Borgentreich
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
|---|---|---|---|
|
|
|||
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||
| Kreis: | Höxter | ||
| Höhe: | 205 m ü. NN | ||
| Fläche: | 138,76 km² | ||
| Einwohner: | 9414 (31. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 68 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 34434 | ||
| Vorwahlen: | 05643, in einigen Stadtbezirken auch 05645, 05644 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | HX | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 62 012
|
||
| Stadtgliederung: | 12 Stadtbezirke | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Rathaus 13 34434 Borgentreich |
||
| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Bernhard Temme | ||
| Lage der Stadt Borgentreich im Kreis Höxter | |||
Borgentreich ist eine Kleinstadt im Kreis Höxter im Osten von Nordrhein-Westfalen, Deutschland. In Borgentreich, das sich auf einer Fläche von rund 139 km² erstreckt, leben etwa 9.500 Einwohner. Für den heutigen Ortsnamen Borgentreich gibt es folgende historische Bezeichnungen: Berentreiche, Bogentrike, Borgentrike, Borgetrik [2]. Im Niederdeutschen wird der Ort auch als Borgentrike bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Borgentreich liegt in der Warburger Börde am der Grenze des Landes Nordrhein-Westfalen zu Hessen zwischen Eggegebirge und Weser. Die nächstgelegenen Oberzentren sind das rund 35 km nordwestlich gelegene Paderborn und das rund 35 km südöstlich gelegene Kassel.
Die Kernstadt von Borgentreich wird in Ost-West-Richtung vom Mühlenbach (ein Eggel-Zufluss) durchflossen, durch den südlichen Stadtteil Körbecke fließt in Nord-Süd-Richtung der Vombach (ein Diemel-Zufluss) und vorbei am südwestlichen Stadtteil Lütgeneder verläuft in gleicher Richtung die Eggel.
Das Stadtgebiet weist große Höhenunterschiede auf, niedrigste Höhe ist 169 m, die höchste Erhebung liegt auf 371 m.
[Bearbeiten] Geologie
Die Festgesteine wurden vor 240 bis 220 Millionen Jahren vorwiegend aus Sedimenten eines hier befindlichen Meeres bzw. aus Flüssen gebildet. Davon ausgenommen sind vulkanischen Durchbrüche am Tannenkopf, im Weißholz, am Hohen Berg, Spiegelsberg und westlich Elendburg, die erst rund 19 Millionen Jahre alt sind. In den Taleinschnitten und in weiten Bereichen der Warburger Börde bedecken Lockergesteine des Eiszeitalters, vor allem vom Wind abgelagerter Löss, Sand und Kies, den Untergrund aus Festgestein, das vorrangig aus Ton- und Mergelsteinen, zum Teil auch aus Sand- und Dolomitsteinen des Keupers besteht. Im darunter liegenden Festgesteinssockel sind auch Gesteine des Buntsandsteins und des Erdaltertums zu finden.
Trinkwasser wird aus dem Grundwasser aus verschiedenen Gesteinen im Untergrund entnommen. Dabei sind die verkarsteten Kalksteine der oberen Muschelkalkzeit die wichtigsten Grundwasserleiter. Wegen Gipsführung in Tonsteinen sind die Grundwässer jedoch oft reich an Calciumsulfat, so dass sie nicht als Trinkwasser verwendet werden können. Aus diesem Grund besteht zur Sicherung der Trinkwasserversorgung eine Fernwasserleitung zur benachbarten Stadt Trendelburg.
