Córdoba (Spanien)

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Córdoba
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Córdoba
Córdoba (Spanien) (Spanien)
DEC
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Córdoba
Koordinaten 37° 53′ N, 4° 47′ W37.8868-4.7787120Koordinaten: 37° 53′ N, 4° 47′ W
Höhe: 120 msnm
Fläche: 1252 km²
Einwohner: 323 600 (2007)
Bevölkerungsdichte: 258,47 Einwohner/km²
Postleitzahl: 14001 - 14014
Verwaltung
Bürgermeister: Rosa Aguilar (IU)
Offizielle Webpräsenz

Córdoba [ˈkoɾðoβa] ist die Hauptstadt der Provinz Córdoba in Spanien und die drittgrößte Stadt Andalusiens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Córdoba liegt am Río Guadalquivir.

[Bearbeiten] Klima

Klimadiagramm von Córdoba [1]


[Bearbeiten] Geschichte

Córdoba geht auf eine alte iberische Siedlung zurück. Sie wurde 169 v. Chr. von den Römern besetzt und entwickelte sich als Corduba zum Hauptort Südspaniens. Im 3. oder 4. Jahrhundert wurde Corduba Bischofssitz. Einer der ersten Bischöfe soll Ossius (Hosius) gewesen sein, der als Berater Konstantins des Großen u. a. maßgeblich das Konzil von Nicäa beeinflusste.

Nach der Zerstörung durch die Vandalen blieb Córdoba Teil des Westgotenreiches (Tolosanisches Reich). Von 554 bis 571 gehörte es zum Byzantinischen Reich. Nach der Rückeroberung durch die Westgoten 572 verlor es an Bedeutung und verfiel zusehends. 711 wurde die Stadt von den Arabern eingenommen und war bereits ab 716 die Hauptstadt des islamischen Emirats in Al-Andalus.

Im 10. Jahrhundert wurde in Córdoba das umayyadische Kalifat von Córdoba errichtet. In dieser Zeit lebten ungefähr eine halbe Million Menschen in Córdoba (arabisch Qurtuba 'قرطبة'), das damals eine der größten Städte der bekannten Welt war. Christen, Juden und Muslime lebten meistens friedlich zusammen.

Nach dem Untergang des Kalifats errang in der Zeit der Taifa-Königreiche zunächst die maurische Dynastie der Djahwaniden die Herrschaft, die 1069 von den Abbadiden aus Sevilla abgelöst wurden. Nach deren Sturz 1091 gehörte die Stadt zum Herrschaftsbereich der Berberdynastien der Almoraviden. 1148 wurde die Stadt von den fanatischen Almohaden erobert. Im Jahre 1236 wurde Córdoba im Rahmen der Reconquista von den christlichen Truppen für Kastilien erobert (Fall von Córdoba).

[Bearbeiten] Politik

Córdoba ist die einzige Großstadt Spaniens, in der die Izquierda Unida (IU) bzw. die Kommunistische Partei Spaniens (PCE) die Stadtregierung anführt. Bei den ersten freien Kommunalwahlen seit dem Ende des Franquismus 1979 wurde Julio Anguita, der in den 1990er Jahren auch Vorsitzender der PCE war zum Bürgermeister gewählt, ihm folgte die heute amtierende Rosa Aguilar nach.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Córdoba unterhält folgende Städtepartnerschaft(en):

[Bearbeiten] Verkehr

Verkehrstechnisch ist Córdoba gut angebunden. Es liegt an einer der spanischen Hochgeschwindigkeitsrouten (Madrid – Sevilla) der staatlichen Bahngesellschaft Renfe. Per Auto erreicht man in kurzer Zeit die nächsten Großstädte Sevilla und Granada. Córdoba liegt an der spanischen A 4 (Autovía del Sur) Madrid – Córdoba – Sevilla – Jerez de la Frontera, von der in Córdoba die A 41 nach Ciudad Real abzweigt. Córdoba besitzt nur einen kleinen Flughafen, dessen Ausbau geplant ist. Bislang sind Reisende weitgehend auf die umliegenden Flughäfen Málaga, Sevilla oder Madrid angewiesen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Stadt gilt als eine der touristischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Seit 1984 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

[Bearbeiten] Bauwerke

Im Inneren der Mezquita
  • Die Mezquita de Córdoba ist das bedeutendste Bauwerk der Stadt. Der Emir Abd ar-Rahman I. begann 785 mit dem Bau einer Moschee, die mit einer Ausdehnung von 23.000 m² heute noch die drittgrößte der Welt ist. Etwa 860 Marmorsäulen in parallelen Reihen tragen jeweils zwei übereinanderliegende Bögen und bewirken so ein besonderes Spiel von Licht und Schatten. 1236, im Jahr der Rückeroberung durch die Christen, wurde die Moschee zur christlichen Kathedrale geweiht. In ihrer Mitte baute man ab 1523 über 234 Jahre hinweg ein gewaltiges Kirchenschiff im Stil der Renaissance.
  • Die Römische Brücke führt über den Guadalquivir.
  • Der „Alcázar de los Reyes Cristianos“ ist eine große Schlossanlage mit Garten.
  • Die Palastruine Medina Azahara befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt, ca. 8 km westlich.
  • Die Judería ist die Altstadt, in der früher die Juden und Araber lebten. In ihren engen Gassen finden sich zahlreiche gastronomische Angebote und die letzte von 300 Synagogen, die durch die christliche Reconquista nach der Vertreibung der Juden und Muslime nicht zerstört wurde.

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Töchter und Söhne der Stadt

[Bearbeiten] Bildergalerie

Córdoba, La Mezquita, innen
Córdoba, La Mezquita, innen
Córdoba, La Mezquita, innen
Córdoba, La Mezquita, innen
Córdoba, La Mezquita, Kuppel
Córdoba, La Mezquita, Fassade
Mezquita
Mezquita
Torre de la Calahorra

[Bearbeiten] Sonstiges

Vor allem im Frühling gibt es in Córdoba etliche Volksfeste, die Ferias. Das bekannteste ist die Feria de Mayo, die im Mai stattfindet. Außerdem gibt es die Cruces, ein Fest, bei dem sich die einzelnen Stadtteile einen Wettbewerb im Aufstellen von Blumenkreuzen liefern. Zu Ostern werden von den Bruderschaften (Hermandades) Prozessionen organisiert. Dabei werden lebensgroße Darstellungen der Passion und Marienfiguren durch die Innenstadt getragen. Neben mittelalterlichen Darstellungen werden heute auch zeitgenössische Kunstwerke (insbesondere von Antonio Bernal Redondo) auf den Schultern der Costaleros getragen.

Jedes Jahr im Mai findet ferner der Concurso de Patios Cordobeses statt, ein Wettbewerb, bei dem der schönste Patio gewählt wird. Die privaten, sonst nicht zugänglichen Innenhöfe sind zu diesem Anlass für Einheimische und Touristen geöffnet.

[Bearbeiten] Belege

  1. Geoklima 2.1

[Bearbeiten] Weblinks

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