Kevin Costner

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Kevin Costner 2003

Kevin Michael Costner (* 18. Januar 1955 in Lynwood, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmproduzent und Regisseur mit irischen, deutschen und Cherokee-indianischen Wurzeln.[1] Seinen größten Erfolg feierte Costner 1990 mit dem Western-Epos Der mit dem Wolf tanzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Kevin Costners irischstämmige Mutter, Sharon Rae Tedrick, war Sozialarbeiterin und sein deutschstämmiger Vater, William Costner, arbeitete für einen Elektronikbetrieb. Costner war während seiner Schulzeit Mitglied im Kirchenchor und verfasste nebenbei Gedichte. Costner galt als Außenseiter und Tagträumer. Sport war aber stets eines seiner großen Hobbys. Als Jugendlicher spielte er Basketball, Baseball und American Football, später betätigte er sich als Golfer. Ab 1973 nahm er an fünf Abenden in der Woche Schauspielunterricht. 1978 machte er seinen Collegeabschluss in Business (ähnlich Betriebswirtschaft). Nach seinem Studium an der California State University nahm er einen Marketingjob in Orange County an und heiratete seine Jugendliebe Cindy Silva. Bei einer zufälligen Begegnung gab Richard Burton ihm den Rat, sich völlig auf die Schauspielerei zu konzentrieren, falls er es darin zu etwas bringen wolle. Costner gab seinen Job auf, zog nach Hollywood und hielt sich zunächst als Lastwagenfahrer, Hochseefischer und Busfahrer bei Stadtrundfahrten finanziell über Wasser. Seine Frau trat als Schneewittchen in Disneyland auf.

1974 gab Costner sein Filmdebüt in der Softsex-Komödie Sizzle Beach, U.S.A. (dt.: Heißer Strand USA), die erst 1986 veröffentlicht wurde, als Costner bereits bekannt war. Von den Dreharbeiten war er so angewidert, dass er schwor, der Schauspielerei den Rücken zu kehren, wenn sich keine anderen Rollen für ihn fänden. Erst Anfang der 1980er Jahre kehrte Costner in kleineren Rollen zum Film zurück. Seine Szenen in Lawrence Kasdans Tragikomödie Der große Frust (The Big Chill, 1983) fielen dem Schnitt zum Opfer, doch Kasdan gab Costner schließlich 1985 eine der Hauptrollen in dem erfolgreichen Western Silverado. Costners Spiel und seine akrobatischen Reitkünste machten Eindruck bei Publikum und Kritik.

Seinen internationalen Durchbruch feierte Costner 1987 mit Brian de Palmas Film The Untouchables – Die Unbestechlichen, mit Sean Connery als ehrlichem Polizisten, Robert De Niro als Al Capone und Costner als dessen Gegenspieler Eliot Ness. Im gleichen Jahr drehte Costner den ebenfalls erfolgreichen Thriller No Way Out – Es gibt kein Zurück. 1989 gelang ihm mit dem märchenhaften Film Feld der Träume über einen Farmer, der mit dem Bau eines Baseball-Stadions in seinem Maisfeld die Vergangenheit beschwört und die Zukunft gewinnt, ein weiterer Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt feierte die Kritik Costner, der in seinen Rollen jungenhaften Charme und zielstrebige, positive Beharrlichkeit ausstrahlte, als „neuen Gary Cooper“.

Auf dem Höhepunkt seiner Popularität übernahm Costner 1990 Produktion, Regie und Hauptrolle in dem aufwendigen Western-Epos Der mit dem Wolf tanzt. Der mehr als drei Stunden lange Streifen wurde entgegen den Erwartungen der Fachwelt ein internationaler Kinoerfolg und erntete bei 12 Nominierungen sieben Oscars, unter anderem für Costners Regie und als Bester Film.

Es folgte bis Mitte der 1990er Jahre eine Serie weiterer Erfolge mit dem Abenteuerfilm Robin Hood – König der Diebe, Oliver Stones Geschichtsinterpretation JFK – Tatort Dallas (beide 1991), dem romantischen Thriller Bodyguard (1992) mit Whitney Houston und Clint Eastwoods Perfect World (1993), in dem Costner erstmals einen Verbrecher spielte.

1994 war Lawrence Kasdans Verfilmung des Lebens von Wyatt Earp mit Costner in der Titelrolle nur ein mäßiger Erfolg. 1995 produzierte Costner den Science Fiction-Film Waterworld, spielte die Hauptrolle und führte nach einem Streit mit Regisseur Kevin Reynolds auch teilweise Regie. Der zum damaligen Zeitpunkt teuerste Film aller Zeiten erzielte ein Einspielergebnis von 264 Millionen Dollar[2] Auf Grund des sehr schlechten amerikanischen Einspielergebnisses von 88 Millionen Dollar gilt er in den USA als finanzieller Misserfolg. Zwei Jahre später setzte Costner noch einmal sein ganzes Renommee ein, um als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent eine vergleichbar teure Mischung aus Western und Science Fiction drehen zu können: The Postman wurde ein weiterer spektakulärer Misserfolg und brachte Costner die Goldene Himbeere für den „schlechtesten Film des Jahres“ und damit die Häme der Industrie ein.

Seither blieben große Kinoerfolge für Costner aus. Mit Hauptrollen in Liebesfilmen wie Message in a Bottle (1999), Politthrillern wie Thirteen Days (2000) oder Western wie Open Range (2003) blieb Costner jedoch präsent und seinem Geschmack treu. 2007 überraschte er in der Rolle eines Serienmörders in dem Film Mr. Brooks.

Costners Ehe mit Cindy Silva wurde 1994 nach 16 Jahren geschieden. Die beiden haben drei Kinder. Aus einer kurzen Affäre mit der Millionenerbin Bridget Rooney stammt ein Sohn. Seit 2004 ist Costner mit der deutschen Modedesignerin Christine Baumgartner verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

Costners deutsche Synchronstimme stammt von Frank Glaubrecht.

[Bearbeiten] Trivia

Der 2233. Stern auf dem Walk of Fame trägt Costners Namen.

Während der Dreharbeiten zu Robin Hood in England fand er Gefallen am Fußball und ist seitdem Fan des FC Arsenal.

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Regisseur

[Bearbeiten] Schauspieler

[Bearbeiten] Produzent

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Academy Awards

  • 1990: Oscar als Produzent für den besten Film (Der mit dem Wolf tanzt)
  • 1990: Oscar als Bester Regisseur (Der mit dem Wolf tanzt)
  • 1990: Nominierung als Bester Hauptdarsteller (Der mit dem Wolf tanzt)

Golden Globes

  • 1990: Golden Globe als Bester Produzent (Der mit dem Wolf tanzt)
  • 1990: Golden Globe als Bester Regisseur (Der mit dem Wolf tanzt)
  • 1990: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Drama (Der mit dem Wolf tanzt)
  • 1991: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einem Drama (JFK – Tatort Dallas)
  • 1996: Nominierung als Bester Hauptdarsteller in einer Komödie (Tin Cup)

Berlinale

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Biografie auf Vanityfair
  2. The Numbers: Waterworld - Box Office Data, Movie News, Cast Information (englisch)

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Kevin Costner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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