Phoenix (Arizona)

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Phoenix
Spitzname: Valley of the Sun
Downtown Phoenix Aerial Looking Northeast.jpg
Siegel von Phoenix
Siegel
Flagge von Phoenix
Flagge
Lage in Arizona
Phoenix in Maricopa County map.png
Basisdaten
Gründung: 4. Mai 1886
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Arizona
County: Maricopa County
Koordinaten: 33° 27′ N, 112° 4′ WKoordinaten: 33° 27′ N, 112° 4′ W
Zeitzone: Mountain Standard Time (UTC−7)
Einwohner:
– Metropolregion:
1.615.017 (Stand: 2016)
4.192.887
Bevölkerungsdichte: 1.313,1 Einwohner je km2
Fläche: 1.230,5 km2 (ca. 475 mi2)
davon 1.229,9 km2 (ca. 475 mi2) Land
Höhe: 340 m
Gliederung: 8 Stadtbezirke
Postleitzahlen: 85001–85099
Vorwahl: +1 602, 623, 480
FIPS: 04-55000
GNIS-ID: 0044784
Website: www.phoenix.gov
Bürgermeister: Greg Stanton (D)
Phoenix map.jpg
Satellitenaufnahmen von Phoenix
Phoenix (USA)
Phoenix
Phoenix
Phoenix auf der Karte der Vereinigten Staaten

Phoenix [ˈfiːnɪks] ist die Hauptstadt und größte Stadt des US-Bundesstaats Arizona. Die Stadt ist außerdem Sitz der Countyverwaltung (County Seat) des Maricopa Countys.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phoenix liegt im Herzen von Arizona im Tal der Sonne („Valley of the Sun“) in der Sonora-Wüste. Das erweiterte Stadtgebiet hat vier Millionen Einwohner. Es umfasst Mesa, Scottsdale, Glendale, Tempe, Chandler, Gilbert, Peoria und viele kleinere Orte wie Goodyear, Avondale, Litchfield Park und Anthem sowie überwiegend von Rentnern bewohnte Gemeinden (Retirement Communities) wie Sun City, Sun City West und Fountain Hills.

Der Salt River fließt vom Nordosten des Maricopa County durch den Süden von Phoenix. Die Grenze zu Tempe wird vom La Toma Crosscut Canal gebildet. Der Großraum Phoenix wird begrenzt von Gebirgen, den McDowell Mountains im Norden, den Superstition Mountains (mit der markanten Weavers Needle) im Osten, der Sierra Estrella und den South Mountains im Süden sowie den White Tank Mountains im Westen.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung bestand laut dem Zensus von 2010 zu 46,5 Prozent aus Weißen und zu 6,5 Prozent aus Afroamerikanern; 3,2 Prozent waren asiatischer Herkunft. 40,8 Prozent der Bevölkerung waren Hispanics. Der Median des Einkommens je Haushalt lag 2015 bei 47.326 US-Dollar. 23,1 Prozent der Bevölkerung lebten unterhalb der Armutsgrenze.[1]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1980 789.704
1990 984.310
2000 1.321.045
2010 1.445.632
2016 1.615.017

Quelle:[2][3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für mehr als 2000 Jahre wohnte das Hohokam-Volk im Gebiet des heutigen Phoenix.[4][5] Die Hohokam schufen ein Netz von rund 135 Meilen mit Bewässerungskanälen, die die Wüste landwirtschaftlich nutzbar machten. Die Laufbahnen dieser Kanäle wurden später für den Arizona Canal, das Central Arizona Project und den Hayden-Rhodes-Aquädukt benutzt. Die Hohokam handelten mit den benachbarten Anasazi, Mogollon und den Sinagua und auch mit den ferneren mesoamerikanischen Zivilisationen.[6] Zwischen 1300 und 1450 verließen die Hohokam angeblich wegen einer Trockenperiode und mehreren Fluten das Gebiet. Nach den Hohokam begannen Pima, Tohono O'odham und Maricopa Stämme die Region zu besiedeln.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Phoenix gibt es durchschnittlich 312 Tage Sonnenschein im Jahr. Ein Drittel des Jahres (von Mitte Mai bis Mitte September) liegen die Temperaturen über 38 °C (100 °F). An den heißesten Tagen des Jahres können die Temperaturen sogar gegen 46 °C ansteigen. Die trockene Wüstenluft in Arizona macht die hohen Temperaturen jedoch etwas erträglicher („trockene Hitze“). Die Bevölkerung setzt sich der Hitze nur in geringem Maße aus – die meisten Gebäude und Fahrzeuge sind klimatisiert.

Die tiefsten Temperaturen im Winter liegen bei 0 °C (32 °F), bleiben aber selten über längere Zeit so niedrig. Messbare Mengen an Schnee gab es in den letzten Jahren zweimal: 1 cm im Jahr 1990 und 2,5 cm im Jahr 1985. Im Jahresdurchschnitt fallen in der Gegend rund 194 mm Regen. Der wenige Regen fällt verteilt über den Zeitraum des Südwest-Monsuns von Juli bis Mitte September, wenn gelegentlich feuchtwarme Luft vom Golf von Kalifornien die heiße Wüstenluft verdrängt.

