Peter Strieder
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Peter Strieder (* 15. Mai 1952 in Nürnberg) ist ein ehemaliger Landespolitiker und früherer Chef der Berliner SPD.
1992 wurde Strieder zum Bezirksbürgermeister von Berlin-Kreuzberg gewählt, musste das Amt jedoch nach der Berlinwahl 1995 wieder abgeben, da die SPD im Bezirk ihre Mehrheit verloren hatte. Stattdessen wurde er am 26. Januar 1996 als Senator für Bau- und Wohnungswesen, Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr in den Senat des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) gewählt. Dieses Amt wurde ihm nach der Berlinwahl am 10. Oktober 1999 erneut übertragen, jedoch firmierte es nunmehr unter der Ressortbezeichnung „Senatsverwaltung für Stadtentwicklung“. Auch erhielt er bei der Wahl ein Mandat im Abgeordnetenhaus. Im Rahmen der Berliner Bankenkrise im Jahr 2001 kam es zum Bruch der seit 1991 regierenden großen Koalition, die in einem Misstrauensvotum gegen den bisherigen Regierenden Bürgermeister Diepgen und der Wahl des SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Wowereit zu dessen Nachfolger mündete. Wowereit und die SPD bildeten dabei einen Rot-Grünen Minderheitssenat, der von der PDS toleriert wurde. An dieser politischen Entwicklung war Peter Strieder federführend beteiligt. Auch behielt er unter Klaus Wowereit sein bisheriges Ressort bei und blieb auch nach den Neuwahlen am 21. Oktober 2001 Stadtentwicklungssenator, diesmal in einer rot-roten Koalition. Nach der Kür Walter Mompers zum Spitzenkandidaten der Berliner SPD wurde Strieder im Januar 1999 zum Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt.
Am 7. April 2004 gab er auf Grund einer Bauaffäre um das Berliner Tempodrom alle politischen Ämter auf. Dies betraf den SPD-Landesvorsitz, das Senatsressort, sein Mandat im Berliner Abgeordnetenhaus und seine Aufgabe als Wahlmann in der Bundesversammlung. Gegen Strieder ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen der umstrittenen Finanzierung des Veranstaltungs- und Kulturzentrums Tempodrom. Die Ermittlungen wurden im Jahr 2007 eingestellt. Seit seinem Rücktritt ist Peter Strieder als Politikberater tätig.
[Bearbeiten] Siehe auch
Franz Neumann (1946–1958) | Willy Brandt (1958–1963) | Kurt Mattick (1963–1968) | Klaus Schütz (1968–1977) | Gerd Löffler (1977–1979) | Dietrich Stobbe (1979–1981) | Peter Glotz (1981) | Peter Ulrich (1981–1985) | Jürgen Egert (1985–1986) | Walter Momper (1986–1992) | Ditmar Staffelt (1992–1994) | Detlef Dzembritzki (1994–1999) | Peter Strieder (1999–2004) | Michael Müller (2004– )
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Strieder, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 15. Mai 1952 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |

