Jenische

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Jenische ist sowohl eine Eigen- als auch Fremdbezeichnung für Angehörige eines nach landschaftlicher und sozialer Abkunft in sich heterogenen Teils der Bevölkerung in Mittel- und Westeuropa. Historisch lassen Jenische sich auf Angehörige der marginalisierten Schichten der Armutsgesellschaften der Frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts zurückführen. Merkmale dieser historischen Jenischen waren ihr ökonomischer, rechtlicher und sozialer Ausschluss aus der Mehrheitsbevölkerung und eine dadurch bedingte Dauermigration. Exklusion und Migration bestehen in Restbeständen bis heute fort. Es „reist“ nur mehr ein kleiner Teil der Jenischen.

Jenische am Lauerzersee (Schweiz), 1928

Jenischen zugeordnet wird ein eigentümliches Idiom, die aus dem Rotwelsch hervorgegangene jenische Sprache.


Inhaltsverzeichnis

Bezeichnung

"Jenisch" ist ein erstes Mal für eine Wortliste aus dem Jahr 1714 bei Kluge (1901) angegeben, und zwar als Sprach-, nicht als Sprecherbezeichnung. Demnach seien es betrügerische Wiener „Kellner“ gewesen, die sich auf „eine gewisse Redens-Arth“ verlegt hätten, „welche sie die jenische Sprach nennen.“ Der Auszug enthält keine Hinweise darauf, dass es „Fahrende“ seien, die (ebenfalls) so sprächen. Er beschreibt die Sprache als Medium des Rechtsbruchs und die Sprecher als delinquent.[1] Eine zweite Nennung findet sich in einer „Diebsliste“ von 1716.[2] Sie bezieht sich räumlich auf Schwaben, die Aufgelisteten werden als „Rauber, Dieb, Beitel-Schneider und andere Jauners-Bursch“ kategorisiert. Es wird ihnen eine größere Zahl von rotwelschen Wörtern zugeordnet. Bei einem Wort ist angegeben, es sei der „jenischen Sprach“ entnommen.

Eine erste Schrift, in der das Wort "Jenische" nicht als Fremd-, sondern als Eigenbezeichnung für Gruppen von "Fahrenden" verwendet wird, liegt mit dem 1793 anonym veröffentlichtem „Abriß des Jauner- und Bettelwesens in Schwaben“ vor, der meist dem Ludwigsburger Zuchthauspfarrer und Waisenhausdirektor Johann Ulrich Schöll zugeschrieben wird.

Der Verfasser beschreibt dort einerseits "Jauner", verstanden als "herumstreichende Diebe" und Räuber "von Profession", und andererseits vagierende gewerbsmäßige Bettler, die sich beide als Jenische, "d. i. Leute, die nirgends keine Niederlassung haben", und die von ihnen neben der Landessprache gesprochene "rothwelsche" Gruppensprache als "Jenisch" bezeichneten. Beide Gruppen, von denen sich die Jauner auf Jenisch auch "Tschor, Kochumer und Cannover" nennen, sind laut Verfasser jeweils noch in weitere "Classen" unterteilt und weisen bedingt durch ihre je verschiedenen Erwerbsformen Unterschiede auf, stimmen jedoch "in ihrer übrigen Lebensart, in ihren Sitten und anderen Verhältnissen überein" und machen insofern "im Grund nur eine Gesellschaft aus".

Nach Auffassung des Verfassers handelt es sich dabei um eine relativ neue, gegenüber älteren kriminellen und vagierenden Gruppen als "zusammenhaltende, fortdauernde Gesellschaft" erst seit der Mitte des 17. Jahrhunderts zu belegende Erscheinung. Ihre Entstehung führt er auf die Entwurzelung und erzwungene "Landstreicherey" großer Teile der Bevölkerung, darunter brotlos gewordener Soldaten in der Folge des Dreißigjährigen Krieges zurück. Er sieht eine Kontinuität dieser Erscheinung in Schwaben durch weitere Kriege bis hin zu den Folgewirkungen der französischen Revolution. In der Beschreibung der regionalen Herkunft der "Jauner" spricht er von zu zwei Dritteln eingeborener Schwaben, während das übrige Drittel hauptsächlich aus Bayern, Schweizern, Franken und Elsässern bestehe und auch eine inzwischen bereits abnehmende Zahl von Juden dazugehöre. Soweit die Zugehörigkeit nicht bereits durch Geburt gegeben sei, handle es sich der sozialen Herkunft nach um entlaufene Bauern, Bürger und Handwerksburschen sowie einen hohen Anteil von ehemaligen Soldaten und von Soldatenkindern.[3]

Kurpfälzische „Diebsliste“, 1770

Linguisten leiten übereinstimmend, aber nicht ohne Vorbehalt, den Sprachnamen und seine Ableitung für eine Sprechergruppe aus dem Romanes von „džan“ (Wolf) bzw. „džin“ (Matras) für „wissen“ ab.[4] Im Inhalt korrespondiert „Jenisch“ damit mit dem benachbarten aus dem Jiddischen entlehnten „kochem“ (= „gescheit“), das ohne klare Abgrenzung ebenfalls als Sprachname und Bezeichnung für die Sprechergruppen („Kochemer“) verwendet wird.

Eine weitere Eigenbezeichnung (die sehr gelegentlich mehrheitsgesellschaftliche Unterstützer der durchgängig als delinquent beschriebenen Gruppen und Individuen mitmeint) ist "Platte" (auch: "Blatte").[5]

Es gibt daneben eine größere Zahl von in der Regel regionalen Fremdbezeichnungen ("Pläcker", "Mäckesser", "Fecker", "Kiepenkerle"), denen ein früher stets abwertender, heute eher folkloristischer Inhalt gemeinsam ist.[6]

Verbreitung

Polizeiliche Wegweisung, Messerligrube bei Bern, 1977

In den deutschsprachigen Ländern, in Frankreich, den Benelux-Staaten und in Italien sind jenische Gruppen dokumentiert. Sowohl die Zahl der Menschen mit jenischer Herkunft als auch die Zahl der heute sich selbst als Jenische definierenden Menschen ist unbekannt. Allein für die Schweiz gibt es Zahlen. Dort wurden 1978/1983 zwischen 25.000 und 35.000 Menschen mit „(zumindest teilweise) jenischer Abstammung“ angenommen.[7] Die Zahl der regelmässig aktiv Fahrenden betrug 1999 in der Schweiz nach einer Bestandsaufnahme der Nutzungszahlen der Stand- und Durchgangsplätze etwa 2.500.[8]. Ein Teil der Nichtfahrenden versucht, jenische Sprache und Traditionen in einem mehrheitsgesellschaftlichen Lebensumfeld aufrechtzuerhalten.

Im Grundsatz nicht anders zeigen sich die Lebensverhältnisse in den anderen europäischen Ländern mit jenischen Bevölkerungsgruppen.

Rechtlicher Status

Als nationale Minderheit oder als Volksgruppe sind Jenische in keinem europäischen Staat anerkannt.