Phoenix, Arizona
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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25
 
19
5
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: National Weather Service, US Dept of Commerce; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Phoenix, Arizona
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 18,8 21,5 24,2 29,2 34,2 39,7 41,1 39,8 36,8 31,2 23,8 19,0 Ø 30
Min. Temperatur (°C) 5,1 7,1 9,3 12,9 17,7 22,7 27,2 26,2 22,7 16,0 9,4 5,4 Ø 15,2
Niederschlag (mm) 17,0 17,3 22,4 5,6 3,0 3,3 21,1 24,4 21,8 16,5 16,8 25,4 Σ 194,6
Sonnenstunden (h/d) 8,3 9,1 10,3 11,8 12,9 13,6 12,2 11,6 11,0 10,0 8,5 7,9 Ø 10,6
Regentage (d) 2,7 2,8 3,2 1,1 0,6 0,5 3,0 3,2 2,3 2,0 2,3 3,1 Σ 26,8
Luftfeuchtigkeit (%) 51 44 39 28 22 19 32 36 36 37 44 52 Ø 36,7
T
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m
p
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41,1
27,2
39,8
26,2
36,8
22,7
31,2
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23,8
9,4
19,0
5,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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21,8
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16,8
25,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigste Universität im Großraum Phoenix ist die in Tempe gelegene Arizona State University, nach Studentenzahlen die zweitgrößte Universität der USA. Im August 2006 eröffnete die ASU einen Campus in der Innenstadt von Phoenix.

Die medizinische Fakultät der in Tucson beheimateten University of Arizona hat eine Außenstelle in Phoenix, die bis 2007 stark ausgebaut wurde. Die Studenten können nunmehr die meisten medizinischen Klassen auf dem neuen Campus in der Innenstadt belegen. Ebenso bietet die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der University of Arizona, das Eller College of Management, einen Executive MBA in Phoenix an.

Zusätzlich zu den Außenstellen der zwei wichtigsten staatlichen Universitäten Arizonas hat im Stadtbereich von Phoenix die größte private Universität der USA, die University of Phoenix ihren Sitz.

Im Stadtgebiet Glendale befindet sich die Wirtschaftshochschule Thunderbird – School of Global Management. Die Schule entstand 1946 aus dem Militärflugplatz „Thunderbird Fields“. In Großraum Phoenix gibt es 10 Community Colleges.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch ist Phoenix eine von der Landwirtschaft (Baumwolle und Zitrusfrüchte) geprägte Stadt, doch haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten besonders Elektronik- und Telekommunikationsunternehmen investiert. Wegen des attraktiven Klimas, der Nähe zum Grand Canyon und anderer landschaftlicher Attraktionen hat sich der Tourismus zu einer weiteren Säule der städtischen Wirtschaft entwickelt. Im Winter ist Phoenix bei Golfspielern beliebt, die dem schlechten Wetter im Norden der USA entfliehen. Als eine der am schnellsten wachsenden Städte der USA ist Phoenix derzeit besonders für die Immobilienwirtschaft interessant.

Im Großraum Phoenix haben fünf Fortune 500 Firmen ihren Sitz: Apollo Group, Avnet, Phelps Dodge, US Airways und Allied Waste Industries. Weitere große Unternehmen, die ihren Sitz in Phoenix haben, sind unter anderen Best Western, Cold Stone Creamery, Mesa Airlines, P.F. Chang’s China Bistro und Shamrock Foods. Auch das Photovoltaikunternehmen First Solar hat hier sein Hauptquartier. Andere große Arbeitgeber in der Region sind Bank of America, General Dynamics, Henkel, Honeywell, Intel, Motorola oder Southwest Airlines.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist über die Interstate I-10 mit Los Angeles im Westen und Tucson (bzw. Mexiko und Texas) im Südosten verbunden. Die I-17 führt in den Norden Arizonas nach Flagstaff. Die I-8 führt im Süden der Stadt über Yuma nach San Diego in Kalifornien.

Der Großraum Phoenix ist verkehrstechnisch mit einer Ringautobahn sowie verschiedenen Stadtautobahnen sehr gut erschlossen. Dennoch kommt es sehr häufig zu Staus, daher wurde am 27. Dezember 2008 eine Straßenbahn mit 32 km (20 mi) Länge eröffnet (Baubeginn für diese war im März 2005), die Valley Metro Rail, welche Phoenix mit dem Flughafen, der Arizona State University und Tempe sowie Mesa verbindet. Von der Straßenbahn erhofft man sich auch eine Revitalisierung des Stadtzentrums.

Im Großraum Phoenix gibt es fünf Flughäfen, den Sky Harbor International Airport, einen der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, den Williams Gateway Airport (aus der 1993 geschlossenen Williams Air Force Base entstanden), den Falcon Field Airport, den Phoenix–Goodyear Municipal Airport und Scottsdale Municipal Airport in Scottsdale – die letzten beiden werden vorwiegend von Privatmaschinen angeflogen.

