Stolac

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Stolac
Столац
Wappen fehlt
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Stolac (Bosnien und Herzegowina)
DEC
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation
Kanton: Herzegowina-Neretva
Koordinaten: 43° 5′ N, 17° 58′ O43.08388888888917.95916666666765Koordinaten: 43° 5′ 2″ N, 17° 57′ 33″ O
Höhe: 65 m ü. A.
Fläche: 280 km²
Einwohner: 13 360 (2007)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 36
Postleitzahl: 88360
Struktur und Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Stjepan Bošković (HDZ BiH)
Postanschrift: Kralja Tomislava bb
Stolac

Stolac ist eine Kleinstadt nahe Mostar in der Herzegowina, dem südlichen Teil Bosnien und Herzegowinas. Stolac liegt im fruchtbaren Tal der Bregava in der ansonst kargen und verkarsteten Herzegowina. Die Gemeinde Stolac hat etwa 13.000 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Stolac besteht seit dem Mittelalter und war immer ein lebhaftes Handelszentrum. Die Stadt gehörte bis 1918 zu Österreich-Ungarn und war Garnison des IV. Bataillons des K.u.K. Infanterie Regiments "Friedrich, Großherzog von Baden" Nr. 50

Bis vor dem letzten Krieg war es etwa zur Hälfte bosniakisch und zur Hälfte kroatisch.

Während des Krieges 1992-1995 erreichte Stolac traurige Berühmtheit, da es hier vor allem 1993 zu heftigen Kämpfen zwischen Bosniaken und Kroaten kam, nachdem letztere ihre international nie anerkannte Republik Herceg-Bosna ausgerufen hatten. Nach der Eroberung der Stadt durch bosnisch-herzegowinische Kroaten kam es zu Plünderungen durch deren Soldaten. Während der Plünderungen wurde der Stadtkern verwüstet und alle Moscheen zerstört sowie später dem Erdboden gleich gemacht, darunter auch die sog. Kaisermoschee, eine der ältesten überhaupt in Bosnien und Herzegowina. Die Befehlshaber inhaftierten männliche Bosniaken in Gefangenenlagern, unter anderem im Lager Dretelj, während Frauen und Kinder ausgewiesen wurden.[1] Auch die orthodoxe Kirche wurde zerstört.

Eines dieser Lager der bosnisch-kroatischen Kriegspartei befand sich nahe Stolac in einem ehemaligen Gefängnis.

Nicht zuletzt wegen der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Situation in diesem Teil Bosnien-Herzegowinas, aber auch wegen noch immer anhaltender Spannungen geht die Rückkehr von Bosniaken nur sehr langsam voran. Derzeit leben hier schätzungsweise nur ein paar hundert Bosniaken.

Am 26. Februar 2004 geriet Stolac durch den Flugzeugabsturz des mazedonischen Präsidenten Boris Trajkovski erneut in die Schlagzeilen. Dabei kam es während der Suche nach dem Wrack zu einigen Unstimmigkeiten. Das französische SFOR-Bataillon hatte erst der lokalen Polizei eine Beteiligung an der Suche versagt, musste aber später zugeben, dass es am falschen Ort gesucht hatte, etwa 15 km von der wahren Absturzstelle entfernt. Der 22-jährige französische Soldat, der mit der Flugsicherung vom Boden aus beauftragt war, wurde zurückgezogen, ohne eine Untersuchung anzusetzen.

[Bearbeiten] Bekannte Persönlichkeiten

  • Mak Dizdar (* 1917 in Stolac, † 1971), jugoslawischer Poet

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker

[Bearbeiten] Weblinks

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