Eine besondere Situation besteht in der Schweiz. Die „Fahrenden“ Schweizer Staatsbürgerschaft sind mit der Ratifizierung des Rahmenübereinkommens des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten seit 1998 als nationale Minderheit anerkannt.[9] "Die Jenischen bilden die Hauptgruppe der Fahrenden schweizerischer Nationalität. Der Rest der Schweizer Fahrenden gehört zumeist der Gruppe der Sinti (Manusch) an." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur).[10] Entgegen dem Gruppenetikett spielt es keine Rolle, ob bzw. inwieweit "Fahrende" real ortsfest oder nicht ortsfest leben.

Dem jenischen Idiom hat die Schweiz mit der Ratifizierung der europäischen Sprachencharta 1997 den Status einer „territorial nicht gebundenen Sprache“ gegeben.[11]

Die Schweizer Bundesbehörden sehen die 1975 gegründete Radgenossenschaft der Landstrasse als wichtigste Selbstorganisation der „Fahrenden“ und subventionieren sie.[12] Das interne Verhältnis von Roma und Sinti (Manusch) zu Jenischen bleibt dabei unbeachtet, zumal die Radgenossenschaft, die seit 1979 Mitglied der International Romani Union (IRU) ist, die Vertretung aller „Fahrenden“ für sich in Anspruch nimmt.[13] Zugleich bekundet sie allerdings seit einigen Jahren, die „Dachorganisation der Jenischen der Schweiz“ zu sein.[14]

Aufgrund internationaler gesetzlicher Vereinbarungen und gemäß Bundesgerichtsurteil sind die Kantone verpflichtet, Stand- und Durchgangsplätze für die Fahrenden zu schaffen und schulpflichtigen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.[15]. Nebst bestehenden Standplätzen verfolgen derzeit namentlich die Regierungen der Kantone Aargau, St. Gallen, Zürich und Freiburg Projekte, um neue Plätze zu realisieren. Der 2007 eröffnete Durchgangsplatz für „Schweizer Fahrende“ in Bonaduz (Graubünden) gilt dafür als wegweisend.

Geschichte

Herkunft

Im 15. Jahrhundert (Kupferstich von Martin Schongauer)

Historiker und Sozialwissenschaftler verorten die Entstehung der Jenischen oder – genauer – einer in sich nach Lebensweise, geografischer, kultureller und ökonomischer Zuordnung unterschiedlichen Bevölkerung,[16] die einmal ausgangs des 18. Jahrhundert, etwas häufiger dann im 19. Jahrhundert die Eigen- und Fremdbezeichnung "Jenische" trägt, am mehrheitsgesellschaftlichen Rand in der vagierenden Armut der Frühen Neuzeit.[17] Seit einigen Jahren beschreiben manche Jenische sich mit ethnischen Kategorien als "Volk" oder als "Volksgruppe". Sie lehnen es dann ab, deren Entstehung auf sozioökonomische Prozesse zurückzuführen (Soziogenese), und bevorzugen eine kollektive ethnisch-biologische oder ethnisch-kulturelle Abkunft (Ethnogenese), die teils als „ungeklärt“ beschrieben und unbestimmt ins Dunkel geschichtlicher Zeiten gelegt, teils mit weit zurückreichenden konkreten Herkunftsmythen begründet wird. Gemeinsam ist diesen Vorstellungen die Annahme einer ethnischen relativen Geschlossenheit und Einheitlichkeit und eines entweder kulturell oder biologisch-genetisch als kollektives Persönlichkeitsmerkmal tradierten Nomadentums. Demnach gebe es eine kollektive Herkunft

  • von den als „nomadisch“ betrachteten Helvetiern. Dabei beruft man sich auf Aussagen in Caesars Werk über den Gallischen Krieg. [18]
  • von „fahrenden Rittern und Sängern des Mittelalters“ vor allem am „vagierenden Kaiserhof“ Karls des Großen[19]
  • von „nomadisierenden“ indischen Vorgängern der „Zigeuner“. Jenische sowie Sinti und Roma sind demnach eines ethnischen Ursprungs. Diesen Mythos machte sich die schweizerische Radgenossenschaft der Landstraße zu eigen und verwendete sie als Begründung für ihr erfolgreiches Beitrittsersuchen zur International Romani Union.[20]
  • von einer europäisch-kleinasiatischen „wilden“ Urbevölkerung tribalistischer „Nomaden“ bzw. von einer osteuropäisch-kleinasiatischen Teilbevölkerung in einem jüdisch beherrschten mittelalterlichen „riesigen Reich der mittelalterlichen Chazaren“, worauf die jiddische Komponente im Jenischen zurückgehen könne.[21]
  • von den als „nomadisch“ betrachteten Kelten[22]
  • von einer „nomadisch“ lebenden alteuropäischen Bevölkerung von „Wildbeutern“, die den Übergang zur Seßhaftigkeit vor Tausenden von Jahren nicht mitvollzogen habe. Diese Auffassung ist nicht nur von einigen Jenischen zu hören, sie wurde auch in der NS-Wissenschaft von der einflussreichen Rassenhygienischen Forschungsstelle sowie von Hermann Arnold, der deren erbbiologischen und rassenhygienischen Ansatz nach 1945 fortführte, vertreten.[23]

Als Realgeschichte werden diese Annahmen im wissenschaftlichen Raum weder diskutiert noch überhaupt rezipiert, weil dazu die Voraussetzungen fehlen.

Mittelalter und Frühe Neuzeit

Das Wort vom "fahrenden Volk" als Sammelbezeichnung einer diffusen Population von Gruppen und Individuen in zeitweiser oder dauerhafter Migration ist seit dem Mittelalter geläufig. Seit der frühen Neuzeit gibt es eine deutliche Veränderung der herrschenden Blickweise. In den Schriften der Gelehrten und Gebildeten wie auch in den normativen Äußerungen der Behörden waren die Angehörigen dieser Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht gestellt. Diese Sicht spiegelt sich zum Beispiel wider in den Illustrationen Albrecht Dürers in Sebastian Brants Buch „das Narrenschiff“ von 1494, in Martin Schongauers Kupferstich „Leben auf der Landstraße„ von 1470 sowie das „Liber Vagatorum“ (Untertitel: „Von der falschen Bettler Büberei“), erschienen im Jahre 1510, dessen Urheberschaft ungeklärt ist.

Jenische im Muotathal um 1890

Unterschieden wurden drei Teilgruppen:

  • vagierende "Schnorr-" bzw. "Betteljuden"
  • "Zigeuner" bzw. - mit einem ebenfalls populären Wort - "Heiden"
  • eine sozial, kulturell und ethnisch disparate Bevölkerung von Gruppen und Individuen meist Marginaliserter, ökonomisch, sozial und rechtlich weitgehend ausgeschlossen wie die ersten, aber diesen beiden ethnisch klar konturierten Gruppen nicht zugehörig.