Borgentreich eignet sich gut, in Kammlagen sehr gut, zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
[Bearbeiten] Ausdehnung und Nutzung des Stadtgebiets
Die Fläche der als „Große Landgemeinde“ klassifizierten Stadt von 138,76 km² besitzt eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 17,3 km und eine West-Ost-Ausdehnung von rund 16,6 km.
| Fläche nach Nutzungsart[3] |
Landwirt- schafts- fläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 111,79 | 15,38 | 4,76 | 5,43 | 0,87 | 0,32 | 0,20 |
| Anteil an Gesamtfläche | 80,56 % | 11,08 % | 3,43 % | 3,91 % | 0,63 % | 0,23 % | 0,14 % |
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
| Brakel | Beverungen | Bad Karlshafen |
| Willebadessen | Trendelburg | |
| Warburg | Liebenau |
Borgentreich grenzt im Norden an die Stadt Beverungen (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen), im Nordosten an die Stadt Bad Karlshafen, im Osten an die Stadt Trendelburg, im Südosten an die Stadt Liebenau (alle im Landkreis Kassel, Hessen), im Süden an die Stadt Warburg, sowie im Westen an die Stadt Willebadessen und im Nordwesten an die Stadt Brakel (beide im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Nach § 1 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Stadt Borgentreich in folgende zwölf Stadtbezirke[4], die vor 1975 eigenständige Gemeinden im Amt Borgentreich waren:
| Ortsteil | Einwohner | Gliederung von Borgentreich |
|---|---|---|
| Borgentreich | 2.598 | |
| Borgholz | 1.129 | |
| Bühne | 1.258 | |
| Drankhausen | 72 | |
| Großeneder | 845 | |
| Körbecke | 749 | |
| Lütgeneder | 443 | |
| Manrode | 531 | |
| Muddenhagen | 204 | |
| Natingen | 353 | |
| Natzungen | 800 | |
| Rösebeck | 537 | |
| Gesamt | 9.519 |
[Bearbeiten] Klima
Siehe: Klima in Ostwestfalen-Lippe
[Bearbeiten] Geschichte
Zum ersten Mal wurde Borgentreich im Jahr 1280 als Borguntriche erwähnt, als der Paderborner Bischof Otto von Rietberg vom Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg die Erlaubnis zur Stadtbefestigung erhielt.
| Hauptstädte und Städte des Fürstbistums Paderborn bis 1802/03 (Stand 1789): |
|---|
| Paderborn, Warburg, Brakel, Borgentreich | Beverungen, Borgholz, Bredenborn, Büren, Driburg, Dringenberg, Gehrden, Calenberg, Kleinenberg, Lichtenau, Lippspringe, Lügde, Nieheim, Peckelsheim, Salzkotten, Steinheim, Vörden, Willebadessen, Wünnenberg |
| Landadelssitze im Fürstbistum Paderborn um 1665: |
|---|
|
Boke, Bökendorf, Borgentreich, Borgholz, Borlinghausen, Breitenhaupt, Brenken, Bühne, Dalheim, Daseburg, Dedinghausen, Desenberg, Dinkelburg, Eichholz, Eißen, Engar, Erpentrup, Essentho, Fürstenberg, Grevenburg, Hainholz, Helmern, Herbram, Herstelle, Himmighausen, Hinnenburg, Husen, Lichtenau, Liebenau, Lippspringe, Löwendorf, Lügde, Menne, Merlsheim, Natzungen, Niesen, Nordborchen, Peckelsheim, Pömbsen, Rheder, Riepen, Ringelstein, Salzkotten, Schweckhausen, Steinheim, Sudheim, Thienhausen, Thüle, Verne, Vinsebeck, Volbrexen, Wandschicht, Welda, Wehrden, Westheim, Wewer, Wintrup, Würgassen. |
Borgentreich gehörte seit seiner Gründung zur weltlichen Herrschaft des deutschen Bistums Paderborn, ursprünglich im Herzogtum Sachsen. Ab dem 14. Jahrhundert bildete sich das Territorium Fürstbistum Paderborn (Hochstift) im Heiligen Römischen Reich, darin ab dem 16. Jahrhundert zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis. Neben Paderborn, Warburg und Brakel gehörte Borgentreich zu den vier sog. Hauptstädten des Fürstbistums. 1802/03 wurde das Hochstift vom Königreich Preußen besetzt. In napoleonischer Zeit war der Ort Teil des Königreiches Westphalen. Seit 1815 gehörte Borgentreich endgültig zum Königreich Preußen, ab 1871 war es Teil des Deutschen Reiches. 1945–1949 war Borgentreich Teil der britischen Besatzungszone, ab 1946 staatlich regiert vom Land Nordrhein-Westfalen bzw. ab 1949 auch durch die Bundesrepublik Deutschland.
