Hannelore Kraft

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Hannelore Kraft, MdL

Hannelore Kraft (* 12. Juni 1961 in Mülheim an der Ruhr) ist eine deutsche Politikerin der SPD. Sie amtierte von 2001 bis 2005 in verschiedenen Ressorts als Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen und ist seither Vorsitzende der SPD-Fraktion und Oppositionsführerin im Landtag Nordrhein-Westfalen. Seit Januar 2007 ist sie auch Parteivorsitzende der NRW-SPD.

Nach ihrem Abitur 1980 absolvierte Hannelore Kraft zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau. 1982 nahm sie das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität-Gesamthochschule Duisburg auf. Von 1986 bis 1987 studierte sie am King’s College London. 1989 schloss sie ihr Studium in Duisburg ab. Von 1989 bis 2001 war sie Beraterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH)[1] und Leiterin des dortigen Euro Info Centre.

Seit 1994 ist Hannelore Kraft Mitglied der SPD und seit dem 2. Juni 2000 Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen; sie vertrat dort von 2000 bis 2005 den Wahlkreis 74 (Mülheim an der Ruhr II - Essen VII), seit 2005 den Wahlkreis 64 (Mülheim I). Am 24. April 2001 wurde sie als Nachfolgerin von Detlev Samland zur Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten ernannt (Kabinett Clement II). Unter Ministerpräsident Steinbrück amtierte sie vom 12. November 2002 bis 31. Mai 2005 (vorzeitiger Rücktritt) als Ministerin für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach der verlorenen Landtagswahl in NRW wurde Kraft am 31. Mai 2005 mit 95,7 % der abgegebenen Stimmen als Nachfolgerin von Edgar Moron zur Vorsitzenden der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag gewählt. Nach dem Rücktritt Jochen Dieckmanns als SPD-Landesvorsitzender am 11. Dezember 2006 wurde Kraft am 20. Januar 2007 auf einem Landesparteitag in Bochum zur neuen Landesvorsitzenden gewählt.
Kraft ist verheiratet und hat einen Sohn.

[Bearbeiten] Kontroverse um unvollständigen Lebenslauf

Der Journalist David Schraven wies in seinem Blog Ruhrbarone am 16. Juni 2009[2] darauf hin, dass ab dem Jahr 2006 in Krafts offiziellem Onlinelebenslauf eine Tätigkeit als Unternehmensberaterin für die Mülheimer Firma Zenit GmbH in den Jahren 1989 bis 2001 verschwiegen wurde. In diesem Zusammenhang erinnerte Schraven an einen NRW-Förderskandal im Jahr 2007, in den die Zenit GmbH verwickelt war. Kraft wird Manipulation des Lebenslaufs vorgeworfen. Sie sah sich dadurch „rechtswidrig“ in Verbindung mit dem Förderskandal gebracht. Am 29. Juni 2009 versuchte Kraft vergeblich, Schraven mittels Unterlassungserklärung zur Zurücknahme der Aussage zu bewegen.[3]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ZUR PERSON: Hannelore Kraft, MdL. In: hannelore-kraft.de. 3. März 2006. Archiviert vom Original am 3. März 2006. Abgerufen am 30. Juni 2009.
  2. http://www.ruhrbarone.de/wie-eine-spd-spitze-ihre-geschichte-verandert/
  3. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633281,00.html
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