Retrospektiv wenden heutige Jenische, aber auch einzelne wissenschaftliche Autoren die Gruppenbezeichnung auf diese letzte der drei Gruppen an. Während die ersten dazu eine Herleitung und Kontinuitätsbildung im Sinne eines Volkskonzepts anbieten, gehen Armuts-, Migrations- und Randgruppenforscher ausnahmlos von einer nichtethnischen, relativ unheitlich bleibenden Formierung am gesellschaftlichen Rand aus. Eine genealogisch-empirische Kontinuität der später so genannten jenischen Familiengruppen seit dem Mittelalter oder seit Beginn der Frühen Neuzeit läßt sich nicht belegen.

In Deutschland gab es seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, vermehrt aber seit etwa der Mitte des 18. Jahrhunderts Domizilierungsangebote der Landesherren kleiner Territorien für Angehörige des nicht in einen Untertanenverband einbezogenen exkludierten Bevölkerungsteils in der Absicht, das Abgabenaufkommen zu erhöhen. So entstanden vor allem im südwestdeutschen Raum und in der Pfalz "Hausierdörfer" und -wohnplätze. Hier lebten auf landwirtschaftlich meist wenig ergiebigen Böden nebeneinander sowohl Jenische wie auch einzelne Sinti-Familien.[24]

19. Jahrhundert

Zu einem zweiten starken Niederlassungsschub führte in den mitteleuropäischen Staaten um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Einführung der Freizügigkeit. Hatten die Ortsgemeinden bis dahin durch lokale Vorschriften (Einzugsgeld und andere Abgabenverpflichtungen) den Zuzug regulieren und Unerwünschte, d. h. vor allem Arme, fernhalten können, zwangen zentralstaatliche Vorschriften sie nun, auch diese zu akzeptieren, falls sie entweder im Ort geboren waren oder dort eine bestimmte Zahl von Jahren gemeldet waren. Mit dem Niederlassungsrecht ging eine kommunale Versorgungspflicht einher. Gemeinden versuchten sich mit juristischen Mitteln gegen den Zuzug zur Wehr zu setzen, aber es kam auch zu massiven Übergriffen aus der Mehrheitsbevölkerung gegen niederlassungswillige Jenische und Sinti. Da die Ausstellung von Gewerbescheinen in aller Regel an den Nachweis eines festen Aufenthaltsorts gebunden war, ging es für viele "Reisende" um eine existentielle Frage. So hatte es im Preußen des 19. Jahrhunderts zunächst ein "Heimatrecht" qua Geburt gegeben. 1842 wurde es von dem Gesetz über den Unterstützungswohnsitz abgelöst. Es gewährte ein Unterstützungsanrecht aufgrund länger bestehenden Wohnsitzes in einer Gemeinde auch Nichtgemeindebürgern. Es bewirkte die Begründung einer großen Zahl von regulären wie von "wilden" Wohnplätzen der migrierenden Armut an der Peripherie der Dörfer und Städte. Sie und ihre Bewohner wurden regelmäßig stigmatisiert und waren Anfeindungen bis hin zu physischen Angriffen durch die eingesessene Bevölkerung ausgesetzt.

In der Schweizer Bundesverfassung von 1848 wurden Maßregeln verankert, mit denen der migrierende Bevölkerungsteil domiziliert und die Entstehung neuer „Heimatlosigkeit“ verhindert werden sollten. Dem folgte das Bundesgesetz vom 3. Dezember 1850 „betreffend die Heimatlosigkeit“. Es verpflichtete die Kantone und damit die Unterbehörden zur Aufnahme.[25] Maßgabe dafür waren angenommene oder tatsächliche biografische Bindungen an einen Ort. Die Gemeinden versuchten, die "Heimatlosen" mit juristischen Mitteln abzuwehren, von denen viele froh waren, endlich über ein Heimatrecht zu verfügen. Es ermöglichte ihnen, sich die für ihre Erwerbsweise entscheidend wichtigen „Heimatscheine“ ausstellen zu lassen. Die Zuweisungen erfolgten weitgehend in arme und entlegene Gebieten, so etwa in die Sumpfgebiete der Linthebene und in Bergdörfer des Kantons Graubünden.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu einschneidenden Veränderungen:

  • Die Möglichkeit zu industrieller Lohnarbeit,
  • die Möglichkeit und der Zwang zur festen Niederlassung, wie er z. B. mit der allgemeinen Schulpflicht administrativ, aber auch durch polizeiliche Vorschriften und Maßnahmen ausgeübt wurde,
  • die kostengünstigere industrielle Produktion der herkömmlichen Hausierwaren,
  • die flächendeckende Entstehung stationärer Vertriebsstellen im Zuge einer wachsenden Kaufkraft der Bevölkerung,
  • die Entstehung einer modernen Armenunterstützung, die an ein festes Wohnen und an die Möglichkeit des ständigen administrativen Zugriffs auf die Klienten gebunden war

entzogen zum einen der überkommenen Erwerbs- und Lebensweise die Grundlagen und eröffneten zum anderen den vormaligen Altstoffsammlern, Hausierhändlern und Kleinhandwerkern die Möglichkeit, von der labilen Existenzform der Dauermigration in die relative Stabilität einer ortsfesten Existenz zu wechseln, was seit etwa dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in großer Zahl geschah. Die soziale Marginalisierung war damit jedoch nicht beendet. Die mehrheitsgesellschaftliche Wahrnehmung, die traditionellen antiziganistischen Vorurteilskomplexe gegen "Mäckeser", "Fecker" usw. blieben davon unberührt.

Mit dem gemeinsamen Wohnen der Angehörigen exkludierter Gruppen an meist peripheren Wohnplätzen, gab es eine vermehrte Annäherung der bis dahin voneinander relativ distanzierten Gruppen der Sinti wie der mehrheitsgesellschaftlichen "Reisenden". Das endogame Heiratsmuster innerhalb der jeweiligen Gruppen verlor an Bedeutung. Es entwickelten sich der kulturelle und sprachliche Austausch. Ein gutes Beispiel dafür sind die Jenischen in Gießen, die sich dort im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts niederließen. Ihr Idiom hat einen sehr hohen Romanesanteil. Es wird von ihnen als "Manisch" bezeichnet.[26]

Soweit Jenische noch dauerhaft "reisten", taten sie es nun möglichst in bis dahin unbekannten Wohnwagen. Eine Kombination unterschiedlicher Handels- und Handwerkstätigkeiten blieb bei begrenzter Anpassung an die veränderten wirtschaftlichen Erfordernisse ihre Lebensgrundlage. Mit Korb- und Siebmachen, Scherenschleifen, Kessel- oder Schirmflicken, mit ambulantem Irdengeschirr- und Porzellanhandel, oft in Verbindung mit dem Altstoffsammeln behielten sie die trationelle Erwerbsweise bei.