[Bearbeiten] Religionen
Aufgrund seiner Zugehörigkeit zum ehemaligen Hochstift Paderborn ist die Bevölkerung Borgentreichs traditionell mehrheitlich katholisch. Ein Indiz für die Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Borgentreicher Schüler sein. Demnach gaben im Schuljahr 2006/2007 14,7 % der Schüler evangelisch und 80,4 % katholisch als Religionszugehörigkeit an. 0,4 % gaben eine andere Religionszugehörigkeit und 4,4 % keine Konfession an.[5]
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Jahr 1890 erfolgte die Eingemeindung eines Teils des Gutsbezirks Dinkelburg. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform wurden die beiden Städte Borgentreich und Borgholz sowie die zehn Gemeinden Bühne, Drankhausen, Großeneder, Körbecke, Lütgeneder, Manrode, Muddenhagen, Natingen, Natzungen und Rösebeck aus dem Amt Borgentreich zum 1. Januar 1975 zur neuen Stadt Borgentreich zusammengeschlossen.[6]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Borgentreich nach dem jeweiligen Gebietsstand. Änderungen des Gebietsstandes ergaben sich durch die Eingemeindung eines Teils des Gutsbezirks Dinkelburg im Jahr 1890 und den Zusammenschluss der Stadt mit elf umliegenden Städten und Gemeinden zum 1. Januar 1975.
Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 und für 1987 um Volkszählungsergebnisse[7][8][9] und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Zahlen für 1975, 1980 und 1985 sind geschätzte Werte und die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich ab 1867 sowie für 1946 auf die Ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
|
|
|
|
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse zwischen 1975 und 2004[10][11].
| 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 16 | 61,70 | 18 | 56,63 | 18 | 50,46 | n/v | 51,81 | n/v | 55,78 | n/v | 64,34 | n/v | 71,80 |
| SPD | 8 | 30,30 | 12 | 36,22 | 11 | 30,84 | n/v | 26,46 | n/v | 16,28 | n/v | 11,75 | n/v | 8,74 |
| GRÜNE | - | - | - | - | - | 5,07 | - | - | n/v | 4,47 | - | - | - | - |
| FDP | 1 | 4,87 | 1 | 2,43 | 0 | 3,98 | n/v | 9,33 | n/v | 9,20 | n/v | 7,78 | n/v | 3,36 |
| UWG1 2 | 1 | 3,13 | 1 | 4,71 | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v |
| Sonstige 1 | - | - | - | - | 4 | 9,65 | n/v | 12,39 | n/v | 14,27 | n/v | 16,12 | n/v | 16,10 |
| Gesamt 3 | 26 | 100 | 32 | 100 | 33 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
1Da die Datenlage eine Zuordnung der Wahlergebnisse für die UWG für die Zeit vor 1994 nicht ermöglicht, erfolgt die prozentuale Angabe unter Sonstige. 2Unabhängige Wählergemeinschaft 3Ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister von Borgentreich ist Bernhard Temme (CDU). Er wurde am 26. September 2004 mit 85,3 % der gültigen Stimmen wiedergewählt, nachdem er am 12. September 1999 bereits für die vorhergehende Amtsperiode mit 71,7 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.
[Bearbeiten] Wappen, Flagge und Siegel
Der Stadt Borgentreich ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Detmold vom 19. Juli 1976 das Recht zur Führung eines Wappens und einer Flagge verliehen worden. Weiterhin führt ein Dienstsiegel mit dem Stadtwappen. (Hauptsatzung § 2)[4]
Beschreibung des Wappens:
Von Rot und Gold (Gelb) gespalten, vorn ein goldenes (gelbes) Vortragekreuz, hinten eine rote Lilie, darunter ein blauer dreifach gestaffelt-gezinnter Schildfuß.
