Gillian Anderson

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Gillian Anderson in London (2004)
Anderson (2004)
Gilian Anderson schwanger bei der Premiere von Akte X – Jenseits der Wahrheit am 23. Juli 2008 in Los Angeles

Gillian Leigh Anderson [ˈdʒɪljən] (* 9. August 1968 in Chicago) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Bekannt wurde sie durch ihre Rolle als FBI-Agentin Dana Scully in der US-amerikanischen Fernsehserie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI. Daneben drehte sie vorwiegend Independentfilme und hat in einigen Theaterstücken mitgewirkt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Vor ihrer Karriere als Serienschauspielerin kellnerte sie und spielte eine Rolle in dem Theaterstück Absent Friends, für das sie den Theater World Award als Beste Nachwuchsschauspielerin erhielt. Nach diesem Erfolg war Gillian Andersons nächstes Projekt der Film The Turning, der jedoch floppte.

Nach einem Gastauftritt in der US-amerikanischen Fernsehserie Class of '96 im Jahr 1992 erhielt sie schließlich ihre erste große Fernsehrolle: die Hauptrolle als Special Agent Dana Scully in der Serie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI von Chris Carter. Mit ihrem Serienpartner, David Duchovny alias Fox Mulder, hatte sie ihren großen internationalen Durchbruch als Schauspielerin. Ursprünglich sollte die Rolle mit einer Blonden besetzt werden, doch Chris Carter konnte schließlich von Andersons Agenten überzeugt werden und bestand auf der Rothaarigen. Gillian Anderson gab sich als 27-Jährige aus, da sie fürchtete, mit der Angabe ihres wahren Alters die Rolle nicht zu bekommen.

Auch ihre Schwangerschaft sorgte für Ärger, und es kam die Frage nach der Entlassung der Schauspielerin auf. Chris Carter bestand jedoch auf der Weiterbeschäftigung der Schauspielerin und band die Schwangerschaft in die Rolle ein. So hat die Entführung, die zuerst als Notlösung dienen sollte, um die kurzzeitige Abwesenheit der Hauptdarstellerin zu erklären, die Serie maßgeblich geprägt. Carter sagte selber häufig, dass die komplette Geschichte sich erst nach und nach entwickelte. Ohne die Schwangerschaft, die erst als Behinderung gesehen wurde, hätte die Serie also einen ganz anderen Verlauf genommen.

Gillian Anderson verkörperte neun Jahre lang in insgesamt 202 Episoden, sowie in den Kinofilmen Akte X – Der Film und Akte X – Jenseits der Wahrheit, Dana Scully und erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Auszeichnungen. Neben diesem Fernseh-Engagement spielte Anderson in weiteren Kinofilmen mit, darunter Haus Bellomont, The Mighty – Gemeinsam sind sie stark, Chicago Cab, Leben und lieben in L.A., The Mighty Celt und A Cock and Bull Story. Gillian Anderson wandte sich zudem auch wieder dem Theater zu und spielte in What the Night is for und The sweetest Swing in Baseball von Rebecca Gilman im Londoner West End die Hauptrollen.

Viel Lob erntete Gillian Anderson für ihre Darstellung der Lady Dedlock in der mehrteiligen BBC-Verfilmung des Charles-Dickens-Romans Bleak House von 2005. Sie wurde sowohl für den Emmy als auch für den Golden Globe nominiert. Es folgten eine Rolle in Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht neben dem Oscar-prämierten Forest Whitaker und eine Hauptrolle im Rachethriller Straightheads.

2008 war sie zunächst wieder als FBI-Agentin Dana Scully in Akte X – Jenseits der Wahrheit im Kino zu sehen, anschließend in der Komödie New York für Anfänger an der Seite von Simon Pegg, Kirsten Dunst und Jeff Bridges.

Im Frühjahr 2009 wird Gillian Anderson erneut in London Theater spielen. Sie übernimmt die Rolle der Nora in einer Neuinszenierung des Stücks A Doll’s House (deutscher Titel: Nora oder Ein Puppenheim) von Henrik Ibsen im Donmar Warehouse Theatre im Covent Garden. Im Juni 2009 feiert ihr neuer Film, die Satire Boogie Woogie, Premiere auf dem Edinburgh International Filmfestival. Darin spielt Gillian Anderson an der Seite von Christopher Lee, Heather Graham und Charlotte Rampling. Darüber hinaus arbeitet sie zur Zeit an einem Film über das Leben der Journalistin, Autorin und Hemingway-Gattin Martha Gellhorn, den sie selbst produziert und in dem sie die Hauptrolle spielt.

