Sudetendeutsche Landsmannschaft

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Die Sudetendeutsche Landsmannschaft Bundesverband e.V. (SL) ist ein deutscher Vertriebenenverband, der die Interessen der Deutschen vertritt, die aus dem Sudetenland, auf dem heutigen Gebiet Tschechiens, vertrieben wurden. Bundesvorsitzender ist Franz Pany, Sprecher der Landsmannschaft Bernd Posselt. Die Sudetendeutsche Landsmannschaft ist Mitglied im Bund der Vertriebenen (BdV).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Organisation

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft ist zum einen nach der Herkunft ihrer Mitglieder in „Heimatlandschaften“ und „Heimatkreise“ gegliedert, zum anderen nach dem heutigen Wohnort in Landes-, Kreis- und Ortsgruppen. Gemeinsam mit den sudetendeutschen Heimatvereinigungen vertritt die Landsmannschaft nach eigenen Angaben die Interessen von 250.000 Mitgliedern. Die SL erhebt den Anspruch, für alle sudetendeutschen Heimatvertriebenen zu sprechen und versucht, anderen sudetendeutschen Organisationen im Sudetendeutschen Rat vorzustehen. Die Mitglieder der SL werden heute in Erlebnis- (vor 1945 Geborene) und Bekenntnisgeneration (nach 1945 Geborene) eingeteilt.

Jährlich wird seit 1958 der „Europäische Karlspreis“ vergeben, der (im Unterschied zum Karlspreis) nach dem böhmischen König und römisch-deutschen Kaiser Karl IV. benannt ist.

[Bearbeiten] Geschichte

Nachdem Vertriebene aus Böhmen bereits 1948 eine Kreisgruppe in München und 1949 eine Landesgruppe für Bayern gebildet hatten, gründete sich 1950 die Sudetendeutsche Landsmannschaft als Bundesverband. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs begann eine zögerliche Annäherung an die alte Heimat, die 2003 mit der Gründung eines sudetendeutschen Büros in der tschechischen Hauptstadt Prag gipfelte.

Mehrere Jahrzehnte wurden die Vorsitzenden der Sudetendeutschen Landsmannschaft von Mitgliedern des rechtsextremistischen Witiko-Bundes gestellt, der sich als „nationale Gesinnungsgemeinschaft der Sudetendeutschen“ versteht.

Jedes Jahr zu Pfingsten veranstaltet die SL in Nürnberg oder Augsburg den Sudetendeutschen Tag.

[Bearbeiten] Politische Bedeutung

Traditionell ist die SL personell und programmatisch eng mit der CSU verwoben. Wie andere deutsche Vertriebenenverbände positionierte sich die SL deutlich gegen die Ostpolitik von Willy Brandt und den Verzicht auf deutsche Gebietsansprüche im Zuge der Verhandlungen zur deutschen Einheit. Im Zuge des EU-Beitritts von Tschechien versuchte die SL vergeblich, eine Aufnahme der Tschechischen Republik davon abhängig zu machen, dass die tschechische Regierung die Beneš-Dekrete für ungültig erklärte.

[Bearbeiten] Vertretung

Die SL hat ihren Sitz in München im Sudetendeutschen Haus an der Hochstraße, in dem auch andere Verbände und Gruppen (etwa der Adalbert-Stifter-Verein) ihren Sitz haben.

[Bearbeiten] Führung

[Bearbeiten] Sprecher

[Bearbeiten] Bundesvorsitzende

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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