Das Vortragekreuz ist ein Zeichen der ehemaligen Stadt Borgentreich, die rote Lilie eines der ehemaligen Stadt Borgholz. Die zwölf Mauerzinnen in blauer Farbe darunter repräsentieren die heutigen zwölf Ortsteile.
Beschreibung der Flagge:
von Rot und Gelb längsgestreift mit dem Wappenschild der Stadt.
Beschreibung des Siegels:
Umschrift: STADT BORGENTREICH. Siegelbild: Im Schriftgrund der Inhalt des Stadtwappens.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Borgentreich unterhält seit 1986 eine Städtepartnerschaft zur französischen Stadt Rue im gleichnamigen Kanton in der Picardie (Frankreich) und seit 1990 eine Städtefreundschaft zu Schlieben im Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg).
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Theater
Borgentreich verfügt über kein eigenes Theater. Die Laienschauspielgruppe Lustiges Börde-Theater in Borgentreich regelmäßig Theaterstücke auf. Weitere Laienschauspielgruppen gibt es in Großeneder und Natzungen.
[Bearbeiten] Museen
Seit 1980 besteht in Borgentreich das erste Orgelmuseum Deutschlands im ehemaligen Rathaus. Das Bahnhofsmuseum in Borgholz geht auf eine Privatinitiative zurück und zeigt die Funktionsweise des Gebäudes vor etwa 100 Jahren.
[Bearbeiten] Musik
In Borgentreich gibt es Musikvereine für verschiedenste Interessen. Zu nennen sind der Männergesangverein Eintracht in Borgholz, der Musikverein Borgentreich, die Oberwälter Musikanten sowie die Spielmannszüge in Natzungen und Rösebeck.
[Bearbeiten] Bauwerke
Ältestes weltliches Gebäude Borgentreichs ist das „Steinerne Haus“. Es war in seiner Geschichte eng verknüpft mit dem Kloster Hardehausen, deren Mönche das Haus von 1405 bis 1803 v. a. als Zehntscheune nutzten und bewohnten. Sie trugen wesentlich zur Blütezeit Borgentreichs im 15. Jahrhundert bei. Da mittelalterliche Klosterhöfe in Westfalen kaum noch erhalten sind, kommt dem Steinernen Haus eine besondere kulturhistorische Bedeutung zu. Verstärkt wird dies durch die Tatsache, dass das Gebäude den ältesten profanen Gewölbekeller im weiten Umkreis besitzt, dessen Entstehung auf das ausgehende 12. Jahrhundert datiert wird. Das Entstehungsdatum des Steinernen Hauses selbst ist nicht bekannt, da jedoch aus dem Jahre 1313 ein Brand überliefert ist, muss es zu diesem Zeitpunkt bereits bestanden haben. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 ging das Kloster Hardehausen in den Besitz des preußischen Staates über, der das Steinerne Haus 1848 an die Stadt Borgentreich verkaufte. Von 1920 bis 1952 diente das Gebäude als Schule und wurde danach einige Jahre als Wohnung genutzt. Seitdem stand das Haus leer! Ohne Nutzung drohten der Stadt weitere kostenintensive Maßnahmen, um den Verfall dieses geschichtsträchtigen Gebäudes aufzuhalten.
Ab 1995 bemühten sich die Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal e.V., der Warburger Architekt Klaus Schulz und später dann der Verein Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge um eine neue Nutzung des Gebäudes als Geschäftsstelle für eine Biologische Station im Kreis Höxter. Die intensiven Vorarbeiten hatten Erfolg. Gemeinsam mit der Stadt Borgentreich konnte die Sanierung in Angriff genommen werden, die ausschließlich durch Firmen „vor Ort“ durchgeführt wurde. Seit Oktober 1999 wird das Steinerne Haus durch die Geschäftsstellen der Landschaftsstation (seit 2003 "... im Kreis Höxter"), der Bürgerinitiative Lebenswertes Bördeland und Diemeltal sowie des Aktionsbündnis "Tag der Regionen" genutzt. Im 2. Obergeschoss befindet sich die kleine Kurt-Preywisch-Bibliothek mit dem Nachlass des wohl wichtigsten Naturforschers der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts im Kreis Höxter. Zudem können Naturfreunde während der Geschäftszeiten die kleine Dauerausstellung an Präparaten und Schädel heimischer Tiere sowie von Bildern und Tafeln zur Natur und zum Naturschutz im Kreis Höxter ansehen, die sich im Steinernen Haus befindet.