20. Jahrhundert

Jenischer Scherenschleifer Lorenz Trapp aus Augsburg, um 1930

Während die subproletarischen ortsfesten oder nichtortsfesten Gruppen von der organisierten Arbeiterbewegung abwertend als "Lumpenproletariat" betrachtet wurden, fanden sie in den 1920er Jahren in den Schriften mancher Anarchisten (u. a. bei Erich Mühsam) und Nonkonformisten Anerkennung als „lebendes Beispiel einer autonomen und unkonventionellen Gegengesellschaft“. Diese Umwertung der nicht sesshaften Lebensweise ins Positive, insbesondere auch durch die Vagabunden-Internationale um Gregor Gog, kontrastierte mit der fortdauernden Generalverdächtigung der Nicht-Sesshaften durch die Polizei als ordnungswidrige, besonders streng zu kontrollierende Gruppe.

Westerwälder "Mäckes" tauscht Porzellan gegen Altstoffe, 1935

Jenische im Nationalsozialismus

Die seit Mitte der 1930er Jahren von den Nationalsozialisten erheblich verschärften Maßnahmen zur „Bekämpfung der Zigeunerplage“ richteten sich schon vor 1933 nicht nur gegen Sinti und Roma, sondern zugleich gegen „nach Zigeunerart umherziehende Landfahrer“, womit vorab Jenische gemeint waren. Vermehrt wurden nun Wandergewerbescheine verweigert oder Kinder in Fürsorgeerziehung überwiesen. Der „Grundlegende Erlass über die vorbeugende Verbrechensbekämpfung durch die Polizei“ vom 14. Dezember 1937 ermöglichte eine polizeiliche „Vorbeugungshaft“ gegen „Zigeuner“, aber auch gegen Jenische. Reichsweiten Verhaftungsaktionen der Gestapo im April und im Juni 1938 (Aktion „Arbeitsscheu Reich“) folgten Deportationen von Sinti, Roma und Jenischen in Konzentrationslager wie Buchenwald, Dachau oder Neuengamme.

Für die nationalsozialistische „Zigeuner- und Asozialenforschung“, vor allem durch die 1936 eingerichtete Rassenhygienische und erbbiologische Forschungsstelle im Reichsgesundheitsamt unter ihrem Leiter Robert Ritter, standen „Zigeuner“ im Mittelpunkt des Interesses. Sie richtete ihren Blick auch auf Jenische. Soweit sie auch diese erfasste, kategorisierte sie sie nach erbbiologischen Kriterien meist als „Nichtzigeuner“. Das bedeutete keine Gleichstellung mit den übrigen Angehörigen der „deutschen Volksgemeinschaft“, sondern eine Aussonderung als „minderwertig“. Falls in den von Ritter und seinem Personal erfassten jenischen Genealogien Sinti oder Roma auftraten, lautete die Rassendiagnose „Zigeunermischlinge“. Anders als bei der jüdischen Minderheit galten auf diesem Feld nationalsozialistischer Forschung „Mischlinge“ als besonders gefährliche Krankheitserreger am „deutschen Volkskörper“. Sterilisierung und physische Vernichtung als die extremsten Formen nationalsozialistischer Rassenpolitik betrafen auch eine unbekannte Zahl von Jenischen. Die im Gefolge des Himmlerschen „Auschwitz-Erlasses“ vom 16. Dezember 1942 im März 1943 einsetzenden Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das nur wenige überlebten, galten vor allem „Zigeunermischlingen“. Es dürften davon auch entsprechend eingeordnete Jenische betroffen gewesen sein.

Die Geschichte der Jenischen im Nationalsozialismus ist kaum auch nur in Ansätzen erforscht.[27] Als eigenständige Opfergruppe sind sie nicht anerkannt.[28]

Das schweizerische „Hilfswerk Kinder der Landstrasse“

Die Geschichte der Jenischen ist vor allem in der Schweiz ein viel diskutiertes Thema, da dort von den 1920er bis in die 1970er Jahre hinein jenische Kinder durch das „Hilfswerk Kinder der Landstrasse“ zwangsweise von ihren Eltern getrennt wurden, um das Jenische zu bekämpfen und die Leute im Staatssinne zu disziplinieren. „Wer die Landfahrerei wirksam bekämpfen will, muss versuchen, die Gemeinschaft der Fahrenden zu sprengen. Auch wenn das hart klingen mag - er muss der familiären Gemeinschaft ein Ende setzen. Eine andere Lösung gibt es nicht“, schrieb Dr. Alfred Siegfried, der das „Hilfswerk“ von der Gründung 1926 bis zu seiner Pensionierung 1959 leitete. Artikel II (e) der UNO-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes[29] führt seit 1948 die gewaltsame Überführung von Kindern einer Gruppe in eine andere Gruppe als Tatbestand des Völkermordes auf. Auch im schweizerischen Strafgesetzbuch [30] ist die Tat entsprechend der Konvention definiert. Viele Jenische wurden in diesem Zeitraum zwangssterilisiert. Artikel II (d) der UNO-Konvention ächtet auch die „Verhängung von Maßnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind.“ Juristische Gutachten[31] betrachten deshalb den Tatbestand des Völkermords als durch das „Hilfswerk Kinder der Landstrasse“ und seine staatlichen Auftraggeber erfüllt. Obwohl solche Verbrechen nach Ansicht von Experten nicht verjähren, erfolgte bis heute keine offizielle juristische Aufarbeitung, was die Juristin Nadja Capus in ihrem Buch Ewig still steht die Vergangenheit, Der unvergängliche Strafverfolgungsanspruch nach schweizerischem Recht, Bern 2006, ausführlich darlegt. Die jenische Schriftstellerin Mariella Mehr hat mehrere Bücher zu dieser Thematik verfasst.

Jenische, um 1900

Kunst & Kultur

Kunsthandwerk

Das kunsthandwerkliche Geschick der Jenischen erschöpft sich nicht in aufwendig hergestellten Korbwaren und Schnitzereien, sondern prägt auch ihre Interpretationen von geflochtenen Stühlen, Bugholz- und Rattanmöbeln, die sie hausierend und auf Märkten verkaufen. Das Museum der Kulturen Basel besitzt eine umfangreiche Sammlung jenischer Kunsthandwerksarbeiten, die vor allem auf die intensive Zusammenarbeit des Museums mit Engelbert Wittich zurückgeht, in der permanenten Ausstellung jedoch nicht zu sehen ist. In Frankreich und den Benelux-Staaten sind sie Produzenten von künstlerischen Zinn- und Kupferwaren. Mittlerweile wohl ausgestorben sind alte jenische Kunsthandwerke wie das Glockengießen. Das Todesregister der Gemeinde Vaz/Obervaz weist in der Zeitspanne 1892 bis 1905 neben je zwei Geschirrhändlern und Hausierern noch einen Glockengießer nach. (Quelle: Webseite der Gemeindeschule Vaz/Obervaz)

Jenische Künstler

Fränzli Waser (2. v. l.)

Als Künstler werden sie seit Generationen vor allem als Gaukler, Komödianten, Musiker und Marionettenspieler geschätzt.

Jenische Musiker

In alemannisch-bayrischen Gebieten sind jenische Löffel- und Handorgelspieler regionale Berühmtheiten. Der blinde Geiger Fränzli Waser prägte einen eigenen Stil des schweizerischen Ländlers, welcher heute unter dem Namen Fränzli-Musik meist als bündnerische Spezialität wahrgenommen wird.