Phoenix ist die größte Stadt der Vereinigten Staaten, die keinen Anschluss an das Amtrak-Fernverkehrsnetz hat. Die Bedienung durch Amtrak wurde 1996 eingestellt und nach Maricopa verlagert. Die Stadt wird jedoch im Eisenbahngüterverkehr bedient.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phoenix gehört zu den wenigen Städten, die in jeder der vier großen nordamerikanischen Sportarten (Baseball, American Football, Basketball und Eishockey) mit einem Team in der höchsten Liga vertreten sind:

Arizona Cardinals in der National Football League
Arizona Diamondbacks in der Major League Baseball
Arizona Coyotes in der National Hockey League
Phoenix Suns in der National Basketball Association

Weitere bekannte Teams sind:

Arizona Rattlers, Arena Football League
Phoenix FC, USL Professional Division
Phoenix Mercury, Women’s National Basketball Association

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chase Field, Heimat der Arizona Diamondbacks
Firebird International Raceway, Bootsrennen
Gila River Arena, Multifunktionsarena, Heimat der Coyotes (im Vorort Glendale)
Manzanita Speedway, Dragster-Rennen
Phoenix International Raceway, Autorennen der NASCAR-Serie
Phoenix Street Circuit, ehemaliger Stadtkurs, auf dem von 1989 bis 1991 der Große Preis der USA der Formel 1 ausgetragen wurde
University of Phoenix Stadium, Heimat der Arizona Cardinals (NFL) im Vorort Glendale
US Airways Center, Multifunktionsarena, u. a. Heimat der Suns, der Roadrunners, der Rattlers und der Mercury

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arizona State Capitol, Regierungssitz des Bundesstaates
  • Alice Cooper'stown, die Bar von Alice Cooper
  • Arizona Biltmore
  • Arizona Historical Society Museum
  • Arizona Science Center
  • Arizona State Capitol, Regierungssitz des Bundesstaates
  • Arizona Veterans Memorial Coliseum / Arizona State Fairgrounds
  • Camelback Mountain
  • Castles N’ Coasters Amusement Park
  • Desert Botanical Garden, Phoenix Zoo und Hole-in-the-Rock im Papago Park
  • Encanto Park
  • Fleischer Museum
  • Hall of Flame
  • Heard Museum
  • Hotel San Carlos
  • Metrocenter Mall
  • Musical Instrument Museum
  • Phoenix Art Museum
  • Phoenix Museum of History
  • Pueblo Grande Museum and Cultural Park
  • St. Mary’s Basilika
  • South Mountain Park
  • Squaw Peak Recreation Area
  • Symphony Hall im Phoenix Civic Plaza
  • Taliesin West und Gammage Auditorium, beide von Frank Lloyd Wright konstruiert
  • Tovrea Castle
  • Wrigley Mansion

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekanntesten Söhnen und Töchtern der Stadt Phoenix (Arizona) gehören folgende Persönlichkeiten:

Politiker
  • Sidney Preston Osborn (1884–1948), Politiker und von 1941 bis 1948 Gouverneur des Bundesstaates Arizona
  • Bob Stump (1927–2003), Mitglied des Repräsentantenhauses
  • Charles Robb (* 1939), Politiker und von 1982 bis 1986 Gouverneur des Bundesstaates Virginia und später Senator
  • Mary Peters (* 1948), Politikerin und von 2006 bis 2009 Verkehrsministerin der Vereinigten Staaten
Schriftsteller
Schauspieler
Sportler
Moderatoren

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bands aus Phoenix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er-Jahren gab es eine inoffizielle Städtepartnerschaft zur deutschen Stadt Karlsruhe.[7] Eine offizielle Städtepartnerschaft allerdings kam nie zustande.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elizabeth Tandy Shermer: Sunbelt Capitalism: Phoenix and the Transformation of American Politics. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2013, ISBN 978-0-8122-0760-6
  • Bradford Luckingham: Phoenix: The History of a Southwestern Metropolis. University of Arizona Press, Tucson 1995, ISBN 978-0-8165-1116-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Phoenix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. U.S. Census Bureau: American FactFinder - Community Facts. Abgerufen am 8. November 2017 (englisch).
  2. 1980–2000: Volkszählungsergebnisse; 2006: Fortschreibung des US Census Bureau
  3. Annual Estimates of the Population for Incorporated Places in Arizona. United States Census Bureau. 10. September 2008. Abgerufen am 17. Januar 2011.
  4. History of Phoenix. City of Phoenix. Archiviert vom Original am 15. April 2014. Abgerufen am 15. April 2014.
  5. Marshall Trimble: Arizoniana. American Traveler Press, 1988, ISBN 978-1-885590-89-3, S. 103.
  6. Prehistoric Desert Peoples: The Hohokam. Desert USA. Archiviert vom Original am 20. März 2016.
  7. Karlsruher Stadtwiki