Borgentreich verfügt nicht über Parkanlagen[12]
[Bearbeiten] Sport
Die Stadt Borgentreich bietet den Sportvereinen in zehn Ortschaften Rasenplätze mit Umkleiden an. Sechs Sporthallen an den Schulen und ein beheiztes Frei- und Hallenbad ergänzen das Angebot.
Allgemeine Sportvereine in Borgentreich sind der Vfr Borgentreich und die Sportvereine Borgholz/Natzungen und Lütgeneder. Tischtennis wird in Borgentreich und Borgholz angeboten. Die Ortschaft Natzungen verfügt über eine DLRG Ortsgruppe. Die St. Sebastian Schützenbruderschaft Borgentreich unterhält eine Schießsportabteilung.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Seit 1977 wird in Borgentreich das Stadtfest gefeiert. Es findet jährlich am zweiten Wochenende im September statt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßenverkehr
Borgenteich liegt direkt an der B 241, die von Hohenwepel (bei Warburg) nach Vienenburg führt.
[Bearbeiten] Bahnverkehr
Die Borgentreicher Ortsteile Borgholz und Nutzungen hatten Bahnhöfe an der bis 1984 betriebenen Bahnstrecke Holzminden–Scherfede. Seitdem diese Strecke stillgelegt ist ist der nächste Bahnhof in Warburg.
[Bearbeiten] Flugverkehr
Der nächste Flughafen ist der Flughafen Paderborn-Lippstadt.
[Bearbeiten] Medien
An Tageszeitungen erscheinen die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt, sie berichten an sechs Tagen pro Woche über lokale Ereignisse. Der Mantelausgabe beider Zeitungen wird von den jeweiligen Hauptredaktionen aus Bielefeld bezogen.
Borgentreich gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Aufgrund der geografischen Nähe zu Hessen können auch die Programme des Hessischen Rundfunks empfangen werden. Im Gebiet des ehemaligen Hochstifts Paderborn, zu dem auch Borgentreich gehörte, gibt es seit 1991 den Radiosender Radio Hochstift, der insbesondere regionale Themen aufgreift und im Vergleich zu den überregionalen Sendern (z.B. WDR) einen höheren Höreranteil besitzt.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
Die Stadtwerke Borgentreich gliedern sich in vier Teilbereiche. Sie sichern die Stromversorgung in der Kernstadt, versorgen alle 12 Stadtteile mit Frischwasser, betreiben ein Blockheizkraftwerk für das Schulzentrum, Sporthalle und Hallenbad und betreiben das örtliche Frei- und Hallenbad.
Landschaftsstation im Kreis Höxter: Biologische Station (Betreuung und Pflege von Naturschutz- und Natura-2000-Gebieten im Kreis Höxter), Steinernes Haus - Zur Specke 4
[Bearbeiten] Bildung
Die Stadt bietet im Stadtgebiet verteilt vier Grundschulen, und jeweils eine Haupt- und Realschule. Für weitergehende Angebote müssen umliegende Gemeinden genutzt werden.
Im Jahr 2007 wurden an den Borgentreicher Schulen mit 58 Lehrkräften insgesamt 966 Schüler unterrichtet, davon 45,8 % an den Grundschulen, 20,5 % an der Haupt- und 33,7 % an der Realschule.[3].