1978 wurde von der Gruppe HölzerLips das Album Jenischer Schall aufgenommen. Viele der Lieder sind mit jenischem Idiom durchsetzt. Diese Schallplatte ist ein seltenes Zeugnis einer Hommage von Deutschen an die Kultur der Jenischen, die in den 1970er Jahren speziell aus dem Umfeld der Hippie-Bewegungen als Zigeuner wahrgenommen und in das meist romantisierende Weltbild der Hippies aufgenommen wurden.

Stephan Eicher, München, Muffathalle, 2002

Der jenische (Rock-)Chansonnier Stephan Eicher wurde im deutschsprachigen Raum in den 1980ern bekannt mit der NDW-Chartsingle Eisbär, danach europaweit mit diversen Alben, Tourneen und Nummer-Eins-Hits in Frankreich und der Schweiz. Seit den 1990ern ist er vor allem in Frankreich ein Star.

Eine aktuelle luxemburgische Gruppe ist das Duo "D‘Lompekréimer" (Lumpenkrämer). Die Texte sind auf Jenisch, Letzeburgisch, Deutsch, Französisch und Englisch.[32]

Bildende Kunst

Walter Wegmüller: Plakat 2007

Walter Wegmüller (* 1937) ist vor allem durch seine Tarotkarten bekannt geworden. Er ist aber neben seinem malerischen Werk auch plastisch tätig, hat an mehreren Filmen mitgewirkt, eine Swatch-Uhr (Oracolo) gestaltet usw. 1972/73 machte er auch einen „Ausflug“ in die Musik: The 7up-Sessions mit Timothy Leary, Sergius Golowin und Brian Barrit, und veröffentlichte die LP TAROT, kosmische Musik mit Klaus Schulze, Walter Westrupp und vielen anderen. Er ist Mitglied der Künstlergruppen „Farnsburggruppe“ und visarte. In den 1970er Jahren war er Mitbegründer und Aktivist der Radgenossenschaft der Landstrasse, 2007 nahm er an der „Tagung jenischer Kulturschaffender“ des Vereins schäft qwant teil.

Martin Schauer (* 1981) ist ein jenischer Künstler aus Innsbruck. Er lebt als freischaffender Künstler und arbeitet in den Techniken Acryl, Aquarell, Buntstifte und Mischtechniken auf Papier beziehungsweise Leinwand. [33]

Ernst Spichiger (*1951) fand als Opfer von Kinder der Landstrasse erst spät den Weg zu seiner Verwandtschaft und Abstammung. Seine Bilder, meist Öl auf Leinwand, zum Teil auch Collagetechniken, zeigen einerseits die Landschaften seines Lebens, andererseits oft aber auch die thematische Verarbeitung seiner Abstammung und des Umgangs der Gesellschaft mit seinem Volk. Heute ist er Präsident des Vereins Schinagl und lebt als reisender Künstler im Wohnwagen.[34]

Unter dem Namen „Luis“ (Luis Lucke, *1956) wird auf den Webseiten des Jenischen Kulturverbandes Österreich ein weiterer jenischer Künstler vorgestellt. Luis wurde als 14. Kind in eine jenische Großfamilie hineingeboren. Sein Vater war schon als Regionalkünstler in Tirol und Umgebung tätig und bekannt. Luis wurde im Alter von ca. 6 Jahren in ein Erziehungsheim verschleppt. Dort wurde er, wie viele andere jenische Kinder auch, schwer misshandelt. In Frankreich (Lyon) konnte er seine Techniken perfektionieren.

Jenische Sprache und Literatur

Da Jenisch keine Vollsprache ist, sondern aus einem nicht sehr umfangreichen separaten Sonderwortschatz des Deutschen besteht, sind seine kommunikativen Möglichkeiten eng begrenzt. Es ist nicht möglich, im Jenischen umfangreiche und komplexe Sachverhalte in ausführlichen Texten darzustellen. Demzufolge veröffentlichen Autoren mit jenischem Selbstverständnis in der Sprache der Mehrheitsgesellschaft. Jenische Texte beschränken sich, soweit sie überhaupt auftreten, auf Kleinformen.

In Deutschland veröffentlichte Engelbert Wittich (1878-1937) Folkloristisches und Kulturgeschichtliches über Sinti und Jenische. Er publizierte auch Gedichte und Lieder auf Jenisch. Der schweizerische Jenische Albert Minder (1879-1965) publizierte 1948 die „Korber-Chronik“, eine Art Sittengemälde der Jenischen in der Schweiz des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die schweizerische Jenische Mariella Mehr (*1947) wurde durch ihre Schriften über ihre Vergangenheit als Opfer des Hilfswerks Kinder der Landstrasse international bekannt. Der österreichische Jenische Romed Mungenast (1953-2006) publizierte in Deutsch und Jenisch vor allem Kurztexte und Gedichte. Die österreichische Jenische Simone Schönett (*1972) verarbeitete in ihrem Roman „Im Moos“ ihre Kindheit in Österreich. Der schweizerische Jenische Peter Paul Moser (1926-2003) veröffentlichte im Eigenverlag eine dreibändige Autobiographie mit vielen Reprints von Dokumenten aus seiner Akte als Opfer des Hilfswerks Kinder der Landstrasse. Der schweizerische Jenische Venanz Nobel (*1956) publiziert in deutscher Sprache Zeitungsartikel und Buchbeiträge über die Geschichte der Jenischen und jenisches Leben heute.

Autoren mit jenischem Selbstverständnis und deutscher Sprache sind

Feste und kulturelle Anlässe

Feckerchilbi im 19. Jahrhundert

Von 1722 bis 1817 gab es in Gersau am Vierwaldstättersee - bis 1798 selbständige Republik - eine alljährliche „Feckerchilbi“. "Fecker" (auch: "Fekker") ist ein deutschschweizerisches abwertendes Wort für Angehörige des migrierenden mehrheitsgesellschaftlichen Rands. Hier durften sie wie auch auf anderen Jahrmärkten ihre handwerklichen, Dienstleistungs- und Unterhaltungsleistungen mit behördlicher Zustimmung anbieten. 1832 wurde der Gersauer "Fecker"-Jahrmarkt verboten. Nach der Konstituierung von Selbstorganisationen von "Fahrenden" griff man 150 Jahre später die alte Tradition erneut auf. Seit 1982 bis ans Ende des Jahrzehnts fand wieder eine jährliche "Feckerchilbi" statt. Seitdem gibt es sie in unregelmäßigen Abständen. Mit ihrer Beteiligung von Jenischen und Sinti ist sie ein gesuchter touristischer Anziehungspunkt und zugleich ein wichtiger Ort minderheitlicher Kommunikation und Selbstbestätigung.[35] Ähnliches ist zu sagen über die 1973 gegründete Fête de la Brocante[36] in Le Landeron ein weiteres modernes Pendant. Auch wenn bis heute Sinti und Jenische regelmäßig als Marktbeschicker und Schausteller tätig sind, so sind doch Treffpunkte herausragender Bedeutung wie die genannten aus anderen west- und mitteleuropäischen Ländern nicht bekannt.

