Sonja Ziemann
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sonja Alice Selma Toni Ziemann (* 8. Februar 1926 in Eichwalde bei Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben und Werk
Im Jahr 1936 fing Ziemann an, Ballett zu tanzen. Sie wurde an der Berliner Tanzschule von Tatjana Gsovsky aufgenommen und hatte ihre ersten Auftritte als Tänzerin 1941. Ihre Filmkarriere startete sie 1942 mit kleinen Filmrollen. Bekannt wurde sie durch Filmerfolge wie die Operettenverfilmung Schwarzwaldmädel und der Heimatverfilmung Grün ist die Heide. Eine Zeitlang galten Ziemann und ihr Schauspielerkollege Rudolf Prack, an dessen Seite sie in mehreren Filmen spielte, als eines der "Traumpaare" des deutschen Films.
Am 4. April 1954 heiratete sie zum ersten Mal in der Auenkirche in Berlin-Wilmersdorf. Von 1961 bis 1968 war sie in zweiter Ehe mit dem polnischen Schriftsteller Marek Hłasko verheiratet. Dieser starb kurz nach der Scheidung von Sonja Ziemann im Alter von 35 Jahren an den Folgen einer Schlafmittelvergiftung. Weitere Schicksalsschläge folgten: Ihr einziger Sohn Pierre verstarb 1970 mit 16 Jahren an den Folgen von Rückenmarkkrebs. Ihr Lebensgefährte Martinius Adolff kam bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1974 ums Leben.
Aus den persönlichen Briefen, die sie ihrem Sohn nach seinem Tod schrieb, entstand die Autobiografie Ein Morgen gibt es immer. 1989 heiratete sie in dritter Ehe den Schauspieler und Regisseur Charles Régnier († 2001). Sonja Ziemann lebt am Tegernsee in Bayern und in St. Moritz. 2006 war sie seit vielen Jahren erstmals wieder in einer Talkshow, der ARD-Sendung Beckmann, zu Gast.
[Bearbeiten] Werke (Auswahl)
[Bearbeiten] Filme
- 1943 - Die Jungfern vom Bischofsberg
- 1944 - Das waren die Jungfern vom Bischofsberg
- 1945 - Liebe nach Noten (Erstaufführung 1947)
- 1949 - Nach Regen scheint Sonne
- 1949 - Um eine Nasenlänge
- 1950 - Die Lustigen Weiber von Windsor
- 1950 - Schwarzwaldmädel (mit Gretl Schörg)
- 1951 - Die Frauen des Herrn S.
- 1951 - Grün ist die Heide
- 1952 - Am Brunnen vor dem Tore
- 1953 - Die Privatsekretärin
- 1954 - Meine Schwester und ich
- 1954 - Bei Dir war es immer so schön
- 1954 - Die sieben Kleider der Katrin
- 1955 - Liebe ohne Illusion
- 1956 - Das Bad auf der Tenne (Remake des gleichnamigen Films von 1942)
- 1956 - Dany, bitte schreiben Sie (mit Anneliese Uhlig)
- 1957 - Die Zürcher Verlobung
- 1958 - Der achte Wochentag
- 1958 - Hunde, wollt ihr ewig leben
- 1959 - Nacht fiel über Gotenhafen
- 1959 - Menschen im Hotel
- 1959 - Strafbataillon 999
- 1960 - Geheime Wege
- 1961 - Ihr schönster Tag
- 1961 - Der Traum von Lieschen Müller
- 1962 - Axel Munthe - Der Arzt von San Michele
- 1969 - Die Brücke von Remagen
- 1971 - Das Messer
[Bearbeiten] Theater
- 1962 - Musical „My Fair Lady“.
- 1969 - Lulu in der Urfassung von Frank Wedekinds Erdgeist und Die Büchse der Pandora[1]
- 1973 - „Endstation Sehnsucht“ - mit Götz George
- 1981 - Mitglied des Zürcher Schauspielhauses
[Bearbeiten] Buch
- Ein Morgen gibt es immer. Erinnerungen. LangenMüller, München 1998, ISBN 978-3784426471
[Bearbeiten] Auszeichnungen
- 1950 - Bambi für den Heimatfilm "Schwarzwaldmädel"
- 1984 - Filmband in Gold
- 1990 - Bambi
[Bearbeiten] Literatur
- Hans-Jürgen Tast (Hrsg.) Nach Regen scheint Sonne. Eine Filmproduktion von Alexander Krafft und Anton Weber (Schellerten 2005) ISBN 3-88842-031-8
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Sonja Ziemann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Dorlis Blume/Irmgard Zündorf: Tabellarischer Lebenslauf von Sonja Ziemann im LeMO (DHM und HdG)
- Sonja Ziemann in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
- Sonja Ziemann mit Bild und Lebenslauf bei filmportal.de
- Fotos von Sonja Ziemann
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Theaterprogramm Tourneetheater Basel, April 1969.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ziemann, Sonja |
| KURZBESCHREIBUNG | Schauspielerin, Tänzerin, Sängerin |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1926 |
| GEBURTSORT | Eichwalde bei Berlin, Deutschland |

