Sušice

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Dieser Artikel beschreibt die Stadt Sušice. Für weitere Orte dieses Namens, siehe Sušice (Begriffsklärung).
Sušice
Wappen von Sušice
Sušice (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Plzeňský kraj
Bezirk: Klatovy
Fläche: 4563 ha
Geographische Lage: 49° 14′ N, 13° 31′ O49.23083333333313.52472Koordinaten: 49° 13′ 51″ N, 13° 31′ 12″ O
Höhe: 472 m n.m.
Einwohner: 11 591 (2. Oktober 2006)
Postleitzahl: 339 01 - 342 01
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 16
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jiřina Rippelová
Adresse: náměstí Svobody 138
342 01 Sušice 1
Website: www.sumavanet.cz/susice

Sušice (deutsch Schüttenhofen) ist eine Stadt im Okres Klatovy in Südböhmen, Tschechien. Sie liegt im Tal der Otava, nördlich mündet die Ostružná ein. Der tschechische Name kommt von sušit (trocknen, gemeint ist hier das Trocknen des Goldsandes) und weist auf die frühere Goldgewinnung hin.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Zur Erinnerung an die Befreiung von Sušice durch US-Truppen im Jahr 1945

Schüttenhofen wird erstmals 1233 urkundlich erwähnt. Es war damals im Besitz der bayerischen Grafen von Bogen. Nachdem der böhmische Herzog Vladislav II. 1142 Schüttenhofen als Stiftung an das neu gegründete Kloster Windberg übertrug, kam es an Heinrich XIII., Herzog von Bayern. 1257 besetzte Přemysl Otakar II. die Gegend um Schüttenhofen, die danach 1273 vertraglich an das Königreich Böhmen abgetreten wurde. Wegen seiner strategisch wichtigen Lage wurde Schüttenhofen zur Königsstadt ausgebaut und mit Befestigungsanlagen versehen. Zur wirtschaftlichen Entwicklung trugen die Goldwäsche an der Wottawa sowie die Lage am Goldenen Steig bei, die den Salz-, Malz- und Getreidehandel mit bayerischen Städten begünstigte.

Während der Hussitenzeit spielten die Taboriten eine bedeutende Rolle. Im 16. Jahrhundert setzte sich der Protestantismus in der Stadt durch. Die nachfolgende gewaltsame Gegenreformation hatte zahlreiche Konfiskationen der städtischen Güter zur Folge. 1678-1681 musste die Bevölkerung eine Pestepidemie erleiden, und 1707 verwüstete ein Brand weite Teile der Stadt. Ein neuerlicher wirtschaftlicher Aufschwung folgte im 19. Jahrhundert mit der Gründung der weltweit bekannten Zündholzproduktion der Firma Solo und der Entwicklung der Holzverarbeitungs- und der Lederindustrie.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Böhmerwaldmuseum in Sušice
  • Auf dem Marktplatz befindet sich das barocke Rathaus von 1707 sowie die Sgraffiti-verzierte Renaissance-Apotheke
  • Die Dekanatskirche St. Wenzel, deren Umfassungsmauern von 1322 stammen, wurde 1707 barockisiert und 1884-1885 in Stil der Neugotik umgebaut.
  • Im ehemaligen Dekanatsgebäude, dessen Front eine Renaissancefassade aufweist, befindet sich das Böhmerwaldmuseum (Muzeum Šumavy), in dem die Geschichte des Zündholzes dargestellt wird. Ein Ausstellungsraum ist dem Schriftsteller Karel Klostermann gewidmet.
  • Die Friedhofskirche St. Maria stammt aus dem 14. Jahrhundert.
  • Die St.-Felix-Kirche und das Kapuzinerkloster wurden 1654-1655 errichtet.
  • Der 31 m hohe Aussichtsturm auf dem Berg Svatobor (871 m) wurde 1935 erbaut. Auf seine Plattform führen 182 Stufen.

[Bearbeiten] Stadtteile

Die Stadt Sušice umfasst die Ortsteile Albrechtice (Albrechtsried), Červené Dvorce (Rotenhof), Divišov (Diwischhof), Dolní Staňkov (Unterstankau), Humpolec (Kumpatitz), Chmelná (Hopfendorf), Milčice (Miltschitz), Nuzerov (Nuserau), Rok (Rock), Stráž (Warth), Sušice I, Sušice II, Sušice III, Volšovy (Wolschhof), Vrabcov (Brabschhof) und Záluží (Sallusch/Bergen).

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Im Ort geboren

[Bearbeiten] Im Ort gestorben

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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