Bonaduz

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Bonaduz
Wappen von Bonaduz
Basisdaten
Kanton: Graubünden
Bezirk: Imboden
BFS-Nr.: 3721Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 7402
Koordinaten: (749669 / 186927)46.8166619.4662Koordinaten: 46° 49′ 0″ N, 9° 24′ 0″ O; CH1903: (749669 / 186927)
Höhe: 662 m ü. M.
Fläche: 14.40 km²
Einwohner: 2637

(31. Dezember 2007)

Website: www.bonaduz.ch
Bonaduz
Bonaduz
Karte
Karte von Bonaduz

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Pixel

Bonaduz (rätoromanisch Panaduz) ist eine politische Gemeinde im Kreis Rhäzüns im Bezirk Imboden des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: In Silber (Weiss) eine blaue Deichsel überhöht von einem sechsstrahligen roten Stern. Die Deichsel verweist einerseits auf die Vereinigung von Vorder- und Hinterrhein in der Nähe der Gemeinde hin, sie kann aber auch auf die Gabelung der Verkehrsströme zu den verschiedenen Alpenpässen hinweisen. Der Stern verweist auf das Patrozinium der Pfarrkirche: die heilige Anna oder Maria.

[Bearbeiten] Geschichte

Über die Herkunft des Dorfnamens gibt es zwei Erklährungen:

Erste: Bonaduz kommt vom lateinischen Namen „Beneduces“. Beneduces war der Name eines Schlosses, welches wahrscheinlich um das Jahr 960 auf dem St. Georgshügel stand und in welchem der Befehlshaber = „ducis“ wohnte. Das zum Schloss gehörende Land nannte man „bona“ oder „bena“. Beneduces kann somit als „Land des Herzogs“ übersetzt werden.

Zweite: Die Ureinwohner wohnten auf dem „Bot Panadisch“. Mit der Zeit wurde der dortige Wohnraum zu klein, sodass sie sich auf der Dorfterrasse ansiedelten. Diese neue Örtlichkeit nannten sie „Klein Panadisch“ = „Panaduz“. Daraus entwickelte sich mit der Zeit das Wort „Bonaduz“.

[Bearbeiten] Geographie

Rheinzusammenfluss

Die Gemeinde liegt auf einem Plateau oberhalb des Zusammenflusses von Vorderrhein (am Ausgang der Rheinschlucht) und Hinterrhein. Die Ortschaft Bonaduz liegt in der Talebene auf 662 m, die Tiefebene auf rund 590 m und das Bergland auf ca. 1'500 m (Alp Sut).

Auf dem Gemeindegebiet von Bonaduz liegt die Ruine der Burg Wackenau.


[Bearbeiten] Bevölkerung

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1888 1900 1950 1980 1990 1995 2000 2007
Einwohnerzahl 605 893 1039 1499 1943 2293 2433 2637

Bonaduz wuchs nach einer ersten Wachstumsphase zwischen 1850 und 1860 und einer zweiten Wachstumsphase um 1900 bis 1960 stetig (1850 bis 1960 Verdoppelung der Einwohnerzahl). Zwischen 1960 und 1980 kam es zu einem starken Wachstum, das sich seither noch gesteigert hat (1960-1980:+37 %;1980-2005:+73 %). Seit den 1960er Jahren kam es zu einer grossen Einwanderungswelle aus dem Ausland.

[Bearbeiten] Sprachen

Ursprünglich sprachen die Einwohner Surselvisch , eine bündnerromanische Mundart. Bereits im 19. Jahrhundert verlor das Romanische immer mehr an Bedeutung. Gaben 1880 noch 75 % der Bewohner Romanisch als Muttersprache an, waren es 1900 bloss noch 55 %. Innert eines Jahrzehnts erfolgte der Sprachwechsel und der Niedergang des Romanischen (1910 29 % bzw. 1941 15 %). Bis 1970 stabilisierte sich die Sprachenlage. Seither sorgt der starke Zuwachs bei den Deutschsprachigen für ein stetes Absinken des romanischen Anteils.

Sprachen in Bonaduz GR
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 1186 79,12 % 1620 85,81 % 2140 87,96 %
Rätoromanisch 166 11,07 % 114 6,04 % 131 5,38 %
Italienisch 80 5,34 % 39 2,07 % 52 2,14 %
Einwohner 1499 100 % 1888 100 % 2433 100 %

Das ursprünglich dominierende Rätoromanische wurde bereits im 19. Jahrhundert aus Schule und Kirche verbannt. Heute ist Deutsch alleinige Umgangssprache.

[Bearbeiten] Herkunft und Nationalität

Von den Ende 2005 2592 Bewohnern waren 90 % Schweizer Staatsangehörige.

[Bearbeiten] Der Dorfbrand

Am 11. Juli 1908 wurde Bonaduz von einer Feuersbrunst heimgesucht. Innert weniger Stunden lag beinahe das ganze Dorf in Schutt und Asche: 199 Firste, 83 Häuser, ebenso viele Ställe und einige Schöpfe wurden zerstört. Dabei verloren 562 Bewohner ihr Obdach. Den Brand verursachten zwei Knaben, welche in einem Stall mit Streichhölzern gespielt hatten. Dank grosszügiger Hilfe aus der Region konnte Bonaduz schnell wieder aufgebaut werden. [1]

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Bericht zum Dorfbrand

[Bearbeiten] Weblinks


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