intelligence and Security Division im Internationalen Militärstab der NATO in Brüssel, Belgien.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brötz ist verheiratet und hat eine Tochter sowie einen Sohn.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 2020. 22. Auflage. Mönch Verlagsgesellschaft, Bonn 2020, ISBN 978-3-7637-6295-8, S. 131.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BRÖTZ Jürgen: Biograpyh. In: nato-pa.int. Parlamentarische Versammlung der NATO; (englisch).
  • Major General Jürgen Brötz. In: nato.int. NATO, 16. März 2023, archiviert vom Original; (englisch).
  • Vita bei Resolute Support Mission. In: rs.nato.int. NATO/Resolute Support, archiviert vom Original am 3. Februar 2020; (englisch).
  • Militärische Vita. In: einsatz.bundeswehr.de. 29. September 2017, archiviert vom Original am 11. Oktober 2017;.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen - Juli 2019. In: blauer-bund.de. Presse- und Informationsstab im BMVg, 15. Juli 2019, abgerufen am 26. August 2019.
  2. Afghanistan Mission an Brigadegeneral Jürgen Brötz übergeben. In: einsatz.bundeswehr.de. PIZ Einsatzführungskommando der Bundeswehr, 21. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2019.
  3. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – September 2020. BMVg, 24. August 2020, abgerufen am 30. September 2020.
  4. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen - Oktober 2020. In: bundeswehr.de. Presse- und Informationsstab im BmVg, 2. Oktober 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2020; abgerufen am 3. Oktober 2020.