In den Ortschaften Borgentreich und Borgholz existieren katholische öffentliche Büchereien. In Borgentreich arbeiten 29 Ehrenamtliche im Büchereiteam im Seniorenzentrum. Im Borgholzer Pfarrheim sind 1.800 Medien vorrätig, die von den 8 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verwaltet werden.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Jordanus Nemorarius (auch Jordanus de Nemore genannt; 1225–1260), Mathematiker des Mittelalters (Borgentreich als Geburtsort ist umstritten)
- Meinolf Michels (*1935 in Großeneder), Politiker und ehemaliger Bundestagsabgeordneter
- Karl Hengst (* 1939 in Bühne), römisch-katholischer Theologe und Professor für Kirchengeschichte und Bistumsgeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn
[Bearbeiten] Weitere Persönlichkeiten
Nicht in Borgentreich geboren, aber hier gelebt und/oder gewirkt haben:
- Johann Patroclus Möller, Orgelbauer, hat die ehemals im Augustinerinnen-Kloster Dalheim befindlich und in die St. Johannes Pfarrkirche in Borgentreich verbrachte Orgel erweitert
[Bearbeiten] Literatur
- Eberhard Harms: Borgentreich in seinen Ortsteilen. Sutton Verlag, 2002, ISBN 978-3897024113.
- Stadtmappe Borgentreich. In: Westfälischer Städteatlas. 1987, ISBN 978-3891151228 (Eine Veröffentlichung der Historischen Kommission für Westfalen. Geschichtsort - Stadt Lfg III).
- St. Johannes Baptist zu Borgentreich. 700 Jahre Baugeschichte einer westfälischen Pfarrei. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1985, ISBN 978-3000084317.
- Rudolf Reuter, Bernt Manitzke-Franke (Fotograf), Barbara Prüssner (Fotograf), Heinz Vössing (Fotograf); Hannelore Reuter (Hrsg.): Orgelmuseum Borgentreich. ISBN 978-3980116800.
- Wilhelm Kuhne: Borgentreich und Hardehausen. Beitrag zur Geschichte eines klösterlichen Stadthofes. ISBN 978-3506737137.
- Gerhard Sendler (Vorwort), Wilhelm Kuhne, Richard Wilhelms; Gerhard Sendler (Hrsg.): Natzungen 1036-1986. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1987, ISBN 978-3980116824.
- Markus Moors: Körbecke: Eine Geschichte des Dorfes. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1999, ISBN 978-3980116855.
- Horst D. Krus: 1150 Jahre Rösebeck: 840-1990. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1990, ISBN 978-3980116848.
- Clemens Wille: Bildstöcke - Wegekreuze: Religiöse Kleindenkmale in Borgentreicher Stadtteilen. Stadt Borgentreich, Borgentreich 1986, ISBN 978-3980116817.
[Bearbeiten] Weblinks
- Website der Stadt Borgentreich
- Website zur Borgentreicher Orgel
- Website der Landschaftsstation im Kreis Höxter (Sitz: Borgentreich)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Information und Technik Nordrhein-Westfalen: Amtliche Bevölkerungszahlen
- ↑ [1]
- ↑ a b Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen: Kommunalprofil Borgentreich
- ↑ a b Hauptsatzung der Stadt Borgentreich vom 17. November 1999 in der Fassung der 4. Änderungssatzung vom 19. Oktober 2002
- ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Schüler an allgemein bildenden Schulen in NRW nach der Religionszugehörigkeit
- ↑ § 35 Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Kreise des Neugliederungsraumes Sauerland/Paderborn (Sauerland/Paderborn-Gesetz) vom 5. November 1974
- ↑ Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1816–1871. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1966, S. 207
- ↑ Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1964, S. 422–423
- ↑ Die Wohnbevölkerung in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens 1970. Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1972, S. 39–46
- ↑ Landesdatenbank NRW; Wahlergebnisse zum Gemeindecode 05762012
- ↑ Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Kommunalwahlen
- ↑ Landschaftsverband Westfalen-Lippe: Parks und Gartenanlagen
Bad Driburg | Beverungen | Borgentreich | Brakel | Höxter | Marienmünster | Nieheim | Steinheim | Warburg | Willebadessen
Borgholz | Bühne | Drankhausen | Großeneder | Körbecke | Lütgeneder | Manrode | Muddenhagen | Natingen | Natzungen | Rösebeck


