Peter Kampits

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Peter Kampits (* 28. Juni 1942 in Wien[1]) ist ein österreichischer Philosoph und Hochschullehrer. Er war Vorstand des Instituts für Philosophie der Universität Wien und Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien. Er ist Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt und war von 2012 bis 2016 Universitätsprofessor für Ethik in der Medizin und Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin an der Donau-Universität Krems.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura am Hernalser Gymnasium Geblergasse im Jahr 1960 folgten Studien der Philosophie, Psychologie und Geschichte an der Universität Wien. 1965 promovierte er mit der Dissertation zum Thema Das Bild des Menschen bei Albert Camus: ein Mythos vom Menschen zum Dr. phil.[2] 1966/67 absolvierte er ein Post-Graduate-Studium an der Pariser Sorbonne, ab 1968 war er Universitätsassistent am Philosophischen Institut der Universität Wien. 1970 und 1971 war er Visiting Professor an der University of Alaska Fairbanks.

1974 habilitierte er sich mit der Arbeit zum Thema Die Frage nach dem Anderen: eine Untersuchung der Sozialontologie von Jean Paul Sartre und Gabriel Marcel,[3] 1977 wurde er zum Universitätsprofessor für Philosophie am Philosophischen Institut der Universität Wien ernannt. Im Jahr 1980 hatte er eine Gastprofessur am Philosophischen Institut Beyazit der Universität Istanbul inne.

Von 1987 bis 1991 sowie von 2001 bis 2004 war er Vorstand des Philosophischen Institut der Universität Wien und von 2004 bis 2008 Dekan der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien. Seit 2007 ist Kampits Mitglied der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, deren stellvertretender Vorsitzender er seit 2009 ist.[4] An der Donau-Universität Krems war Kampits von 2012 bis 2016 Universitätsprofessor für Ethik in der Medizin und Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin.[5][6] Darüber hinaus ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des oberösterreichischen Think Tanks Academia Superior.[7]

Zu seinen Studenten zählte der Mediziner Karl Hermann Spitzy sowie der spätere EU-Kommissar Johannes Hahn. Letzterer schrieb im Jahr 1987 die Dissertation zum Thema Die Perspektiven der Philosophie heute: dargestellt am Phänomen Stadt bei Kampits.[8] Gegen diese Arbeit wurden von 2007 bis 2011 Plagiatsvorwürfe erhoben und untersucht.[9][10]

Kampits ist verheiratet und hat eine Tochter.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c FEWD - Forschungsstelle für Ethik und Wissenschaft im Dialog am Institut für Philosophie der Universität Wien - Curriculum Vitae - Univ.-Prof. Dr. h.c. Dr. Peter Kampits. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  2. Verbundkatalog - Dissertation - Das Bild des Menschen bei Albert Camus: ein Mythos vom Menschen. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  3. Verbundkatalog - Habilschrift - Die Frage nach dem Anderen: eine Untersuchung der Sozialontologie von Jean Paul Sartre und Gabriel Marcel. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  4. Bundeskanzleramt - Mitglieder der Bioethikkommission. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  5. Peter Kampits - European Forum Alpbach. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  6. Univ.-Prof. DDr. Peter Kampits - Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  7. Academia Superior - Wissenschaftlicher Beirat. Abgerufen am 1. September 2017.
  8. Verbundkatalog - Die Perspektiven der Philosophie heute: dargestellt am Phänomen Stadt. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  9. science.orf.at - "Doktorvater": Arbeit von Hahn war korrekt. Artikel vom 25. Mai 2007, abgerufen am 10. Jänner 2015.
  10. Wiener Zeitung - Hahn - Freispruch im Zweifel. Artikel vom 4. November 2011.
  11. Goldene Auszeichnung für Alice Teichova und Peter Kampits. Rathauskorrespondenz vom 5. Oktober 2011, abgerufen am 12. Jänner 2015.
  12. Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich vergeben. APA-Meldung vom 15. November 2008, abgerufen am 24. Februar 2015.
  13. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 14. Dezember 2014.