Die meisten Feste und Anlässe der Jenischen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Neben familiären Anlässen wie Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, bei denen sich oft mehrere hundert Leute treffen, gibt es auch jenisches Volksbrauchtum, das nicht preisgegeben wird. Öffentliche Anlässe der Jenischen sind eigene Wallfahrten, etwa zum Kloster Einsiedeln, und die Feckerchilbi. Regelmäßig fahren auch Jenische nach Saintes-Maries-de-la-Mer zur Wallfahrt zu Ehren ihrer Schutzheiligen Sarah.

Sport

Bootsch-Turnier 2005

Aktiv Sport treibende Jenische leben meist sesshaft. Mannschaftssport betreiben sie in örtlichen Vereinen, also üblicherweise losgelöst von ihren kulturellen Zusammenhängen. In „jenischen“ Gemeinden wie Ichenhausen gibt es Sportvereine, die von der jenischen Kultur geprägt sind.

Das Bootschen ist ein traditionelles jenisches Spiel, das neuerdings durch die Austragung von Turnieren einen neuen Aufschwung erlebt.

Ähnliche und verwandte Gruppen

Da Marginalisierungs- und Exklusionsprozesse und deren Verfestigung keine ethnische oder territoriale Besonderheit, sondern universal und überzeitlich sind, gab und gibt es soziokulturell ähnliche Gruppen auch anderswo, so etwa die Roma, die spanischen Quinqui, die Tinkers, die Sarmastaari in Baluchistan oder die nigerianischen Gadawan Kura („Hyänen-Menschen“), die als Gaukler und Wunderheiler durch das Land ziehen. Auf internationaler politischer Ebene werden die Nichtroma-Gruppen in Europa oft unter dem Überbegriff „Travellers“ zusammengefasst, so im Fall des European Roma and Traveller Forum, einer dem Europarat assoziierten Nichtregierungsorganisation in Straßburg.

Organisationen der Jenischen

Gründungsversammlung der Radgenossenschaft, Bern, 1975

Nach den öffentlichen Protesten gegen das Hilfswerk Kinder der Landstrasse entstanden in der Schweiz auch mit der Entstehung einer sozialen Bewegung erste jenische Organisationen.

Die Radgenossenschaft der Landstrasse wurde 1975 gegründet und hat seit den 1980er Jahren in der Schweiz den Status einer staatlich anerkannten Dachorganisation der „Fahrenden“. Sie ist Mitglied der International Romani Union. Unbeachtlich der starken Dominanz jenischer Interessen ist sie die einzige jenische Organisation, die auch Sinti und Roma mitzuvertreten gehalten ist. Die Mitgliedschaft in der IRU und die Mitvertretung auch von Roma-Interessen werden von den österreichischen und deutschen jenischen Vereinen entschieden kritisiert und abgelehnt.

Die Genossenschaft fahrendes Zigeuner-Kultur-Zentrum gründete sich 1984 als nichtjenische Abspaltung von der Radgenossenschaft mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Jenischen, Sinti und Roma zu verbessern und in diesem Sinn Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

Die Organisation Naschet Jenische ist eine Selbstorganisation von Opfern des sogenannten Hilfswerk Kinder der Landstrasse. Sie handelte mit den Schweizer Behörden Wiedergutmachungszahlungen und Akteneinsichtsrechte für die Betroffenen aus.

Der Verein Schinagel hat sich zum Ziel gesetzt, mittels neuer Berufsbildungsprogramme an neue wirtschaftliche Umgebungen angepasste fahrende Lebensweisen zu ermöglichen.

Der Jenische Kulturverband Oesterreich ist die erste Organisation Jenischer außerhalb der Schweiz.

Der Verein der Jenischen e. V. in Singen ist eine der ersten Organisation Jenischer in Deutschland.

Anfang 2006 wurde in Deutschland durch den Zusammenschluss von mehreren kleineren Vereinen der Jenische Bund in Deutschland & Europa e. V. als bundesweite Vereinigung mit angeschlossenen Landesverbänden gegründet.

Der Verein Schäft qwant fasst als transnationaler Verein für jenische Zusammenarbeit und Kulturaustausch auf seiner Homepage [37] die nationalen Organisationen der Jenischen zusammen und vertritt 16 ihm angeschlossene Vereine aus 6 Ländern.

Die im Mai 2006 gegründete UJME, Union der Jenischen Minderheit in Europa i. Gr., will in ihrem Europarat die Zusammenarbeit und den Kontakt zwischen den jenischen Vereinen Europas fördern sowie deren Europa-Politik aufeinander abstimmen.

