Jim Dine

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Jim Dine im schwedischen Borås 2008

Jim Dine (* 16. Juni 1935 in Cincinnati, Ohio) ist ein US-amerikanischer Künstler und ein Hauptvertreter der Pop-Art.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Jim Dine wuchs in der Umgebung seines elterlichen Haushaltswarengeschäftes in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. 1953 bis 1958 studierte er an der University of Cincinnati, der Boston School of Fine and Applied Arts und an der Ohio State University (Columbus (Ohio)), an der er den Grad eines Bachelor of Fine Arts erwirbt. 1959 siedelt er um nach New York und gründete gemeinsam mit Claes Oldenburg, Marc Ratliff und Allan Kaprow die Judson Gallery New York, wo er mit seinen Freunden erste Happenings durchführte. Zwischen 1960 und 1965 übernahm er diverse Gastprofessuren, u.a. am Oberlin College, Ohio und an der Yale University, New Haven. 1966 arbeitete er in London mit Eduardo Paolozzi zusammen. Jim Dine war einer der zahlreichen Künstler, die zum Freundes- und Bekanntenkreis des Kunstsammlers und Mäzens Theodor Ahrenberg gehörten.

Dine lebt und arbeitet in New York an der Rhodes School.

[Bearbeiten] Werk

The Crommaelynuk Gate With Tools, 1983

Jim Dine zählt sich zu den Genre-übergreifenden Künstlern. Neben Malerei, Grafik und Skulptur widmet er sich ab den sechziger Jahren auch der Lyrik und ab den Neunzigern des 20. Jahrhunderts der Fotografie, er entwirft Bühnenbilder und Theaterkostüme. Der Künstler wird im allgemeinen der Pop-Szene zugeordnet, weil er in den späten fünfziger Jahren mit Claes Oldenburg und anderen eine neue Sichtweise etablierte, die Alltagsgegenstände aus ihrem Kontext riss und sie in eine eigene Aura stellte. Kurz danach wand er sich von der distanzierenden kühlen Sachlichkeit der Pop-Art ab und fand zu einer metaphorischen Ebene und einer eher emotionalen Wärme in seiner Kunst, die vom Ansatz her den abstrakten Expressionisten folgte.

Dine arbeitete in künstlerischen Phasen, die von bestimmten, immer wiederkehrenden Sujets definiert waren. Ab Mitte der sechziger Jahre war sein durchgehendes Motiv der Bademantel; in ihm sah er sich selbst, er abstrahierte hier die unterschiedlichen Facetten seiner eigenen Persönlichkeit. In den achtziger Jahren wand sich Dine der klassischen figürlichen Kunst zu. Nach umfangreichen Studien der klassischen Bildhauerei schuf er eine Reihe figürlicher Skulpturen, wobei er sich von der antiken "Venus von Milo" inspirieren ließ. Ein weiterer bekannter Zyklus waren seine Herzen, die sowohl Selbstreflexionen als auch grundlegende Fragen des Menschseins beinhalten.

Jim Dines kritisches Hinterfragen des Menschseins erklärt sich wohl durch seine Nähe zu den Entdeckungen und Methoden der Psychoanalyse; er bezeichnet sich selbst als ein Anhänger der Lehre C.G. Jungs .

[Bearbeiten] Ausstellungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Judith Brodie (Hrsg.): Drawings of Jim Dine. Steidl Verlag, Göttingen 2004, ISBN 3-88243-999-8 (Ausstellungskatalog)
  • Jean E. Feinberg: Jim Dine. Abbeville Press, New York 1995, ISBN 1-55859-692-5.
  • Constance W. Glenn: Jim Dine, drawings. Abrams, New York 1985.
  • Alain Jouffroy u.a. (Hrsg.): Jim Dine. Galerie Ileana Sonnabend, Paris 1963.
  • Marco Livingstone: Jim Dine, flowers and plants. Abrams, New York 1994, ISBN 0-8109-3214-8.
  • David Shapiro (Text), Jim Dine (Ill.): Jim Dine, malen was man ist. Klett-Cotta, Stuttgart 1984, ISBN 3-608-76155-1.
  • Jim Dine, Gedichte und Zeichnungen, Frankfurt: März, 1971 auch als Sonderausgabe mit sign. farb. siebdruck
  • Das Ding als Objekt. Europäische Objektkunst des 20. Jahrhunderts, Kunsthalle Nürnberg, Katalog Nr. 3/1970, Nürnberg 1970

[Bearbeiten] Weblinks

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