[Bearbeiten] Privatleben

Während den Dreharbeiten zu Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI lernte Anderson den Art Director Errol Clyde Klotz kennen, den sie 1994 heiratete. Noch im selben Jahr kam ihre Tochter Piper Maru (* 25. September 1994) zur Welt. 1997 trennten sich Anderson und Klotz.

Gillian Anderson war seit 2004 in zweiter Ehe mit Julian Ozanne, einem freiberuflichen Journalisten und Dokumentarfilmer, verheiratet. Das Paar trennte sich im April 2006.

Mit ihrem Lebensgefährten Mark Griffiths hat Anderson zwei Söhne: Oscar (* 1. November 2006)[1] und Felix (* 15. Oktober 2008).

[Bearbeiten] Filmografie (Auszug)

[Bearbeiten] Serien

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Theater

  • 1991: Theatre World Award – Absent Friends
  • 2003: What’s on stage Theatre Goers Award

[Bearbeiten] Fernsehen

  • 1996: Screen Actors Guild Award als Beste Darstellerin in einer Fernsehserie – Drama in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1996: Saturn Award als Best Genre TV Actress in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1997: Screen Actors Guild Award als Beste Darstellerin in einer Fernsehserie – Drama in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1997: Golden Globe Award als Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1997: Emmy als Beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1998: Q Award als Best Actress in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 1999: Q Award als Best Actress in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI
  • 2006: Broadcasting Press Guild Television and Radio Award als Best Actress in Bleak House

[Bearbeiten] Film

[Bearbeiten] Sonstiges

  • 1996: Platz 1 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 1997: Platz 3 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 1997: Platz 1 Bei den „50 schönsten Menschen der Welt“ der Zeitschrift People
  • 1997: Platz 9 in „Celebrity Sleuth 25 Sexiest Women“
  • 1997: Von der TV Spielfilm zur erotischsten Frau im deutschen Fernsehen gewählt.
  • 1998: Platz 10 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 1999: Platz 15 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 1999: Platz 48 Maxim’s 50 Sexiest Women
  • 2000: Platz 23 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 2001: Platz 81 Sexiest Woman in the World – FHM
  • 2001: Platz 68 in FHM-USA’s 100 Sexiest Women
  • 2002: Platz 64 in FHM-USA’s 100 Sexiest Women

„Gillian Anderson, die in der amerikanischen Science Fiction-Serie X-Files die Agentin Scully spielt, ist eine der bekanntesten Fernsehstars der 90er Jahre. Anderson wurde 1996 von 10.000 Lesern des FHM Magazine zur erotischsten Frau der Welt gewählt. Sie bekommt für jede Episode 58.000 US-Dollar und unterzeichnete im Juni 1997 einen Vertrag über 6,6 Mio Dollar.“

Guinness-Buch der Rekorde[2]

[Bearbeiten] Literatur

  • David Bassom: Gillian Anderson & David Duchovny: die Stars aus Akte X. vgs, Köln 1997, ISBN 3-8025-2462-4
  • Marc Shapiro: Gillian Anderson. Heyne, München 1997, ISBN 3-453-13030-8
  • Bernd Schulz: Gillian Anderson – Die X-Lady. Econ Tb., 1997, ISBN 3-6122-6429-X
  • Georg Haler, Christian Lukas: Die Gillian-Anderson-Akten. Heel, Königswinter 1997, ISBN 3-8936-5583-2
  • Gil Adamson, Dawn Connolly: Gillian Anderson – Superstar aus Akte X. vgs, Köln 1997 (erste Auflage), 2002 (zweite Auflage), ISBN 3-8025-2501-9

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.kino.de/mitwirk.php4?nr=31107&typ=filmstarportrait&page=2
  2. Auszug aus dem »Guinness-Buch der Rekorde 1999« (Guinness Verlag)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Gillian Anderson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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