Anmerkungen

  1. Friedrich Kluge, Rotwelsch. Quellen und Wortschatz der Gaunersprache und der verwandten Geheimsprachen, Straßburg 1901 (ND 1987), S. 175f.
  2. Ausfuhrliche Beschreibung aller derjenigen Rauber, Dieb, ..., Dillingen 1716 („Dillinger Liste“). Kluge, S. 181f., datiert fälschlich auf 1721.
  3. Siehe: Abriß des Jauner- und Bettelwesens in Schwaben nach Akten und andern sichern Quellen von dem Verfasser des Konstanzer Hans, Stuttgart 1793, Einleitung, S. XVI-XVII, Kap. I, S. 8f., 15, 22, Kap. II, S. 13, Kap. XV, S. 285-299 („Sprache der Jauner“), hier: S. 285, Kap. XXI, S. 378, Kap. 22, S. 394f.
  4. Siegmund A. Wolf: Wörterbuch des Rotwelschen: Deutsche Gaunersprache. Bibliographisches Institut, Hamburg, 1985, 2., durchgesehene Aufl., S. 144f.; Yaron Matras, The Romani element in German secret languages: Jenisch and Rotwelsch, in: ders. (Hrsg.), The Romani element in non-standard speech, Wiesbaden 1998, S. 193-230, hier: S. 196
  5. Description derer bey verführter Inquisition ... justificirte[n] Gaudiebe ..., Römhild 1754, unpag.; J. J. Bierbrauer, Accurate Beschreibung ..., Kassel 1755, S. 13; Actenmäßige Verzeichnus und Beschreibung ..., o. O. (Koblenz) o. J. (1762); Actenmäsige Verzeichnuß und Beschreibung verschiedener in dem Fürstlichen Hochstift Speyer, auch benachbarten chur- und hochfürstlichen pfälzisch-maynzisch-trierisch-heßisch- und anderen Reichslanden herum vagirender ... Räuber und Diebe ..., Bruchsal 1770.
  6. Ulrich Friedrich Opfermann, Der „Mäckes“ - Zu Geschichte und Bedeutungswandel eines Schmähworts, in: Nassauische Annalen, Bd. 109, 1998, S. 363-386.
  7. So die Schweizerische Bischofskonferenz 1978 bzw. eine Studienkommission 1983, zit. nach: Hansjörg Roth, Jenisches Wörterbuch. Aus dem Sprachschatz Jenischer in der Schweiz, Frauenfeld 2001, S. 23.
  8. HP des Schweizer Bundesamts für Kultur, "Fahrende in der Schweiz".
  9. Abschnitt "Anerkennung als nationale Minderheit": [1].
  10. Abschnitt "Fahrende in der Schweiz": [2].
  11. [3].
  12. [4].
  13. Helena Kanyar Becker, Klischee und Realität, in: dies. (Hrsg.), Jenische, Sinti und Roma in der Schweiz, Basel 2003, S. 15-18, hier: S. 17.
  14. HP der Radgenossenschaft, abgerufen am 8.7.2008: [5].
  15. Entscheid des Bundesgerichts vom 28. März 2003. (129 II 321, veröffentlicht in Pra 3004/52/263I).
  16. Die Quellen belegen eine „sozial sehr heterogen zusammengesetzte Bevölkerung mit fahrender und seßhafter Lebensweise sowie mit unterschiedlichen kulturellen Traditionen“. Diese Feststellung wurde für die Schweiz getroffen, ist aber zu verallgemeinern: Thomas Huonker/Regula Ludi, Roma, Sinti und Jenische. Schweizerische Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus. Beitrag zur Forschung [= Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg, Bd. 23], Zürich 2001, S. 13
  17. Es können hier nur wenige Titel genannt werden: Leo Lucassen, A Blind Spot: Migratory and Travellling Groups in Western European Historiography, in: International Review of Social History 38 (1993), S. 209–23; ders./Wim Willems/Annemarie Cottaar, Gypsies and Other Itinerant Groups. A Socio-Historical Approach, London u. a. 1998; Wolfgang Seidenspinner, Herrenloses Gesindel. Armut und vagierende Unterschichten im 18. Jahrhundert, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 133 (1985), S. 381-386; ders., Jenische. Zur Archäologie einer verdrängten Kultur, in: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg, 8 (1993), S. 63-95.
  18. Thomas Huonker: Fahrendes Volk – verfolgt und verfemt. Jenische Lebensläufe. Herausgegeben von der Radgenossenschaft der Landstrasse, Zürich 1987, S. 11f.
  19. Ebenda, S. 12.
  20. Hansjörg Roth, Jenisches Wörterbuch. Aus dem Sprachschatz Jenischer in der Schweiz, Frauenfeld 2001, S. 62f.
  21. Sergius Golowin, Von jenischen Kesslern und Korbern, listigen fahrenden Buchhändlern, Kartenlegern, Kräuterfrauen, Schaustellern, Baderinnen, Waldzigeunern und Moosleuten im Land der grünen Freiheit, Carouge/Genf und Neuallschwil/Basel 1999, S. 290f. Der Autor ist tschechisch-schweizerische Dichter und Mitbegründer der schweizerischen „Radgenossenschaft“.
  22. http://www.jenischer-bund.de/57501/home.html
  23. Robert Ritter, Die Asozialen, ihre Vorfahren und ihre Nachkommen, in: Fortschritte der Erbpathologie, Rassenhygiene und ihrer Grenzgebiete 5 (1941), H. 4, S. 137-155, hier: S. 151f.; Arnold zu Ritter: Hermann Arnold, Randgruppen des Zigeunervolkes, Neustadt 1975, S. 6, 127.
  24. Siehe z. B.: Hildegard Ginzler, Die "Musfallskrämer" aus der Eifel. Entwicklung des Drahtwarengewerbes in Neroth als Beispiel für Selbsthilfe in einer Mittelgebirgsregion, Mainz, Ges. f. Volkskunde 1986; Hasso von Haldenwang, Die Jenischen. Erinnerungen an die Wildensteiner Hausierhändler, Crailsheim 1999, S. 17ff.; J. Weber, Der Matzenberg. Sozialgeschichtliche Studie über die Entstehung des Dorfes Carlsberg im 18. Jahrhundert. Beitrag zur Geschichte des Leininger Landes, Landau 1913.
  25. [6], [7].
  26. Hans-Günther Lerch, „Tschü lowi …“. Das Manische in Gießen. Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe, Gießen 1976.
  27. Die Dissertation von Andrew D'Arcangelis 2004 stellt Jenische als Gruppe in den Mittelpunkt einer diskursgeschichtlichen Darstellung zur „Asozialenfrage“[8]. Sie bearbeitet die Realgeschichte bis 1938 nur fragmentarisch und danach gar nicht. Kritisch dazu die Rezension von Ulrich Opfermann.
  28. Als Standardpublikation zur NS-Zigeuner- und Landfahrerpolitik: Michael Zimmermann: Rassenutopie und Genozid. Die nationalsozialistische „Lösung der Zigeunerfrage“. Hamburg 1996 (Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte, Bd. 33); als regionale Studie, die sowohl auf die als „Zigeuner“ als auch auf die als „Jenische“ Bezeichneten eingeht: Ulrich Friedrich Opfermann: The registration of Gypsies in National Socialism: Responsibility in a German region. In: Romani Studies (continuing Journal of the Gypsy Lore Society), 5th Series, Vol. 11, No. 1 [2001], S. 25–52; als Lokalstudien mit Hinweisen auf die Deportation auch von „Jenischen“ in Konzentrationslager: Karola Fings/Frank Sparing: Rassismus – Lager – Völkermord. Die nationalsozialistische Zigeunerverfolgung in Köln. Köln 2005, S. 211; Christoph Götz: Die Jenischen – eine diskriminierte deutsche Minderheit in der Vergangenheit und in der Gegenwart ausgehend von der Situation im Raum Singen. Waldshut 1997, S. 26.
  29. UNO-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (deutscher Text)
  30. Art. 264 StGB
  31. Analyse zur Frage „Völkermord an den Jenischen?“
  32. D'Lompekréimer: [www.myspace.com/lompekremer].
  33. [9] Homepage des Künstlers Martin Schauer mit Biografie, Werkbeispielen
  34. [10] Biographie und Werkbeispiele in der Homepage des Vereins Schinagl
  35. Umfangreiche Darstellung mit mehreren weiterführenden Verweisen: [11].
  36. Fete de la Brocante
  37. www.jenisch.info – Webportal mit Links zu allen Organisationen der Jenischen

Literatur

Belletristik

Studien lokaler und regionaler Reichweite, folkloristische Schriften

  • Günter Danzer: Jenisch diebra en Oberberg. Hess, Syrgenstein 2006, ISBN 3935128037 (Ausdrücke und Redewendungen, Lieder und Gedichte, Geschichten und Theaterstücke, Wörterlisten)
  • Guadench Dazzi/Sara Galle/André Kaufmann/Thomas Meier, Puur und Kessler. Sesshafte und Fahrende in Graubünden.' Hg. Institut für Kulturforschung Graubünden jkg, Baden 2008, ISBN 7833039190904
  • Hildegard Ginzler, Die "Musfallskrämer" aus der Eifel. Entwicklung des Drahtwarengewerbes in Neroth als Beispiel für Selbsthilfe in einer Mittelgebirgsregion, Mainz, Ges. f. Volkskunde 1986
  • Hasso von Haldenwang: Die Jenischen – Erinnerungen an die Wildensteiner Hausiererhändler. Baier, Crailsheim 1999
  • Alfred Höck, Wandernde Geschirrhändler und ihre Verbindungen zum Gaunertum, in: Kontakte und Grenzen. Probleme der Volks-, Kultur- und Sozialforschung, Festschrift für Gerhard Heilfurth zum 60. Geburtstag, Göttingen 1969, S. 439-451
  • Hans-Günther Lerch, „Tschü lowi …“. Das Manische in Gießen. Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe, Gießen 1976
  • Fritz Neuschäfer, Die Geschichte der „Jenischen“ und „Manischen“ in Gießen, in: Klös, Manfred H. (Bearb.), Ein Stück Gießener Geschichte, Gießen o. J. (1988), S. 51-55
  • Ulrich Friedrich Opfermann, Der „Mäckes“ - Zu Geschichte und Bedeutungswandel eines Schmähworts, in: Nassauische Annalen, Bd. 109, 1998, S. 363-386.
  • Johann Plenge, Westerwälder Hausierer und Landgänger, in: Untersuchungen über die Lage des Hausiergewerbes in Deutschland, Bd. 2, Leipzig 1898
  • Heidi Schleich: Die jenische Sprache in Tirol. Diplomarbeit, Universität Innsbruck, 1998
  • Heidi Schleich: Das Jenische in Tirol. Sprache und Geschichte der Karrner, Laninger und Dörcher. EYE, Landeck 2001, ISBN 3-901735-09-7 (mit einem Beitrag von Anton S. Pescosta)
  • J. Weber, Der Matzenberg. Sozialgeschichtliche Studie über die Entstehung des Dorfes Carlsberg im 18. Jahrhundert. Beitrag zur Geschichte des Leininger Landes, Landau/Pfalz 1913
  • Peter Widmann: An den Rändern der Städte. Sinti und Jenische in der deutschen Kommunalpolitik. Metropol, Berlin 2001, ISBN 3-932482-44-1 [Beispiel Freiburg]

Allgemeine/großräumige Untersuchungen

  • Gerhard Ammerer, Heimat Straße. Vaganten in Österreich des Ancien Régime, Wien/München 2003
  • Helena Kanyar Becker (Hrsg.): Jenische, Sinti und Roma in der Schweiz. Schwabe, Basel 2003, ISBN 3-7965-1973-3 (mit Texten von Cristina Kruck, Graziella Wenger, Thomas Meier, Venanz Nobel u. a.)
  • Gerhard Fritz, Eine Rotte von allerhandt rauberischem Gesindt. Öffentliche Sicherheit in Südwestdeutschland vom Ende des Dreißigjährigen Krieges bis zum Ende des Alten Reiche (= Stuttgarter historische Studien zur Landes- und Wirtschaftsgeschichte), Ostfildern 2004
  • Thomas Huonker: Fahrendes Volk – verfolgt und verfemt. Jenische Lebensläufe. Herausgegeben von der Radgenossenschaft der Landstrasse. Limmat, Zürich 1987, ISBN 3-85791-135-2
  • Thomas Huonker/Regula Ludi: Roma, Sinti und Jenische. Die schweizerische Zigeunerpolitik zur Zeit des Nationalsozialismus. Chronos, Zürich 2001, ISBN 978-3-0340-0623-1
  • Carsten Küther, Menschen auf der Straße. Vagierende Unterschichten in Bayern, Franken und Schwaben in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Göttingen 1983
  • Leo Lucassen, A Blind Spot: Migratory and Travelling Groups in Western European Historiography, in: International Review of Social History 38. Jg. (1993) Nr. 2, S. 209-235
  • ders./Wim Willems/Annemarie Cottaar, Gypsies and Other Itinerant Groups. A Socio-Historical Approach, London u. a. 1998
  • Andrew Rocco Merlino D'Arcangelis: Die Verfolgung der sozio-linguistischen Gruppe der Jenischen (auch als die deutschen Landfahrer bekannt) im NS-Staat 1934–1944. Dissertation an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, 2004; im Internet verfügbar unter [13] bzw. [14]
  • Martin Rheinheimer, Arme, Bettler und Vaganten. Überleben in der Not. 1450-1850, Frankfurt a. M. 2000
  • Ernst Schubert, Mobilität ohne Chance: Die Ausgrenzung des fahrenden Volkes, in: Schulze Winfried (Hrsg.), Ständische Gesellschaft und soziale Mobilität, München 1988, S. 113-164
  • Wolfgang Seidenspinner, Herrenloses Gesindel. Armut und vagierende Unterschichten im 18. Jahrhundert, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 133 (1985), S. 381-386
  • ders., Jenische. Zur Archäologie einer verdrängten Kultur, in: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg, 8 (1993), S. 63-95
  • Urs Walder: Nomaden in der Schweiz. Züst, Zürich 1999, ISBN 3-905328-14-3 (Fotos von Urs Walder, Textbeiträge von Mariella Mehr, Venanz Nobel, Willi Wottreng) Textauszug online
  • Toni Pescosta: Die Tiroler Karrner, Vom Verschwinden des fahrenden Volkes der Jenischen. Wagner, Innsbruck 2003, ISBN 3-7030-0385-5

Filme

  • Menschen, die vorüberziehen, Spielfilm von Max Haufler, Schweiz 1941[1]
  • Jenseits der Landstrasse, Regie durch Marianne Pletscher, SF DRS, Schweiz 1986
  • Die letzten freien Menschen, Dokumentarfilm von Oliver M. Meyer, Schweiz 1991[2]
  • Kinder der Landstrasse, Regie: Urs Egger mit Jasmin Tabatabai, dokumentarischer Spielfilm, Schweiz 1992
  • Journal de Rivesaltes 1941-1942 Regie Jacqueline Veuve, Reportage über das Auffanglager Rivesaltes, worin auch jenische Familien waren, Schweiz 1997[3]
  • Unterwegs mit Jenischen, Reportage SF DRS, Schweiz 1998
  • Händlerdörfer in Hohenlohe, SWR-Reportage, Deutschland 2001[4]
  • Wenn die Straße ruft, ZDF-Fernsehproduktion, Regie: Maike Conway, Matti Bauer, Deutschland 2001
  • Gonzerath, SWR-Hierzuland-Reportage, Deutschland 2004
  • Chronik Nomaden in der Schweiz, Dokumentations-DVD von Thomas Huonker und Oliver Meyer, Schweiz 2005

Siehe auch

Weblinks

  • Wiktionary Wiktionary: Jenische – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
  • Commons Commons: Fotos und Bilder zum Thema – Bilder, Videos und Audiodateien
  • deutscher jenischer Verein: [15]
  • österreichischer jenischer Verein: [16]
  • Schweizer jenischer Verein: [17]
  • Schweizer "Radgenossenschaft" von Jenischen, Roma und Sinti: [18]
  • "transnationaler" Schweizer Verein Schäft Qwant: [19]
  • HP des "Fahrenden"-Forschers Thomas Huonker: [20]
  • zu Tiroler Karrnern: [21]
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